Versicherungssumme - Daumenregel, Symbolbild: Luisella Planeta Leoni via Pixabay

Versicherungssumme bestimmen: Daumenregel für Unternehmen

Sinnvolle Versicherungssumme: In welcher Höhe sollen wir das versichern?

Bei Sachversicherungen wie einer Maschinenversicherung oder Gebäudeversicherung lässt sich die sinnvolle Höhe der Versicherungssumme relativ leicht bestimmen. Der wichtigste Parameter sind die Gestehungskosten, also die Anschaffungs- bzw. Baukosten bzw. der Wiederbeschaffungswert

Schwieriger wird es bei Versicherungen wie der Cyberversicherung, einer Haftpflicht- oder Vertrauensschadenversicherung. Sie sichern abstraktere Risiken ab. Natürlich kann man prinzipiell auch hier durch ausgefeilte Kostenrechnung die optimale Versicherungssumme bestimmen. Aber dafür benötigt man dann sehr detaillierte Zahlen. Entscheidende Faktoren sind unter anderem die Bonität, der Umsatz, die geschäftliche Prognose oder auch der Wert der Marke.

Versicherungshöhe: Die bewährte Daumenregel

Trotzdem sollte es nicht nur vom Bauchgefühl abhängen, in welcher Höhe Cyberschäden, Pflichtverletzungen eigener Mitarbeiter oder andere Risiken dieser Art versichert werden. Zum Glück gibt es eine Daumenregel in Form von zwei Leitfragen, mit denen man sich einem sinnvollen Versicherungswert recht gut annähern kann:

„Angenommen, ein solcher Schaden tritt ein – plötzlich, unvorhergesehen und unversichert.

  • Bis zu welcher Höhe würde Ihr Unternehmen den Schaden dann aus eigenen Mitteln begleichen wollen bzw. können?“
  • Ab welcher Höhe droht Ihrem Unternehmen dadurch die Insolvenz?

Auf diese Fragen finden Geschäftsleute in der Regel recht schnell eine konkrete Ziffer als „Hausnummer“. Damit weiß man dann, in welchem Rahmen sich die Deckung ungefähr bewegen sollte.

Schadenshöhe, Schadenswahrscheinlichkeit und Risikobereitschaft

Natürlich ist das Ganze nur ein Teil der Versicherungsentscheidung. Für eine sinnvolle betriebliche Versicherung muss zudem klar sein, wie wahrscheinlich ein Schadensereignis ist. Außerdem geht es auch um die grundsätzliche Strategie des Unternehmens: Wie viel Risiko möchte man akzeptieren?

Es ist nicht unsere Aufgabe als Versicherungsmakler Versicherungskunden zu einem bestimmten Kurs zu erziehen. Risiko ist immer Teil des Geschäfts, wie viel man in Kauf nehmen möchte, bestimmt die Unternehmensführung. Unser Job ist es, die Versicherungsprodukte zu finden, die individuell am besten zum Kunden passen:

  • die individuelle Risikokultur seines Unternehmens
  • sein konkretes Risikoprofil (welche Bedrohungen sind überhaupt relevant?),
  • die Schadenshöhe, ab der eine Deckung gewünscht oder benötigt wird.

Haben Sie Fragen?

Wir nehmen uns Zeit für Sie: Telefon 030 863 926 990 oder per Kontaktformular.

Vertrauensschadenversicherung - Symbolbild: com329329 via Pixabay

Vertrauensschadenversicherung und IT-Sicherheit

Vertrauensschäden versichern: Schutz vor krummen Touren von innen

Eine Vertrauensschadenversicherung deckt den Vertrauensbruch von innen ab. Genauer: Das Unternehmen versichert sich gegen Schäden aus unerlaubten Handlungen von Unternehmensangehörigen und anderen Vertrauensträgern und Vertretern.

