IT-Notfall - es brennt ... Foto: Thomas Wolter via Pixabay

Verhalten bei IT-Notfällen

Die IT-Notfallkarte

Vor einigen Monaten hat das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) eine kleine „IT-Notfallkarte“ veröffentlicht. Man kann sie dort herunterladen, ausfüllen und sie in Büros, Fertigungshallen, Werkstätten, Lagerräumen etc. aufhängen, neben den Hinweisen zum Verhalten im Brandfall oder bei Arbeitsunfällen.

„Verhalten bei IT-Notfällen“ – so sieht die IT-Notfallkarte des BSI aus.

Ganz wirkungslos ist die Kampagne offenbar nicht, denn ich bekomme das Kärtchen in letzter Zeit immer öfter zu sehen, zumindest am Bildschirm. Und das finde ich als Versicherungsmakler mit Schwerpunkt auf Versicherungen für technische und digitalen Risiken sehr gut – wie alles, das für mehr Problem- und Risikobewusstsein in Sachen Cyber-Bedrohungen sorgt.

Es ist absolut richtig, dass man IT-Notfälle als echte Bedrohung ins Bewusstsein rückt

Schließlich kann ein einziger falscher Klick dafür sorgen, dass ein Verschlüsselungstrojaner oder ein Hackerangriff die Existenz des Unternehmens gefährden, zumindest aber die Jahresbilanz verhageln.

Zur Vorbereitung auf den IT-Notfall gehört mehr als eine Notfallkarte

Trotzdem: Mit dem Aufhängen der Karte ist es nicht getan. Entscheidend ist, dass der Umgang mit IT-Risiken im Unternehmen auch gelebt wird und Vorbereitungen getroffen werden:

  • Die Mitarbeiter müssen Bewusstsein dafür entwickeln, dass Viren, Trojaner und Hacker den ganzen Betrieb lahmlegen können und eine einzige unvorsichtige Aktion dafür ausreicht.
  • Es muss tatsächlich eine Notfall-Nummer geben, die man jederzeit anrufen kann. (Existiert es eine solche Nummer bei Ihnen?)
  • Die Mitarbeiter darf keine Scheu haben, sich dort zu melden. Auch dann nicht, wenn er nicht genau weiß, ob wirklich ein Notfall vorliegt.
  • Er muss dem Administrator sofort sagen können, an welchem Gerät er gerade arbeitet. Es braucht also eine eindeutige Kennzeichnung (gibt es vermutlich), und der Mitarbeiter muss die auch sehen können (den internen Host-Namen, eine Inventarnummer etc.)
  • Außerdem sollten die Mitarbeiter wissen, was bei akutem Verdacht auf eine Virus- oder Trojaner-Infektion zu tun ist. (Das Gerät muss vom Netz: sofort LAN-Kabel ziehen und/oder WLAN-Router aus. Wenn möglich, Screenshots machen oder den Bildschirm mit dem Handy fotografieren. Dann das Gerät direkt ohne Herunterfahren ausschalten – und ausgeschaltet lassen. Notieren, was man gerade gemacht hat, in welchem Programm, mit welcher Datei, mit welchem Kommunikationspartner etc.)

Viele Cyber-Versicherer bieten eine Notfall-Hotline mit IT-Expertenrat

Gut, wenn man versichert ist: Viele Cyberversicherer haben eine Notfallnummer für ihre Versicherten, rund um die Uhr und an jedem Tag mit IT-Experten besetzt. Außerdem bieten sie in der Regel vorbereitete Notfallpläne, damit klar ist, was zu tun ist und wer informiert werden muss. Drittens haben viele Versicherungsgesellschaften Experten in Bereitschaft, die sich im Ernstfall vor Ort um Schadensbegrenzung und Notfallmaßnahmen kümmern: IT-Fachleute, Krisen-PR-Experten und Juristen. (Das macht für den Versicherer Sinn, er will ja den Schaden begrenzen, den er bezahlen muss.)

Interesse an den Leistungen und Kosten der verschiedenen Cyber-Versicherungen?

Wir bei acant sind keine Experten für Erste Hilfe bei IT-Notfällen. Aber wir wissen genau, wie man Ihr Unternehmen am besten dagegen versichert. Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Nachricht – wir beraten Sie gern.

Fotos auf der Betriebsfeier? Einwilligung nötig - Foto: Matan Vizel via Pixabay

Muster-Datenschutzhinweis Foto/Video für Ihre Betriebsfeier

Die Zeit der weihnachtlichen Betriebsfeiern, Vereinsfeste etc. bricht an.

Wenn der Veranstalter (z. B. das Unternehmen) dabei Fotos und Videos machen lässt und die vielleicht auch veröffentlichen will, sollte er die Rechtslage im Auge haben: Er muss die Teilnehmer, Mitarbeiter, Mitglieder oder Gäste vorher darauf hinweisen und sich deren Einverständnis sichern. Sonst droht ein Verstoß gegen Datenschutzvorschriften und Persönlichkeitsrechte.

Praktischerweise hat der Berliner Rechtsanwalt Thomas Schwenke einen Online-Gererator für Datenschutzhinweise zu Foto- und Videoaufnahmen bei Veranstaltungen parat: Datenschutzhinweise zu Foto- und Videoaufnahmen bei Veranstaltungen

In diesem Sinne: frohes Fest und schöne Bilder!

DSGVO-Bußgelder Symbolbild, Foto: Achim Thiemermann via Pixabay

DSGVO-Bußgelder berechnen – und versichern

Konzept für die Bußgeldhöhe bei Datenschutzverstöße durch Unternehmen

Vor kurzem haben die zur „deutschen Datenschutzkonferenz“ zusammengefassten Datenschutzbeauftragten ein Konzept vorgestellt, nach dem sie Bußgelder bei DSGVO-Verstößen berechnen wollen.

Die Kalkulation ist durchaus kompliziert und einzelfallabhängig. Eines lässt sich aber direkt sagen: Es kann sehr schnell sehr teuer werden.

