IT-Sicherheit und die Vertrauensschaden-Versicherung

Vertrauensschäden versichern: Schutz vor krummen Touren von innen

Eine Vertrauensschadenversicherung deckt den Vertrauensbruch von innen ab. Genauer: Das Unternehmen versichert sich gegen Schäden aus unerlaubten Handlungen von Unternehmensangehörigen und anderen Vertrauensträgern und Vertretern.

Einige typische Beispiele:

  • Ein Mitarbeiter späht die Zugangsdaten der Personalbuchhalterin aus und nutzt sie, um die Erstattung für seine Spesenabrechnungen zu manipulieren.
  • Eine scheinbare Flirt-Bekanntschaft wird auf den Prokuristen angesetzt. Sie bringt ihn dazu, entgegen den Sicherheitsvorschriften Dateien von ihr auf seinem Firmen-Tablet zu öffnen. Kriminelle erhalten so Zugriff auf die Firmendaten.
  • Als Reaktion auf seine Kündigung löscht ein IT-Administrator sämtliche Daten auf den Servern der Entwicklungsabteilung einschließlich der Backups. Die notwendigen Zugriffsrechte besitzt er.
  • Ein Außendienstmitarbeiter auf Dienstreise lässt sich abends im Strip-Club den Firmen-Laptop mit sensiblen, wichtigen Daten stehlen.

Eine Vertrauensschadenversicherung schützt auch gegen IT-basierten Missbrauch

Eine Vertrauensschadenversicherung deckt digitale wie analoge Unterschlagungen, Sachbeschädigungen, Sabotagehandlungen und andere unerlaubte Handlungen von Unternehmensangehörigen und -vertretern ab, die das Unternehmen finanziell schädigen.

Da Unternehmen im Regelfall für Pflichtverletzungen ihrer Arbeitnehmer gegenüber Dritten haften, sind mit den Vertrauensschäden auch Schadenersatzforderungen von Außenstehenden gedeckt: beispielsweise die Ansprüche von Kunden, deren Daten von einem Mitarbeiter entwendet und anschließend missbraucht wurden.

Die Beispiele oben waren etwas tendenziös. Bei allen ging es um digitale Daten oder Hardware. Aber dieser Punkt ist wichtig: Vertrauensschadenversicherungen helfen bei Schäden, die zwar mit der Unternehmens-IT zu tun haben, in der es aber keinen unerlaubten Eingriff in die IT gab.

Der Mitarbeiter, der seinen eigenen Zugriff zum Firmennetz nutzt, um das Unternehmen zu schädigen, der sich sein Passwort stehlen lässt oder weitergibt, außerdem Fälle von CEO Fraud, all das wird eine Cyber-Versicherung nicht unbedingt decken. Es fällt in der Regel aber unter die Vertrauensschadenversicherung.

Vertrauensschadenversicherung: Schutz vor Wirtschaftskriminalität

Eine betriebliche Vertrauensschadenversicherung schützt vor vielen Fällen von Wirtschaftskriminalität. Und zwar auch dann, wenn bei der unerlaubten Handlung keine Hackerangriffe oder sabotiert wurden und auch keine IT-Fehlfunktion für Pannen sorgte.

Damit ist die Vertrauensschaden-Police eine wichtige Ergänzung zur Cyber-Versicherung. Allerdings muss man dabei genau hinschauen:

  • darauf, welchen Risiken das Unternehmen tatsächlich ausgesetzt ist,
  • auf das Kleingedruckte in den Versicherungsverträgen
  • auf die effektiven Kosten für den gesamten Versicherungsschutz bzw. darauf, wie sich beide Versicherungstypen in konkreten Fall kostensparend kombinieren lassen

Als Spezialmakler für IT-Risiken können wir von acant Ihr Unternehmen dabei zielgerichtet und kompetent beraten. Ein Anruf genügt: 030 863 926 990

Versicherung gegen den Diebstahl elektronischer Gelder und Wertpapiere

Der Markt für Cyberversicherungen ändert sich oft und rasch. Die Versicherer geben sich Mühe, den wahren Bedarf der Unternehmen und die tatsächliche Risikolandschaft genau zu analysieren und ihre Produkte entsprechend anzupassen.

Der Diebstahl elektronischer Gelder und Wertpapiere ist ein solcher Versicherungsbedarf, dem die bisherigen Versicherungspolicen gegen Cyber-Kriminalität nicht immer gerecht wurden. Das Sublimit in den Cyberversicherungen für diese Art Schaden betrug meistens 250.000 Euro. (Sublimit bedeutet: Im Schadensfall kann zwar insgesamt mehr ausbezahlt werden. Aber für den Diebstahl von elektronischen Geldern gibt es höchstens die im Sublimit festgelegte Summe.) In Zeiten, in denen Fälle von Bitcoin-Diebstahl im Wert von über 350 Mio. US-Dollar Schlagzeilen gemacht haben, war das zu wenig.

Jetzt hat ein großer Versicherer das Sublimit für seinen Versicherungs-Baustein Cyber-Diebstahl auf bis zu 50 % der Versicherungssumme und maximal 2,5 Mio. Euro hochgesetzt, Damit können Unternehmen Ihre digitalen Depots angemessen gegen Diebstahl absichern.

Wenn Sie Interesse an oder Fragen zu dieser Art Versicherung haben, dann rufen Sie uns doch einfach an (030 863 926 990 ) oder schicken Sie uns eine Nachricht.

Ein leer stehendes Gebäude versichern

Ein leer stehendes Haus zu versichern – das ist gar nicht so einfach.

Versicherungsgesellschaften mögen Leerstand nicht, die Risiken sind ihnen zu groß. Schließlich wirkt eine unbewohntes, leer stehendes Gebäude oft wie eine Einladung – an Kinder, die gern auch mal drinnen ein Lagerfeuer machen wollen, an Obdachlose, die nachts mit Kerzen hantieren, oder an Plünderer, die nach Verwertbarem suchen und beispielsweise die Kabel aus der Wand reißen, um das Kupfer zu versilbern.

(Was dann sogar zu Personenschäden führen kann, wie in Duisburg vor einigen Jahren: Da wollte ein Kabeldieb in einer stillgelegten Fabrik eine 10.000-Volt-Leitung mit einer Säge abtrennen. Er hat es nicht überlebt.)

Der Immobilienbesitzer, der uns nach der Versicherung gefragt hatte, bekam sein leer stehendes Haus dann doch versichert. Wir haben uns Mühe gegeben. Überhaupt haben wir bisher auch bei Leerstand noch immer eine Versicherung gefunden. Auch wenn es etwas mehr Zeit kostet.