Einige typische Beispiele:

  • Ein Mitarbeiter späht die Zugangsdaten der Personalbuchhalterin aus und nutzt sie, um die Erstattung für seine Spesenabrechnungen zu manipulieren.
  • Eine scheinbare Flirt-Bekanntschaft wird auf den Prokuristen angesetzt. Sie bringt ihn dazu, entgegen den Sicherheitsvorschriften Dateien von ihr auf seinem Firmen-Tablet zu öffnen. Kriminelle erhalten so Zugriff auf die Firmendaten.
  • Als Reaktion auf seine Kündigung löscht ein IT-Administrator sämtliche Daten auf den Servern der Entwicklungsabteilung einschließlich der Backups. Die notwendigen Zugriffsrechte besitzt er.
  • Ein Außendienstmitarbeiter auf Dienstreise lässt sich abends im Strip-Club den Firmen-Laptop mit sensiblen, wichtigen Daten stehlen.

Eine Vertrauensschadenversicherung schützt auch gegen IT-basierten Missbrauch

Eine Vertrauensschadenversicherung deckt digitale wie analoge Unterschlagungen, Sachbeschädigungen, Sabotagehandlungen und andere unerlaubte Handlungen von Unternehmensangehörigen und -vertretern ab, die das Unternehmen finanziell schädigen.

Da Unternehmen im Regelfall für Pflichtverletzungen ihrer Arbeitnehmer gegenüber Dritten haften, sind mit den Vertrauensschäden auch Schadenersatzforderungen von Außenstehenden gedeckt: beispielsweise die Ansprüche von Kunden, deren Daten von einem Mitarbeiter entwendet und anschließend missbraucht wurden.

Die Beispiele oben waren etwas tendenziös. Bei allen ging es um digitale Daten oder Hardware. Aber dieser Punkt ist wichtig: Vertrauensschadenversicherungen helfen bei Schäden, die zwar mit der Unternehmens-IT zu tun haben, in der es aber keinen unerlaubten Eingriff in die IT gab.

Der Mitarbeiter, der seinen eigenen Zugriff zum Firmennetz nutzt, um das Unternehmen zu schädigen, der sich sein Passwort stehlen lässt oder weitergibt, außerdem Fälle von CEO Fraud, all das wird eine Cyber-Versicherung nicht unbedingt decken. Es fällt in der Regel aber unter die Vertrauensschadenversicherung.

Vertrauensschadenversicherung: Schutz vor Wirtschaftskriminalität

Eine betriebliche Vertrauensschadenversicherung schützt vor vielen Fällen von Wirtschaftskriminalität. Und zwar auch dann, wenn bei der unerlaubten Handlung keine Hackerangriffe oder sabotiert wurden und auch keine IT-Fehlfunktion für Pannen sorgte.

Damit ist die Vertrauensschaden-Police eine wichtige Ergänzung zur Cyber-Versicherung. Allerdings muss man dabei genau hinschauen:

  • darauf, welchen Risiken das Unternehmen tatsächlich ausgesetzt ist,
  • auf das Kleingedruckte in den Versicherungsverträgen
  • auf die effektiven Kosten für den gesamten Versicherungsschutz bzw. darauf, wie sich beide Versicherungstypen in konkreten Fall kostensparend kombinieren lassen

Als Spezialmakler für IT-Risiken können wir von acant Ihr Unternehmen dabei zielgerichtet und kompetent beraten. Ein Anruf genügt: 030 863 926 990

Betriebsschließungsversicherung, Symbolbild leeres Hotel von Valentin J-W from Pixabay

Urteil zur Betriebsschließung: Der Versicherer muss zahlen

Ein neues Urteil zum Versicherungsrecht stärkt Versicherungskunden den Rücken und bekräftigt ihre Ansprüche – das finden wir von acant sehr gut!

Versicherungsnehmer-freundliches Urteil zur Betriebsschließungsversicherung

Die Betriebsschließungsversicherung haben wir erst vor kurzem erwähnt: in Zeiten, in denen viele Betriebe aufgrund der Pandemie geschlossen bleiben, ist sie ein wichtiges Thema.

Ein aktuelles Thema ist sie allerdings auch im Versicherungsrecht. Zum Beispiel diskutieren die Juristen darüber, ob der Versicherer auch dann zahlen muss, wenn ein Betrieb durch allgemein verfügte Maßnahmen zur Virus-Bekämpfung praktisch lahmgelegt wurde, auch wenn er theoretisch noch hätte öffnen können.

Nun hat das Landgericht Mannheim den Versicherungsnehmern den Rücken gestärkt. Wir als Versicherungsmakler begrüßen diese Entscheidung pro Versicherungskunde sehr, auch wenn die Rechtslage damit noch nicht endgültig geklärt ist.