Drei Schritte zum DSGVO-Bußgeld

Grundsätzlich wird ein DSGVO-Bußgeld dem Konzept zufolge in drei Stufen ermittelt:

  1. Ausgangspunkt ist ein „Grundwert“, der vom Jahresumsatz abhängt. Der niedrigste Grundwert (bis 750.000 Euro Jahresumsatz) ist 972 Euro. Liegt der Jahresumsatz bei zwei Mio. Euro, gilt ein Grundwert von 4.722 Euro. Bei 12. Mio. Euro Jahresumsatz sind es schon 38.194 Euro.
  2. Dann kommt ein sogenannter „Faktor“ ins Spiel, mit dem der Grundwert multipliziert wird. Er soll der Schwere des Datenschutzverstoßes entsprechen: wie lange hat der Verstoß gedauert, gab es frühere Vorfälle, wie schwer sind die Folgen für die Betroffenen, … ? Solche Aspekte entscheiden darüber, ob der Grundwert mit einem Faktor von bis zu 12 oder mehr multipliziert wird.
  3. Schließlich gibt es noch eine Korrekturmöglichkeit, um das Bußgeld je nach Einzelfall noch abzumildern, wenn besondere Umstände vorliegen – etwa dann, wenn andernfalls die Insolvenz droht.

Hausnummer: 5.000 Euro Bußgeld für ein Kleinunternehmen bei fehlender Einwilligung

Was dieses Konzept für die Praxis bedeutet, hat Rechtsanwalt Thomas Helbing aus Berlin zusammengefasst. Zitat: „Bei einem mittleren Verstoß gegen materielle Datenschutzvorschriften (z.B. Verarbeitung ohne Rechtsgrundlage) wird der Betrag mit dem Faktor 6 multipliziert. Da kommen bei einem KMU mit einstelligem Millionenumsatz schnell € 50.000,- zusammen und bei einem Freiberufler mit minimalem Umsatz immerhin € 5.000.

Mit anderen Worten: Wenn ein kleines Unternehmen von nicht mehr als einer halben Mio. Euro Jahresumsatz die Daten eines Kunden speichert, ohne dass dessen Genehmigung nachgewiesen werden kann, droht ihm nach Anwalt Helbings Einschätzung bereits ein Bußgeld von rund 5.000 Euro.

Versichern hilft – auch gegen die Kosten von Datenschutzverstößen

Angesichts solcher Summen sollte man juristische Gegenmaßnahmen ausloten, wenn es zum Bußgeldverfahren kommt. Zum Glück lässt sich auch vorher schon etwas tun: Sie können Ihr Unternehmen klug versichern, auch gegen das DSGVO-Risiko:

  • Es gibt Cyber-Versicherungen, die eine Deckung für Bußgelder wegen Datenschutzverstößen umfassen. Ein typisches Beispiel: Sublimit für DSGVO-Bußgelder von 500.000 Euro pro Schadensfall.
  • Präventiven Schutz bietet zudem der Abschluss einer D&O-Versicherung für die Geschäftsführung oder den Vorstand. Ist ein Datenschutzverstoß durch den Manager oder Geschäftsführer verschuldet worden, kann sich das Unternehmen an dessen Haftpflichtversicherung halten (und gleichzeitig ist er selbst vor dem Ruin geschützt).
  • Zudem können Betriebshaftpflicht- und betriebliche Rechtsschutzversicherungen Teile der Kosten abdecken.

Kostenlose Beratung und Prüfung Ihrer Versicherungspolicen

Was Ihre bestehenden betrieblichen Versicherungen im Fall von Datenschutzverstößen bereits abdecken, und wo es Lücken gibt, die Sie schließen sollten, das erfahren Sie von uns: Wir von acant prüfen Ihre Versicherungsverträge und beraten Sie ausführlich. Natürlich ohne, dass Kosten für Sie anfallen.

Interesse? Rufen Sie uns an (030 863 926 990) oder schreiben Sie uns eine Nachricht.

Solche Bußgelder werden bereits laufend verhängt

Übrigens werden die Bußgelder, die bei Datenschutzverstößen verhängt werden, von vielen Geschäftsleuten unterschätzt. Auf der Seite Enforcementtracker.com können Sie sich anschauen, was in verschiedenen Ländern Europas laufend gefordert wird. Das sind mal ein paar Tausend Euros für die unerlaubte Videoaufzeichnung im Döner-Laden, aber auch eine sechsstellige Summe für nicht gelöschte Datensätze vergangener Kunden beim Essenslieferanten Delivery Hero.

Cyber-Versicherung - für wenn es brennt in der IT. Foto: Myriam Zilles via Pixabay

„Brauchen wir eine Cyber-Versicherung?“

Die Fragen hören wir oft. Doch die Fakten sprechen für sich.

„Braucht mein Unternehmen wirklich eine Cyber-Versicherung?“

Ja. Genau, wie jedes Holzhaus eine Feuerversicherung braucht.

 Dieser Vergleich ist nicht übertrieben. E-Mail, Buchhaltung, Warenwirtschaft, Steuerung – praktisch alles ist heute digital. Das schafft gewaltige Angriffsflächen, in so gut wie jedem Unternehmen. Ein Funke genügt, um das Holzhaus zu vernichten. Ein unvorsichtiger Klick eines Mitarbeiters, eine unentdeckte Sicherheitslücke genügt, um Ihr komplettes Unternehmen lahmzulegen.

  • Wie lange ist bei Ihnen der Betrieb unterbrochen, wenn sämtliche Daten im gesamten Unternehmen plötzlich verschlüsselt und nicht mehr lesbar sind? Alle E-Mails, alle Zahlungsvorgänge, alle Personaldaten, alle Kundenadressen etc. etc.? Wenn alle Informationen wiederbeschafft, alle Systeme neu installiert werden müssen?
  • Geraten personenbezogene Daten in die falschen Hände, muss jeder einzelne Betroffene benachrichtig werden – und jeder kann Schadenersatz fordern – ehemalige Kunden, Interessenten, frühere Geschäftspartner und Mitarbeiter, alle, deren Namen, Adressen oder Zahlungsdaten gestohlen wurden. Von Bußgeldern und dem Imageschaden haben wir da noch gar nicht gesprochen. Genauso wenig wie von den Kosten für IT-Notfallexperten, PR-Krisenberater und spezialisierten Anwälten.
  • Schließlich sind da noch die Eigenschäden nach IT-Fehlfunktionen und Cyberangriffen: Sachschäden durch Fehlsteuerung zum Beispiel oder Vertragsstrafen durch Software-Fehlfunktionen.