Keine touristischen Übernachtungen, Hotel zu – trotzdem kein Versicherungsfall „Betriebsschließung“?

Ein Hotelbesitzer betreibt zwei Hotels in Berlin und ein Hotel in Hamburg, jeweils mit Restaurant. Aufgrund des Epidemie-Maßnahmen schließt er alle drei Häuser: Touristen darf er ab ca. Mitte März nicht mehr übernachten lassen. Geschäftsreisende übernachten schon vor der Pandemie kaum bei ihm. Und seine Hotelgastronomie eignet sich nicht für reinen Verkauf „to go“.

Der Hotelbetreiber meldet sich bei seinem Versicherer – doch der will nicht zahlen. Er findet gleich mehrere Begründungen für die Weigerung:

  • Es hätte keine Schließung für genau diese Hotels vorgelegen, nur eine Allgemeinverfügung für alle Hotels.
  • Außerdem hätten die Häuser ja offen bleiben können, nur eben nicht für Touristen.
  • Und schließlich habe der Versicherungsvertrag Fälle von Covid-19/SARS-CoV-2 gar nicht umfasst. Der Virus sei bei Vertragsabschluss noch nicht im Infektionsschutzgesetz aufgeführt gewesen.

Doch diese Ablehnungsgründe überzeugten die Richter keineswegs. Sie befanden, dass die gegebenen Einschränkungen faktisch wie eine Betriebsschließung zu sehen seien. Deshalb bestehe Anspruch auf die Versicherungsleistung.

Versicherungsbedingungen gelten so, wie ein Versicherungskunde sie normalerweise versteht

Das Urteil bedeutet keineswegs, dass alle Rechtsfragen zur Betriebsschließungsversicherung nun abschließend geklärt sind. Aber für Versicherungskunden ist es ein klares, positives Signal. Die Kammer hat erneut einen wichtigen Grundsatz der Rechtsprechung im Versicherungsrecht bekräftigt:

„Maßstab der Auslegung ist, wie ein durchschnittlicher Versicherungsnehmer ohne versicherungsrechtliche Spezialkenntnisse die jeweilige Klausel bei verständiger Würdigung,
aufmerksamer Durchsicht und Berücksichtigung des erkennbaren Zusammenhangs verstehen muss.“

LG Mannheim, 29.04.2020 – 11 O 66/20

Einfacher ausgedrückt: Versicherungsklauseln gelten so, wie ein normaler Mensch sie versteht. Und deshalb war in diesem Fall die durch Maßnahmen gegen das Corona-Virus verursachte Schließung mitversichert.

Neues Urteil zum Versicherungsrecht? Wir von acant verfolgen die Rechtsprechung genau

Wir von acant haben genau im Blick, was sich im Versicherungsrecht tut. Schließlich sind solche Entscheidungen für uns als Versicherungsmakler wichtig.

  • Zum einen haben wir damit ein wichtiges Argument in der Hand, wenn wir irgendwann für einen unserer Kunden mit einer Versicherungsgesellschaft über die Versicherungsleistung sprechen.
  • Zum zweiten achten wir darauf, welche Versicherungsgesellschaft sich wie verhält, wenn es um Schadensregulierung geht. Auch wenn alle Versicherer gewinnorientierte Unternehmen sind: es gibt durchaus Unterschiede in Stil und Verhalten. Und die fließen in unsere Beratung mit ein.

Wir von acant kümmern uns im Versicherungsfall um die Regelung des Schadens und verhandeln mit den Versicherern. Dabei stehen klar auf Seite unserer Kunden. Und wir kennen uns im Versicherungsrecht sehr genau aus.

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns einfach an.

Übeprüfungunsmandat - mit Versicherungen Kosten sparen - Symbolbild: OpenClipart-Vectors via Pixabay

Überprüfungsmandat: an Versicherungen sparen – mit Überlegung

Bei einem Überprüfungsmandat nehmen wir von acant Ihre betrieblichen Versicherungen unter die Lupe und schauen, wo Ihr Unternehmen Kosten sparen kann. Dabei gehen wir ebenso sachkundig wie konsequent vor. Das Ziel: Ihre Kostenbelastung zu senken, ohne den wirklich notwendigen Versicherungsschutz aufzugeben.