Diese Schäden lassen sich allesamt versichern. Angesichts des Risikos eine sehr sinnvolle Option.


„Schutz vor Cyber-Angriffen? Unsere IT-Leute sind da Experten“

Eine Brandschutzversicherung ist auch dann sinnvoll, wenn man Feuerlöscher hat (und umgekehrt).

Technische Schutzmaßnahmen (Virenschutz, Firewall, regelmäßige Aktualisierungen etc.) sind unverzichtbar. Aber Technik kann das Risiko nie auf null absenken – schon weil der Mensch bei vielen Cyberangriffen die entscheidende Schwachstelle darstellt. Im Gegenteil. Versicherung und konkrete Schutzmaßnahmen sind keine Alternativen, sie ergänzen sich gegenseitig.

Eine Cyber-Versicherung fängt das unvermeidliche Restrisiko auf.

„Gemessen am Risiko ist eine Cyber-Versicherung doch viel zu teuer“

Nein, im Gegenteil: Die Versicherungskosten liegen in der Regel bei maximal einem Promille des Jahresumsatzes.

Im Verhältnis zu den Versicherungskosten und dem Schadensrisiko ist es betriebswirtschaftlich absolut sinnvoll, Cyber-Risiken zu versichern. Es gibt unterschiedliche Policen mit unterschiedlichen Versicherungsbedingungen. Doch in aller Regel beträgt die Versicherungsprämie nicht mehr als maximal ein Promille des Jahresumsatzes. Nur bei Kleinunternehmen oder besonders gefährdeten Unternehmen liegen die Versicherungskosten regelmäßig etwas höher.

Im Gegenzug bietet die Cyber-Police einen breiten Querschnitt an Versicherungsleistungen: Sie deckt Personen- und Sachschäden ab, die durch IT-Sicherheitsverletzungen entstehen, aber auch die Schadenersatzpflicht, die daraus resultiert. Zudem ist in vielen Policen Rechtsschutz enthalten. Außerdem stellen die Versicherer im Schadensfall oft eine Art schnelle Eingreiftruppe bereit: IT-Experten, spezialisierte Rechtsanwälte und Leute für Krisen-PR, die dann sofort helfen.

Cyber-Versicherungsschutz ist nicht teuer. Jedenfalls dann nicht, wenn der Versicherungsvertrag zum Unternehmen passt.

„Wer sich gegen Cyber-Angriffe versichert, kümmert sich automatisch weniger um IT-Sicherheit, oder nicht?“

Wird ein Holzhausbesitzer mit Feuerversicherung automatisch nachlässiger im Umgang mit offenen Flammen?

Wer eine Cyber-Versicherung abschließt und dann die Vorsicht im Internet aufgibt, schadet vor allem sich selbst. Eine Cyber-Versicherung abschließen und dann auf vernünftige Passwörter verzichten, das ist wie die Haustür offen lassen, weil man gegen Einbruchschäden versichert ist. Die Versicherungsgesellschaft stört das weniger – sie leistet dann einfach nicht.

Der Abschluss einer Cyber-Versicherung zeigt gerade, dass man sich der digitalen Bedrohungen bewusst ist.

Die Cyber-Versicherung ist eine sinnvolle Antwort auf ein akutes Risiko

Die Bedrohung durch Hacker, Viren und Trojaner lässt sich nicht mehr ignorieren: Die Frage ist nicht ob, sondern wann ein Unternehmen betroffen ist.

Gleichzeitig werden Datenschutz- und Compliance-Anforderungen immer strenger.

Eine Cyber-Versicherung bietet in dieser Situation auf ähnliche Art Schutz wie eine Krankentagegeld-Versicherung für die Arbeitsfähigkeit von Selbstständigen: Sie kann den Ausfall nicht verhindern. Aber sie sorgt dafür, dass die wirtschaftlichen Folgen beherrschbar bleiben.

Wir von acant sind Experten für Cyber-Versicherungsschutz. Rufen Sie uns an: Wir beantworten Ihre Fragen. Kostenlos und ausführlich.

Schwachstelle Fenster Versicherungsfall - - Foto von Анастасия Гепп via Pixabay

Ausgesperrt? Aber nicht lange …

Ausgesperrt – und der Schlüssel ist in der Wohnung? Eine vertrackte Situation. All oft leichter lösen lässt als gedacht – zu leicht, aus Sicht der Versicherungsbedingungen.

Und schon ist man drin

Sie gehen aus der Wohnung und ziehen die Tür zu. Dann fällt es Ihnen ein: Der Schlüssel ist noch drin. Ärgerlich, nicht wahr?
Aber vielleicht haben sie ja Glück, und irgendwo ist ein Fenster oder die Balkontür gekippt. Das reicht schon:

Oder Sie ersparen sich die Kletterei. Wenn Sie nicht gerade eine selbstverriegelnde Tür haben, reicht in der Regel eine Fahrradspeiche, ein fester Draht, oder ein krummes, aber festes Stück Plastik, z. B. von einer Cola-Flasche. Damit kriegt man eine Tür auf, die nur zugezogen wurde. Sehen Sie selbst:

Und wo ist das Problem?

Das Problem besteht darin, dass auf die Art auch Einbrecher schnell drin sind. Und wenn Sie es denen zu einfach machen, dann droht doppelter Schaden: Dann kommt die Versicherung nicht für die Einbruchsschäden auf. Wegen Fahrlässigkeit. Das gilt auch für die altbekannte Sache mit dem Schlüssel unter dem Fußabtreter oder unter dem Blumentopf neben der Tür.

Und am Rechner?

Aussperren kann man sich bekanntlich auch vom Computer, oder Smartphone, oder aus der Banking-App, oder all den anderen digitalen Dingen, für die man ein Passwort oder eine PIN braucht. Deshalb gibt es dort das Gegenstück zum Schlüssel unterm Blumentopf: den Klebezettels am Schreibtisch.

Aber damit ist im Falle eines Falles der Versicherungsschutz ebenfalls dahin.

Lieber einmal fürs Öffnen zahlen als auf dem Einbruchsschaden sitzen bleiben

  • Mit den Tipps oben sparen Sie sich den Schlüsseldienst. Wenn Sie jedoch beim Gehen Fenster gekippt lassen und die Tür nur zuziehen, sparen Sie Ihrer Versicherungsgesellschaft Geld. Die muss ja dann nicht leisten, falls jemand einbricht.
  • Ganz ähnlich ist es mit Passwörtern, die auf PostIt-Zetteln notiert neben dem Gerät kleben. Weg damit!
  • Und schließlich: Solche Fahrlässigkeit ist auch bei Unternehmensversicherungen nicht gedeckt. Deshalb: Sind Sie sicher, dass niemand von Ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern leichtsinnig ist?

Übrigens: Wenn Sie wissen wollen, was Ihre Versicherungsbedingungen sonst noch ein- bzw. ausschließen, dann fragen Sie uns. Wir von acant verstehen das Kleingedruckte, und übersetzen es gern für Sie in normales Deutsch.

Geschäftsführerhaftung - Symbolbild Foto: Lena Lindell via Pixabay

GmbH-Geschäftsführerhaftung? Da gibt es doch was vom … Versicherungsmakler

Die Haftung der Gesellschaft ist beschränkt. Nicht die des GmbH-Geschäftsführers.

Sind Sie Geschäftsführer einer GmbH oder auch einer UG (haftungsbeschränkt)? Oder planen Sie die Gründung einer GmbH oder UG, bei der Sie auch selbst die Geschäftsführung übernehmen wollen?

Dann sollten Sie über die GmbH-Geschäftsführerhaftung Bescheid wissen, zumindest in Grundzügen. Und Sie sollten wissen, dass Sie das Risiko persönlicher Haftung durch eine D&O-Versicherung ein gutes Stück weit entschärfen können. (Im Regelfall zahlt die Gesellschaft die Versicherungsprämie.)

Fiktives, aber realistisches Beispiel: Trojaner ruiniert GmbH-Geschäftsführer

Wenn keine Manager-Haftpflichtversicherung vorhanden ist, kann die GmbH-Geschäftsführerhaftung das komplette private Vermögen aufzehren, bis zur Pfändungsgrenze. Und dazu kommt es schneller als gedacht.

Nehmen wir ein (fiktives, aber realistisches) Beispiel: Einer Ihrer Mitarbeiter infiziert mit einem einzigen unvorsichtigen Klick Ihr Firmennetzwerk mit Ransomware. Der Verschlüsselungstrojaner macht im Hintergrund sämtliche Dateien unlesbar. Dann erscheint eine Erpresserbotschaft: 10 Bitcoin für den Code, der die Daten wieder entschlüsselt.

Im Unternehmen geht aufgrund der Verschlüsselung nichts mehr. Sie suchen erst einmal jemand, der weiß, wie man Bitcoin erwirbt und an die Erpresser transferiert. Leider ist die fünfstellige Euro-Summe für den Eintausch der Kryptowährung umsonst, sie erhalten keinen Dateischlüssel. Damit liegen Buchhaltung, Vertrieb und alle anderen Abteilungen lahm, weil kein Zugriff auf Kundendaten, Bestellungen, Abrechnungsprogramme und dergleichen mehr besteht. Betriebsunterbrechung und Lieferverzögerungen sorgen für Auftragsstornierungen und Umsatzverluste. Kunden springen ab, der Ruf des Unternehmens ist schwer beschädigt.

Und dafür macht man Sie verantwortlich, als Geschäftsführer der GmbH. Sie haben sich auf Ihren IT-Administrator verlassen, dessen System zur Datensicherung war jedoch der Aufgabe nicht gewachsen. Die Gesellschafter fordern von Ihnen Schadenersatz für sämtliche Schäden, die der Trojaner angerichtet hat: eine siebenstellige Summe.

Bei jeder Sorgfaltspflichtverletzung droht Haftung

Auch wenn dieser Irrglaube kaum auszurotten ist: Die Haftung mit Ihrem gesamten persönlichen Vermögen droht Ihnen als GmbH-Geschäftsführer keineswegs nur bei Insolvenz der Gesellschaft oder klarem Fehlverhalten in der Geschäftsführung.

Auch durch sogenannte Sorgfaltspflichtverletzungen können Sie sich schadenersatzpflichtig machen, weil Sie Ihre Aufgaben nicht mit der „Sorgfalt eines ordentlichen Kaufmanns“ versehen haben. (Diese Formulierung stammt direkt aus § 43 GmbH-Gesetz.)

Ob im konkreten Fall eine Verletzung der Sorgfaltspflicht vorliegt, ist eine Ermessensfrage. Eine völlig risikofreie Geschäftsführung ist schließlich nicht möglich. Als Sorgfaltspflichtverletzung kann es beispielsweise gelten, wenn …

  • Sie ein offensichtliches Risiko nicht versichert haben, obwohl das möglich gewesen wäre (z. B. Überschwemmungsschäden auf einem Grundstück in Ufernähe, aber auch die Folgen eines Ransomware-Angriffs)
  • nach einem Arbeitsunfall mit hohem Personenschaden der Vorwurf mangelhafter Sicherheitsvorkehrungen erhoben wird
  • ein Rechtsmittel nicht eingelegt wurde, etwa eine Klage, die dem Unternehmen unter Umständen Geld eingebracht hätte.

Im Zweifel entscheidet am Ende ein Richter darüber, ob Sie die konkrete Entscheidung zum Wohle der GmbH und frei von Interessenkonflikten getroffen haben, sich dabei ausreichend informiert hatten und kein unangemessenes Risiko eingegangen sind – also die nötige Sorgfalt an den Tag gelegt haben. Von seinem Urteil kann Ihr persönliches, finanzielles Schicksal abhängen.

In der Praxis besonders gefährlich: Überschuldung, Zahlungsunfähigkeit, Insolvenz

Zu Schadenersatzansprüchen gegen GmbH-Geschäftsführer kommt es besonders häufig in Folge von Überschuldung, Zahlungsunfähigkeit und Insolvenz der Gesellschaft. Nur zwei der damit verbundenen Hauptrisiken für den Geschäftsführer:

  • Er haftet mit seinem Privatvermögen für jede Zahlung, die trotz Insolvenzreife angewiesen wurde und nicht mit der „Sorgfalt eines ordentlichen Geschäftsmanns“ vereinbar ist. (Leitender Gesichtspunkt dafür ist das Interesse der Gläubiger, nicht die Perspektive der Geschäftsführung.)
  • Der Geschäftsführer haftet außerdem, wenn die Gesellschaft zu einem bestimmten Termin rechnerisch überschuldet oder zahlungsunfähig ist und er nicht unverzüglich, spätestens jedoch innerhalb von drei Wochen, Insolvenzantrag stellt. Mit jedem Tag, den die GmbH sich ab dann weiterschleppt, Ausgaben hat und neue Verträge abschließt, wächst die Liste der potenziellen Schadenersatzforderungen. Deshalb folgt aus der Insolvenz der Gesellschaft schnell der private Ruin des Geschäftsführers.