Das Überprüfungsmandat ist für Sie kostenlos und unverbindlich. Und zwar auch dann, wenn Ihr Unternehmen noch kein Kunde von acant ist. Sie erhalten Zugriff auf unser Versicherungs-Sachwissen und unsere Marktkenntnis als Versicherungsmakler, ohne dafür bezahlen zu müssen oder eine Verpflichtung einzugehen.

Versicherungen kosten Geld

Die Wirtschaft steckt branchenübergreifend in der Krise. Ein Hauptproblem vieler Unternehmen: fehlende Liquidität und ungewisse Perspektiven. Die Folge: akuter Druck zur Kostensenkung.

Es liegt nahe, auch bei den Versicherungen zu sparen. Allerdings ist das keine triviale Sache. Kosten reduziert man nur dann effektiv, wenn man beim Einsparen überlegt vorgeht. Unüberlegt gekündigte Versicherungen rächen sich durch erhöhte Kosten im Schadensfall, aber auch durch schlechtere Ratings und Finanzierungsbedingungen.

Betriebliche Versicherungen: Ist das existentiell, oder kann das weg?

Versicherungen sind mehr als ein „nice to have“-Element im Geschäftsleben. Als elementarer Bestandteil der Finanzplanung und des Risikomanagements sind bestimmte Deckungen unentbehrlich, weil existentiell für das Unternehmen. Andere Versicherungen und Versicherungsbestandteile sind tatsächlich verzichtbar. Es gilt, genau zu unterscheiden.

Und natürlich gehören auch die unverzichtbaren Versicherungsverträge auf den Prüfstand. Gibt es günstigere Angebote für die gleiche Versicherungsleistung? Kann die Deckungshöhe angepasst werden? Viele Versicherungsverträge umfassen Sublimits für bestimmte Risiken: auch das sind Stellschrauben, die man optimieren kann.

Überprüfungsmandat: Ihre betrieblichen Versicherungen auf dem Kosten-Prüfstand

Das Sparpotenzial bei den Versicherungen des Unternehmens lässt sich ohne präzises Sachwissen nicht realisieren. Genau dafür sind wir da. Als Versicherungsmakler übernimmt acant auch Überprüfungsmandate.

  • Wir schauen uns zuerst genau an, was Ihr Betrieb macht. Worin besteht die Tätigkeit und das Angebot? Welche Risiken hängen mit der Geschäftstätigkeit zusammen? Welche Risiken ergeben sich aus dem individuellen Firmenprofil (Größe, Standort, Marktsegment etc.)?
  • Anschließend analysieren wir Ihre bestehenden Versicherungsverträge: Was ist tatsächlich versichert und zu welchen Kosten? Was ist doppelt versichert? Und was ist gar nicht abgedeckt?
  • Schließlich bekommen Sie von uns Vorschläge, um Kosten einzusparen: Konkrete Vorlagen, welche Versicherungsverträge geändert oder gekündigt werden sollten, mit günstigeren Alternativen. Natürlich wickeln wir die Umsetzung für Sie ab. Aber Sie allein entscheiden.

Ein Überprüfungsmandat ist für Sie kostenlos und unverbindlich.

Selbst wenn Sie neue Policen abschließen (weil teurere gekündigt werden), zahlen nicht Sie die Courtage. Das übernimmt die Versicherungsgesellschaft, ohne Aufpreis für Sie.

Vielleicht werden auch gar keine neuen Verträge notwendig, weil sich bereits durch Neuverhandlung der bestehenden Policen Einsparungen erzielen lassen.

Für uns zählt die langfristige Perspektive – und Ihre Zufriedenheit

Warum sich Überprüfungsmandate für uns lohnen? Ganz einfach: Ein Versicherungsmakler wie acant vermittelt nicht einfach nur Policen. Wir betreuen und beraten die Versicherungsnehmer dabei. Das ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit: Wir setzen auf eine langfristige Zusammenarbeit, am liebsten über Jahre hinweg.

Deshalb liegt uns daran, dass Sie das volle Sparpotenzial im Bereich Ihrer Versicherungen umsetzen können, ohne durch falsche Kostensenkung Nachteile zu erleiden. Schließlich leben wir davon, dass Sie finanzielle Schäden vermeiden.