Das ist längst noch nicht alles in Sachen GmbH-Geschäftsführerhaftung

Wohlgemerkt: Das sind längst nicht alle Haftungsrisiken, mit denen ein GmbH-Geschäftsführer konfrontiert ist. Die Liste könnte noch lange fortgesetzt werden, etwa um die Haftung für Fehler von Mitgeschäftsführern, die Haftung für die Forderungsausfälle von Lieferanten, die besonderen Haftungsrisiken für nicht abgeführte Steuern und Sozialversicherungsbeiträge, die Haftung für mangelhafte Compliance etc. etc.

Anders gesagt: Die Haftungsmaterie ist ein komplexes Thema im GmbH-Recht, zu dem es viele Regalmeter an Literatur gibt. Die praktischen Auswirkungen der Rechtslage sind jedoch alles andere als abstrakt.

Und dazu kommt noch ein Punkt: Viele dieser Haftungstatbestände stehen mit Straftatbeständen in Verbindung. Das bedeutet: Erst drohen ein Strafverfahren mit Strafprozess und Verurteilung – und in der Folge noch eine existenzvernichtende Schadenersatzforderung.

„So etwas passiert mit unserer GmbH ja nicht.“

Trotzdem erlebe ich es häufig, dass GmbH-Geschäftsführern das Bewusstsein für ihr persönliches Risiko fehlt. Natürlich kann man darauf setzen, dass schon nichts passieren wird. Aber das ist dann eben Vogel-Strauß-Politik. Denn zu einer Insolvenz oder zum Vorwurf einer Sorgfaltspflichtverletzung kommt es keineswegs nur bei unfähigen Geschäftsführern – das ist schlicht ein allgemeines Berufsrisiko.

Die GmbH-Geschäftsführerhaftung lässt sich versichern. Fragen Sie uns einfach!

Zum Glück kann man vorbauen: durch eine D&O-Versicherung, die Schadenersatzforderungen aus der GmbH-Geschäftsführerhaftung abdeckt. Weil die Haftungsfragen rechtlich so komplex sind, kommt es bei einer Geschäftsführer-Haftpflichtpolice sehr auf die Versicherungsbedingungen an.

acant ist auf D&O-Versicherungen spezialisiert. Haben Sie Fragen? Wir beraten Sie gern, und selbstverständlich kostenlos.

Sorglose Mitarbeiter und Ransomware - Risiko (Symbolbild) - Foto: rawpixel via Pixabay

Cyberangriffe durch Ransomware: Ihre Mitarbeiter sind das Hauptrisiko – und Ihre Präventionschance

Ransomware und kleinere Unternehmen

Heute möchte ich gern drei Erfahrungen zur Diskussion stellen, die Ransomware-Angriffe auf kleinere Unternehmen betreffen – und wie man sie erfolgreich verhindert.

Schließlich sind wir davon als Versicherungsmakler mit betroffen: Wir von acant vermitteln seit vielen Jahren Cyber-Versicherungen, die auch die Schäden durch Ransomware abedecken. Und zur Betreuung gehört es selbstverständlich, dass wir uns im Schadensfall kümmern.

Die ganz kurze Version:

  • Ransomware bedroht auch kleinere Unternehmen von überschaubarer Größe.
  • Schwachstelle Nr. 1 für solche Cyberangriffe: Ihre Mitarbeiter. Diese Sicherheitslücke lässt sich nicht dadurch schließen, dass die Technologie auf aktuellem Stand ist.
  • Ihr großer Vorteil als kleinerer Betrieb: Sie erreichen Ihre Leute und haben sie im Blick. Das lässt sich zur Prävention nutzen!

Ransomware, Erpresser-Software, verschlüsselt still und heimlich auf dem befallenen Rechner und im gesamten Netzwerk alle Dateien, auf die sie Zugriff bekommt. Dann erscheint ein Hinweisfenster mit der Aufforderung, Geld zu zahlen, wenn man den Schlüssel zum Wiederlesbarmachen der Daten haben will. In Folge von Ransomware-Angriffen fallen ganze Firmennetzwerke oft tage- und wochenlang aus. Selbst beim Bezahlen der Forderung hat man keine Garantie, dass man die Daten wiederbekommt. Und häufig werden die Daten nicht nur verschlüsselt, sondern auch entwendet, z. B. Bankzugänge und Zahlungsinformationen.

Für Ihr Unternehmen ist Ransomware kein Thema?

Selbst wenn eine Firewall installiert ist und Aktualisierungen sofort eingespielt werden, wenn regelmäßige Backups gemacht werden und überall Virenschutz läuft: Sind Sie sicher, dass keines der folgenden Szenarien bei Ihnen stattfinden kann?

  • Ein Mitarbeiter bekommt eine etwas verwirrend formulierte Nachricht geschickt. Absender ist ein langjähriger Geschäftspartner. Er öffnet die mitgeschickte Datei, um herauszufinden, was dahintersteckt – und installiert damit den Trojaner.
  • Oder: Einer Ihrer Leute flirtet seit einiger Zeit mit einer Zufallsbekanntschaft aus dem Internet. Heute schickt sie ihm endlich ein paar Fotos von sich … Rest: Siehe oben.
  • Dritte Variante: Jemand nutzt das Firmennetz für private Downloads. Leider ist die heruntergeladene Datei nicht das, was sie vorgibt …

Wenn so etwas auch bei Ihnen denkbar ist, wie übrigens in den meisten Unternehmen, dann hat Sie bisher nur Ihr Glück vor einer Infektion mit Ransomware bewahrt.

Es geht ganz schnell. Und es trifft nicht nur Idioten.

Verschärfend kommt hinzu, dass die Angriffe immer hinterhältiger werden und oft so gut getarnt sind, dass auch normal intelligente Menschen leicht ins Netz gehen. Zu den neueren Tricks gehören Mails mit dem Handy-Foto eines Dokuments. Das ist gerade etwas zu klein, um lesbar zu sein. Da klickt man doch fast automatisch auf das Bild, um es zu vergrößern, nicht wahr? Und schon ist man infiziert.

Besonders heimtückisch ist sogenannte „polymorphe“ Malware: Schadprogramme, die bei jedem neuen Angriffsziel interne Dateibezeichnungen, die Verschlüsselung, die Kompression oder andere Merkmale verändern, um unter dem Radar der Virenscanner hindurch zu fliegen. Identisch bleibt allerdings die Schadfunktion, die dann beispielsweise alle Daten im System verschlüsselt.

Ganz wichtig: Risikobewusstsein

Im Grund hilft gegen Ransomware und andere Cyber-Attacken nur das, was ältere Menschen vor Enkeltrick-Betrügern schützt: fest verwurzeltes, gesundes Misstrauen, und das Wissen um das Risiko. Das dürfte dem einen oder anderen Arbeitnehmer von Haus aus jedoch fehlen.

Deshalb tut Aufklärungsarbeit Not. Natürlich müssen nicht sämtliche Kollegen IT-Experten werden. Aber sie müssen die Gefahr im Hinterkopf haben, die hinter jeder E-Mail und jedem Dateiaustausch lauern kann. Sie müssen lernen, im Zweifel nicht zu klicken. Und dass sie jederzeit fragen können, wenn ihnen etwas merkwürdig vorkommt.

Maßnahme eins: Awareness-Schulungen

„Security Awareness“-Schulungen bringen wenig, wenn ein großer Experte eine Stunde lang unverständlich daher redet und die Mitarbeiter derweil die Gehirnwindungen baumeln lassen.

Aber es geht ja auch anders: mit Praxisbezug und eindringlichen Beispielen, damit die Zuhörer etwas für ihren Arbeitsalltag mitnehmen. Dann können Schulungen das praktische Sicherheits-Level im Betrieb wirklich erhöhen und sind allemal ihr Geld wert. (Wenn Sie niemand kennen, der solche Schulungen durchführt, kann ich gern Empfehlungen geben.)

Im Idealfall wissen Ihre Leute hinterher nicht nur, wie Ransomware verbreitet wird. Sie verstehen auch, dass man den Befall gar nicht sofort bemerkt, sondern meistens erst dann, wenn die ominöse Nachricht auf dem Bildschirm austauscht, alle Dateien verschlüsselt und erreichbare Backups gelöscht sind.

Natürlich sollte der Chef persönlich auch teilnehmen. Damit alle sehen, dass ihm das Thema wirklich wichtig ist.

Maßnahme zwei: Einfache Verhaltensregeln aufstellen

Das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) hat gerade eine „IT-Notfallkarte für KMU“ herausgebracht. Die soll in kleineren Unternehmen neben der Notfallkarte zum Verhalten im Brandfall hängen, so die Idee. Darauf stehen Leitfragen wie „Wer meldet?“ oder „Welches IT-System ist betroffen?“

Na ja. Sinnvoller erscheint mir, dass es ein paar feste Grundsätze gibt, die jeder verstehen und umsetzen kann.

  • Einen Ansprechpartner, den man fragen kann, wenn man sich bei einem Dokument nicht sicher ist.
  • Fragen ist erlaubt – lieber einmal zu viel als einmal zu wenig.
  • Einfache Hinweise wie: „Wenn mir die Datei, die ich gerade geöffnet habe, komisch vorkommt, und ich befürchte, dass es sich um Ransomware handelt: Gerät aus, WLAN-Router aus, Netzstecker ziehen, alle informieren.“
  • Und natürlich alle üblichen Regeln zur IT-Sicherheit – angemessener Passwortschutz, systematische Datensicherung, alle Updates installieren, Rechte vergeben, damit nicht jeder überall Zugriff hat etc. etc.

Maßnahme drei: Ihre Leute im Blick behalten

Der große Vorteil in einem kleineren Unternehmen: Sie kennen Ihre Leute persönlich. Sie können einschätzen, wer unvorsichtig genug sein könnte, triebgesteuert auf angebliche scharfe Videos zuzugreifen. Oder für wen die Technik ohnehin so kompliziert ist, dass er weder Datei-Typen unterscheiden noch Header-Zeilen in einer E-Mail verstehen wird.

Sie können Ihre Mitarbeiter individuell vergattern, und dafür sorgen, dass für bestimmte Kandidaten besondere Regeln gelten. Sorgen Sie dafür, dass jedem einzelnen klar wird, wie schnell digitale Dämlichkeit zu fünf- oder sechsstelligen Einbußen führt. Alle Firmendaten weg, der Betrieb tagelang geschlossen, die Kunden vergrault – dass man sich damit keine Freunde macht, verstehen Ihre Mitarbeiter dann schon.

Maßnahme vier: Versichern

Schäden durch Ransomware und andere Cyber-Angriffe versichern ist die Sicherheitsmaßnahme überhaupt. Die Kosten für eine Cyber-Versicherung liegen in den meisten Fällen im Promillebereich des Jahresumsatzes. Gemessen am Risiko ist es das allemal wert.

Eine Cyber-Versicherung deckt als Querschnittsversicherung verschiedene Schadensfolgen ab. Der genaue Deckungsumfang hängt vom Produkt und der konkreten Police ab. In Bezug auf Ransomware wären dies beispielsweise:

  • Sachschäden (die etwa dadurch entstehen, dass im Wortsinn der Stecker gezogen und der Server nicht korrekt heruntergefahren wird.
  • Die Haftpflicht: das ist bei solchen Angriffen oft mit der teuerste Posten, denn Schadenersatz kann jeder fordern, dessen persönliche Daten entwendet wurden, aber auch Geschäftspartner und Kunden, denen gegenüber Fristen nicht eingehalten werden und dergleichen mehr
  • Rechtsschutz: Anwalts- und Gerichtskosten, die in Folge der Verschlüsselung vestehen
  • Flankierende Leistungen zur Schadensminderung: Die Versicherung bezahlt IT-Experten zur Behebung der Schäden und zur Aufklärung des Vorfalls, Anwälte und PR-Leute, die Sofortmaßnahmen ergreifen etc. In vielen Fällen vermittelt die Versicherungsgesellschaft diese Experten auch gleich selbst.