Gern beantworten wir Ihre Fragen: Sie erreichen uns unter 030 863 926 990 oder unter info@acant.de.

Drohnenführerschein machen, Symbolbild: LoggaWiggler via Pixabay

Drohnenführerschein mit Flugtraining – vom Versicherungsdienstleister

Nicht jeder, der Drohnen fliegen lässt, macht das nur zum Spaß. Inzwischen gibt es mehr als genug Drohnen, die kommerziell eingesetzt werden: zum Überprüfen von Leitungen, Gebäudeteilen oder Grundstücken beispielsweise, oder als flankierende Maßnahme im Sicherheitsbereich.

Deshalb ist auch die „VdS Schadensverhütung“ aktiv geworden: Die Dienstleistungstochter des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bietet Drohnenführerschein-Kurse an.

Schließlich braucht in Deutschland jeder, der eine Drohne von mehr als 2 KG Gesamtgewicht fliegt, einen „Kenntnisnachweis gemäß § 21d LuftVO“. Der VdS-Lehrgang zum „Drohnen-Operator“ bietet zusätzlich zur Theorie-Schulung auch individuelles Flugtraining am Quadrocopter oder Octocopter.

Der Anbieter hofft, dass die Weiterbildung vor Ort bis zu den Terminen im September wieder möglich ist. Auf der VdS-Website gibt es weitere Infos.

Lehrreiche Cyber-Attacke, Symbolbild: klimkin via Pixabay

Lesetipp: „Lehrreiche Attacke“

Mittelständler berichtet offen über eine Ransomware-Attacke

Ein mittelständisches Unternehmen aus dem Raum Stuttgart wird im Herbst 2019 Opfer eines Trojaners: die Erpresser-Software „Paymer“ verschlüsselt sämtliche Daten im Unternehmensnetzwerk. 2.500 Mitarbeiter haben keinen Zugriff auf ihre Rechner und Daten mehr. Die Festnetzanschlüsse sind tot. Der komplette Betrieb kommt abrupt zum Erliegen. Zwei Wochen dauert es, bis die Produktion wieder anlaufen kann. Bis das Unternehmen aus dem Gröbsten heraus ist, vergehen drei Monate. Der Geschäftsführer vergleicht die Attacke später mit einem Großbrand.

Soweit ist all das nichts Besonderes, geradezu Alltag. Dass Schadsoftware Unternehmen lahmlegt und für enorme Schäden sorgt, gehört zur Tagesordnung.

Besonders ist dieser Fall allerdings aus zwei Gründen:

  • Das betroffene Unternehmen, die Pilz GmbH & Co. KG, bietet Lösungen rund um Automatisierung und Maschinensicherheit an, einschließlich von Sensorik, Antriebs- und Steuerungstechnik. Motto: „The spirit of safety“. Da ist eine erfolgreiche Attacke natürlich besonders delikat.
  • Trotzdem: Anders als die meisten Betroffenen in solchen Fällen macht Pilz die Cyber-Erpressung öffentlich – und kooperierte sogar mit Journalisten, die über den Vorfall und die Reaktion des Unternehmens berichteten. Das Unternehmen setzt wirklich auf Transparenz, es blieb nicht beim Wording.

Eine Ransomware-Angriff aus der Innenperspektive

Herausgekommen ist der Artikel „Lehrreiche Attacke“ im Wirtschaftsmagazin brand eins. Spannende Lektüre und ein echter Lesetipp.

Aus Schaden klug werden: Beim nächsten Mal durch eine Cyber-Versicherung geschützt sein

Was im Artikel allerdings unter den Tisch fällt, ist der Aspekt der Cyber-Versicherung. Die ist genau dafür gedacht, die Folgen solcher Katastrophen abzufedern.

Eine Cyber-Versicherung bezahlt nicht nur die Schäden, die aus der Betriebsunterbrechung, durch Schadenersatzforderungen und ähnliches mehr entstehen. Die Versicherer helfen auch mit konkreten Dienstleistungen: Sie stellen und/oder bezahlen Fachpersonal, das bei der Ermittlung der Schäden, dem Aufspüren der Ursachen und der Datenrettung hilft. Berater für die Krisen-PR und Anwälte für die dringenden Rechtsfragen haben die meisten Cyber-Versicherer ebenfalls im Angebot.

Fazit: Eine Cyber-Versicherung als dritter Sicherungsring

Bei Pilz wurden die Firewalls deutlich verstärkt. Außerdem wurde das Firmennetz komplexer und kleinteiliger gestaltet. Damit der nächste Trojaner, wenn er denn doch zuschlägt, nur noch begrenzten Schaden und keinen virtuellen Flächenbrand mehr anrichten kann.

Solche Lehren sind wichtig und richtig. Organisatorische und technische Schutzmaßnahmen werden jedoch erst durch eine Cyber-Versicherung als dritten Schutzring komplett. Eine Versicherung ist weder für technische Pannen noch für menschliche Schwächen anfällig – und hilft dann, wenn die anderen Schutzvorkehrungen versagt haben.

Haben Sie Fragen? Wir sind für Sie da: +49 (0)30 863 926 990 oder info@acant.de.

Vertrauensschutz - Deckungserweiterung für Cyberversicherung - Symbolbild: heikografie/Heiko S. via Pixabay

In der Cyber-Versicherung mit abgedeckt: Goodwill-PR, Copyright-Verstöße, Sicherheitshinterlegungen und mehr

Deckung der Cyberversicherung erweitert

Einer der Spezialversicherer im Bereich IT-Versicherung/Cyber-Versicherung hat seine Versicherungsbedingungen gerade um eine ganze Reihe interessanter Deckungen erweitert.

Die Liste zeigt sehr gut, dass eine gute Police viele Leistungen umfasst, an die man im Zusammenhang mit Cyber-Versicherung nicht gleich denkt.

  • Auch die Haftpflicht aus Datenschutzverstößen der eigenen Dienstleister im Sinne der DSGVO ist mitversichert. Wenn beim Cloud-Provider oder beim Rechenzentrum des Lohnabrechners die Daten von Kunden oder Mitarbeitern verloren gehen, haftet man als Auftraggeber für fremde Fehler mit. Diese Haftung ist nun Teil des Versicherungsschutzes.
  • Nach Datenschutzverstößen wie z. B. Datendiebstahl durch einen Trojaner müssen alle Geschädigten schnell und umfassend informiert werden. Das verursacht regelmäßig großen Aufwand und hohe Kosten. Muss dafür ein Call-Center beauftragt oder eine spezielle Website eingerichtet werden, fällt das nun unter die Deckung.
  • Bei Datenschutzverstößen verlangen die Behörden nicht selten, dass das betroffene Unternehmen noch vor Abschluss des Verfahrens in einem sogenannten Consumer Redress Fund Geld für die Geschädigten hinterlegt. Solche Hinterlegungssummen sind mitversichert.
  • Wird nach dem Missbrauch oder dem Diebstahl von Geschäftsgeheimnissen, Urheberrechten oder Patenten eine Entschädigung fällig, dann sind solche Ausgleichszahlungen in Zukunft ein Versicherungsschaden.
  • PR-Aktionen, die nach einem Vorfall beispielsweise durch Anzeigen, Rabattaktionen, oder Gutscheine den Reputationsschaden eindämmen sollen, sind nun ebenfalls durch die Cyber-Versicherung gedeckt.

Vertrauensschaden und Forensik

Eine gute Cyberversicherung enthält zudem eine Deckung für sogenannte Vertrauensschäden: Schäden, die durch Pflichtverletzungen der eigenen Mitarbeiter entstehen. Wenn ein Mitarbeiter die Kundendaten missbraucht, Geschäftsgeheimnisse entwendet oder die eigene IT sabotiert, zahlt die Versicherung.

Zu den Services, die einige Cyber-Versicherer nach einer IT-Sicherheitsverletzung anbieten, gehört IT-Forensik: Die Gesellschaft schickt nach einem Angriff auf die IT Spezialisten, die schnellstmöglich klären, auf welche Art die Systeme attackiert wurden, wer die Urheber waren und welche Daten abgeflossen sind. Das ist wichtig, weil erst dann die Beseitigung des Schadens wirklich beginnen kann.