Rufen Sie einfach an, wenn Sie Fragen haben, oder schicken Sie uns eine kurze Nachricht. Bei acant gilt: Beratung ist Ehrensache. Und selbstverständlich kostenlos.

Angriffe auf Unternehmen - Versichern hilft (Clker-Free-Vector-Images via Pixabay)

Angriffe auf Unternehmen: Eine Statistik sagt mehr als tausend Worte

Angriffe auf Unternehmen sind Alltag

Zum Thema „Angriffe auf Unternehmen“ lieferte der Bitkom klare Zahlen. Sie sprechen für sich:

Infografik: So werden Unternehmen angegriffen | Statista

Wie der IT-Branchenverband Bitkom zeigt, kamen 2018 bei rund einem Drittel der Unternehmen Smartphones, Laptops oder andere Geräte weg. Ein weiteres Fünftel war „vermutlich betroffen“.

Der Schaden beschränkt sich dann nicht nur auf die Kosten der Neuanschaffung. Wenn auf dem Gerät persönliche Informationen von Privatkunden oder vertrauliche Daten von Geschäftspartnern waren, dann haftet das „Verlierer-Unternehmen“ grundsätzlich für alle Schäden, die sich daraus ergeben.

Und es muss alle Betroffenen vom Verlust personenbezogener Daten in Kenntnis setzen. Schon das ist ein immenser Aufwand.

Zum Glück ist das alles versicherbar – und zwar vergleichsweise günstig.

Das gilt für alle Schäden durch die in der Infografik genannten Angriffe, also auch für digitale Sabotage, Datendiebstahl, und natürlich „analoge“ Angriffe mit physischem Diebstahl oder handfester Sabotage: Sie können Ihr Unternehmen dagegen versichern, und das zu überschaubaren Kosten.

Fragen Sie uns einfach. Wir von acant klären mit Ihnen gemeinsam, welche Deckungen für Ihr Unternehmen wichtig und sinnvoll sind, und auf was Sie verzichten können. Anschließend suchen wir für Sie die günstigsten Anbieter mit der passenden Police.

Rufen Sie uns einfach an!

Sachschadendeckung für die IT - Image by andreas160578 from Pixabay

Sachschäden durch Bedienfehler und unbefugte IT-Nutzung der eigenen Leute? Auch dafür gibt es eine Cyber-Deckung

Klassischerweise deckt eine Cyberversicherung drei Arten von Schäden:

  • Sie übernimmt Kosten, die nach einer Cyber-Angriff entstehen, etwa für die Feststellung des Tathergang, für die schnelle Wiederherstellung der Systeme und Daten sowie für den Soforteinsatz spezialisierter Rechtsanwälten und Notfall-PR-Berater.
     
  • Sie übernimmt den Schadenersatz an Dritte, etwa weil Hacker Personendaten Dritter bei Ihnen gestohlen haben, oder weil Sie nach einer Trojanerattacke Lieferfristen nicht einhalten konnten.
     
  • Sie bezahlt für Schäden, die durch solche Betriebsunterbrechungen entstehen.

Und wenn der Schaden hausgemacht ist?

Allerdings bleibt eine weitere Art Schaden dabei außen vor: Sachschäden, die auf nicht autorisierter oder sachgerechter IT-Nutzung beruhen und deren Verursacher im eigenen Haus sitzen. Dazu gehören Saboteure aus den eigenen Reihen (ein beträchtliches Risiko!), aber auch überforderte und schusselige Mitarbeiter (ebenfalls eine handfeste Gefahr).

Fragen Sie sich selbst: Welche Sachschäden kann Ihnen durch einen bösartigen oder tollpatschigen Arbeitnehmer entstehen? Und wie leicht könnte es dazu kommen?

Cyber-Versicherung umfasst Sachschäden durch Bedienfehler und unbefugte IT-Nutzung

Bislang waren solche Eigenschäden wenn überhaupt, dann nur in der Deckung einer Elektronik- oder Maschinenversicherung enthalten. Neuerdings gibt es auch die Möglichkeit, sie als Teil einer Cyberversicherung zu versichern.

Versichert sind dabei nicht nur Sachschäden an digitalen Geräten und Maschinen selbst, die durch falsche oder unbefugte Nutzung der IT-Systeme entstehen. Dieses Schadensrisiko ist besonders hoch: Sensible digitale Technologie verträgt nicht viel an grober Fehlbedienung.

Aber der Schaden kann noch größer sein. Ganze Maschinen, Lager voller Waren oder sogar das gesamte Betriebsgebäude können beschädigt werden. Dafür genügen bereits ein falsch programmiertes Klimasystem, das zu Schimmelbildung führt, oder der dilettantische Umgang mit der Steuerung der Sprinkler-Anlage samt anschließendem Wasserschaden. Auch solche Schäden sind in der neuen Deckung grundsätzlich enthalten.

Beispiele für versicherte Cyber-Sachschäden

  • Ein Bedienfehler des zuständigen Ingenieurs legt die Systeme zur Luftreinhaltung in den Produktionsräumen lahm. Das führt zu einem Ausfall der sensiblen, extrem staubempfindlichen Maschinen.
  • Eine von Administrator falsch installierte Software bewirkt eine Fehlsteuerung der automatisierten Fertigungsanlage. Die so erzeugten Produkte sind unbrauchbar, die Maschine selbst muss aufwendig repariert werden.
  • Ein neuer Mitarbeiter ändert eigenmächtig die Einstellungen der CNC-Fräsmaschine. Prompt werden drei Tage lange Aluminiumprofile mit falschen Bohrungen versehen, bis der Fehler auffällt. Die Profile sind damit Ausschuss.

In solchen Fällen kann sich das versicherte Unternehmen die Kosten für das Material, die Neuproduktion und die Reparaturen erstatten lassen.