Die Cyber-Versicherung wird zum umfassenden Versicherungs- und Dienstleistungspaket

Die Cyber-Versicherung entfernt sich weiter vom klassischen Spartenversicherungsprodukt, hin zum umfassenden Schutzpaket aus unterschiedlichen Versicherungs- und Dienstleistungen. Freuen können sich die Versicherungskunden: Der Markt ist in Bewegung, die Konkurrenz sorgt dafür, die die Cyber-Versicherer ihr Leistungsangebot weiter entwickeln.

Wir von acant behalten den Markt genau im Auge – und werden immer die Versicherungspolice empfehlen, die Ihnen und Ihrem Unternehmen am meisten für Ihr Geld bietet. Haben Sie Fragen zur Cyber-Versicherung? Rufen Sie an 0176 1031 8791 – oder schreiben Sie eine E-Mail.

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Stundung von Versicherungskosten bei Liquditätsproblemen, Symbolbild Ralph Klein via Pixabay

Akute Liquiditätsprobleme? Zahlungsaufschub ist auch für Versicherungsprämien möglich

Liquiditätsprobleme wegen Corona

Die Corona-Krise stellt viele Unternehmen vor enorme Liquiditätsprobleme. Die Kunden bleiben aus. Zahlungen verzögern sich. Bestellungen, Aufträge und Buchungen werden storniert. Rohmaterial oder Ware werden nicht geliefert.

Darauf hat auch die Politik reagiert. Neben Steuerstundung, Liquiditätsbeihilfen und Soforthilfe-Zuschüssen wurde auch ein gesetzlich verbrieftes, befristetes Moratorium für Dauerschuldverhältnisse erlassen. Es gilt für Verbraucher und für „Kleinstunternehmen“ nach Definition der EU.

Zahlungsmoratorium gilt auch für Versicherungsverträge

Um nach dieser Definition Kleinstunternehmer zu sein, darf das Unternehmen nicht mehr als neun Mitarbeiter beschäftigen, der Jahresumsatz darf zwei Millionen Euro nicht überschreiten.

Solche Betriebe haben ein „Leistungsverweigerungsrecht für Dauerschuldverhältnisse“, wenn diese vor dem 8. März 2020 abgeschlossen wurden.

Damit sind Verträge gemeint, die sich nicht auf eine einmalige Lieferung oder Leistung beziehen, sondern für einen Zeitraum gelten. Typischerweise gilt das bei Verträgen für Strom, Internet und private Müllentsorgung, aber eben auch für Versicherungsverträge.

Im Rahmen solcher Verträge dürfen Kleinstunternehmen gemäß dem neuen Art. 280 § 2 BGBEG die Zahlung aufschieben, und zwar bis 30. Juni 2020. Ab Juli gilt dann wieder die Pflicht zu zahlen, natürlich auch für die Monate des Moratoriums.

Voraussetzung ist, dass der Geschäftsbetrieb auf die Leistung oder Lieferung angewiesen ist und der Geschäftspartner durch den gesetzlich verordneten Zahlungsaufschub nicht selbst in wirtschaftliche Bedrängnis gerät.

Es gibt noch weitere Bedingungen: Die Zahlungsprobleme müssen durch die Corona-Pandemie ausgelöst worden sein. Miet- und Pachtverträge sind ebenso wie Arbeitsverträge explizit ausgenommen.

Auch viele Versicherer stunden die Prämien

Auch einige Versicherungsgesellschaften stunden Versicherungsnehmern mit akuten Zahlungsschwierigkeiten die Prämienzahlungen. Viele sind auch bereit, außerplanmäßig Deckungen zu reduzieren oder Versicherungssummen zu verringern, damit die Belastung geringer wird.

Natürlich ist das Entgegenkommen nicht bei allen Versicherern gleich groß ausgeprägt. Außerdem wird in der Regel erwartet, dass es bis zur Corona-Krise keine Zahlungsausfälle oder Verzögerungen gab. Und natürlich hängt die Bereitschaft zur Stundung immer von Umfang und Art der Versicherung ab.

Sprechen Sie mit uns. Wir sprechen mit den Versicherern.

Wir von acant betrachten uns als Partner unserer Kunden und setzten auf langfristige Zusammenarbeit. Ganz klar, dass wir auch in schwierigen Zeiten für Sie da sind.