„Lohnt sich das für uns?“ Das lässt sich nur individuell beantworten

Ob dieses neue Cyberversicherungs-Angebot eines namhaften Versicherers für Ihr Unternehmen attraktiv ist, oder ob Sie das Risiko besser anders versichern (etwa durch eine Maschinenversicherung oder eine Elektronikversicherung), das kläre ich gern mit Ihnen gemeinsam. Vielleicht macht es für Sie auch schlicht keinen Sinn, dafür Geld auszugeben. Das hängt von Ihrem Unternehmen, Ihrer Geschäftstätigkeit und den bestehenden Versicherungen ab.

Rufen Sie mich einfach an – das kostet Sie nichts, denn als Versicherungsmakler bekomme ich erst Geld, wenn Sie sich eine Versicherung vermitteln lassen. Und dann bezahlt in der Regel der Versicherer meine Courtage.

D&O-Versicherung - Symbolblid von A. Krebs auf Pixabay

Als GmbH-Geschäftsführer sollten Sie Ihre D&O-Versicherung prüfen lassen – möglichst bald

Von wegen „mit beschränkter Haftung“ – Geschäftsführer haften mit ihrem gesamten Privatvermögen

Geschäftsführer einer GmbH oder einer anderen Kapitalgesellschaft haben eine riskante Position. Vielen Geschäftsleuten, die eine GmbH leiten, ist dies nicht klar. Dabei sind die Risiken ganz real: im Zweifel haften sie für Fehler mit dem gesamten privaten Vermögen. Besonders riskant sind finanzielle Schieflagen der GmbH.

So gesehen ist nicht viel dran an der „beschränkten Haftung“.

Das sollte man wissen, wenn man eine GmbH leitet

  • Geschäftsführer haften nicht nur bei Vorsatz oder bei grob fahrlässigen Fehlentscheidungen. Ihnen droht schon bei geringer Fahrlässigkeit die volle Haftung für die gesamten Schäden, der den Gesellschafter oder den Gläubigern der Gesellschaft entsteht.
  • Die Rechtsprechung zieht in Sachen Geschäftsführer-Haftung die Zügel immer weiter an. Gerade in den letzten Jahren haben einige Urteile das Haftungsrisiko weiter vergrößert.
  • Die Haftung kann in den persönlichen Ruin führen: Die Gesellschaft oder der Insolvenzverwalter können grundsätzlich Schadenersatzansprüche bis zur Pfändungsgrenze durchsetzen. Haus und Auto sind dann in der Regel weg. Und auch die Altersvorsorge ist akut gefährdet.
  • Die größten Haftungsrisiken drohen nicht von Lieferanten der Gesellschaft o. ä. Meistens sind es Gesellschafter, die auf Schadenersatz bestehen, und vor allem Insolvenzverwalter, die Ersatz für Zahlungen fordern, die „kurz vor Schluss“ vorgenommen wurden.

„Aber ich habe doch eine D&O-Versicherung?“

Angesichts des Risikos ist eine Manager-Haftpflichtversicherung für Geschäftsführer, eine sogenannte D&O-Versicherung, mehr als sinnvoll. Sie wird (in der Regel) vom Unternehmen abgeschlossen und bezahlt, versichert ist jedoch der Geschäftsführer. Oder vielmehr seine Inanspruchnahme, falls er für seine Entscheidungen haftet.

Allerdings muss man bei D&O-Versicherungen sehr genau hinschauen. Ob die Versicherung im Ernstfall ihre Funktion als Sicherheitsnetz erfüllt, hängt sehr davon ab, was wirklich versichert worden ist. Hier gibt es auch und gerade bei Manager-Haftpflichtversicherungen bedeutende Unterschiede.

Haftung für Zahlungen nach Insolvenzreife

Ein gutes Beispiel dafür lieferte ein Urteil des Oberlandesgerichts Düsseldorf vom letzten Jahr (OLG Düsseldorf, 20. Juli 2018 – 4 U 93/16). Dabei ging es um eines der Haupt-Haftungsrisiken für Geschäftsführer, das sich aus § 64 Satz 1 GmbH-Gesetz ergibt: „Die Geschäftsführer sind der Gesellschaft zum Ersatz von Zahlungen verpflichtet, die nach Eintritt der Zahlungsunfähigkeit der Gesellschaft oder nach Feststellung ihrer Überschuldung geleistet werden.“

Daraus folgt, ganz praktisch gesagt:

  • Wenn die Geschäftsführung der GmbH das Ausmaß der finanziellen Schieflage nicht erkennt, oder sie zwar erkennt, aber in der Hoffnung auf Rettungsmöglichkeiten nicht rechtzeitig Insolvenzantrag stellt, …
  • … dann wird der Insolvenzverwalter später von den Geschäftsführern Ersatz für alle Zahlungen fordern, die dann noch getätigt wurden. (Wenn er das nicht tut, haftet er nämlich selbst.)

Aus der genannten Entscheidung des OLG Düsseldorf folgt nun, dass solche Forderungen des Insolvenzverwalters an den früheren Geschäftsführer nur dann von dessen D&O-Versicherung bezahlt werden müssen, wenn die Haftung aus § 64 GmbHG auch explizit in den Versicherungsbedingungen erwähnt wird.

D&O-Versicherungsvertrag überprüfen lassen – und nur mit Beratung neu abschließen

Dieses Urteil hat handfeste Konsequenzen:

  • GmbH-Geschäftsführer sollten von uns prüfen lassen, ob die Deckung ihrer D&O-Versicherung die angesprochene Haftung umfasst. Ist dies nicht der Fall, muss die Police angepasst oder der Versicherer gewechselt werden.

  • Wer als Gründer für sein Start-Up die Rechtsform GmbH oder UG (haftungsbeschränkt) wählt, sollte unbedingt mögliche Forderungen aus der Geschäftsführer-Haftung versichern. Dabei muss man jedoch genau hinschauen: Haftung im Insolvenzfall – für Gründer ein besonderes Risiko – ist in vielen Start-Up-Policen ausgeschlossen. Auch hier sollten Sie mit uns sprechen.

Wir beraten Sie kostenlos, und als Spezialmakler für D&O-Versicherungen kennen wir den Markt sehr genau. Außerdem geht es uns nicht um den schnellen, einmaligen Abschluss. Wir möchten Ihre Versicherungen gern langfristig betreuen. Das setzt zufriedene Kunden voraus.
Rufen Sie uns an (0176 1031 8791) oder schreiben Sie uns eine Nachricht, wir melden uns umgehend zurück.