Sprechen Sie mit uns, wenn Sie Versicherungszahlungen nicht begleichen können oder Ihre Versicherungskosten reduzieren wollen. Sie erreichen uns unter 030 863 926 999.

Versicherung bei Stillstand und Leerstand - Symbolfoto: Free-Photos via Pixabay

Falls der Betrieb wegen Corona still steht: Die Versicherer fordern Schutzmaßnahmen

Falls Ihr Betrieb wegen Corona geschlossen ist

Bei Stillstand und Leerstand haben Versicherungsnehmer bestimmte Pflichten. Zurzeit sind davon viele Gewerberäume betroffen: Geschäftsräume, Produktionshallen, Verkaufsräume, Büros und Werkstätten werden wegen der Corona-Epidemie nicht oder kaum genutzt.

In der Regel verlangen die Versicherer, dass bei Stillstand oder Leerstand bestimmte Auflagen eingehalten werden. Andernfalls können sie im Versicherungsfall die Leistung verweigern. Sprich: es besteht kein Versicherungsschutz mehr.

  • Türen, Fenster und Tore müssen selbstverständlich verschlossen sein.
  • Wenn bestimmte Sicherheitsvorkehrungen im Versicherungsvertrag stehen, etwa eine Alarmanlage, dann muss diese aktiviert sein.
  • Falls nötig und möglich, müssen die Räumlichkeiten durch die Heizung zumindest frostfrei gehalten werden (hoffentlich dieses Frühjahr nicht mehr notwendig)
  • Die Räumlichkeiten müssen gereinigt werden.
  • Löscheinrichtungen und Schlösser müssen funktionieren.
  • Wo es nicht genutzt wird, muss das Wasser abgestellt werden. Wasserbehälter müssen entleert werden.
  • Grundstück und Räumlichkeiten müssen regelmäßig kontrolliert werden, in der Regel mindestens jeden zweiten Tag.

Um welche Versicherungen geht es?

Betroffen ist vor allem Versicherungsschutz gegen Schäden durch Feuer, Einbruch, Vandalismus, Leitungswasser sowie gegen Sturm und Hagel.

Es geht also um betriebliche Sachversicherungen wie Ihre Inhaltsversicherung, eine Gebäudeversicherung oder eine Elementarschädenversicherung, die Sie vielleicht abgeschlossen haben.

Die Corona-Krise schafft für die Unternehmer bekanntlich mehr als genug Probleme. Trotzdem sollten Sie diese Anforderungen der Versicherer möglichst einhalten. Dann ist der Versicherungsschutz gewährleistet.

Online-Shop Versicherung Symbolbild: Jürgen Jester via Pixabay

Den Online-Shop versichern – weil der Online-Vertrieb zentral wird

Online-Shops verkaufen auch in Zeiten der Quarantäne

Den Online-Shop versichern: Auch das ist ein Thema für die Corona-Krise.

Der Online-Vertrieb ist für viele Unternehmen besonders wichtig geworden. Das gilt sowohl für den Absatz an Verbraucher wie für den Vertrieb an Unternehmenskunden. Schließlich gilt nach wie vor das Kontaktverbot. Die meisten stationären Points of Sale sind geschlossen, viele Vertriebler im Home Office.

Und auch nach Ende der Epidemie-Maßnahmen wird der Online-Vertriebsweg wichtig bleiben.

Den Online-Shop versichern – den Vertriebsweg schützen

Den Online-Shop versichern bedeutet, den eigenen Absatz abzusichern. Es gilt, die Gefahr einer möglichen „Krise innerhalb der Krise“ durch einen Ausfall dieses Vertriebswegs auszuschließen.

Schließlich haben Onlineshops ihre eigenen Risiken. Eine Auswahl:

  • Die klassischen Cyber-Risiken bedrohen Online-Shops besonders: Hackerangriffe, Daten-Diebstahl mit anschließendem Missbrauch von Zahlungsinformationen, versehentliches Verbreiten von Schadsoftware und so weiter.
    Solche Vorfälle erreichen schnell existenzgefährdende Ausmaße. Den besten Schutz bietet – neben den technischen Maßnahmen – eine Cyber-Versicherung. Sie hilft auch dann noch, wenn die Technik versagt.
  • Wenn Sie Ihren Online-Shop versichern, sollte Ihre Cyber-Versicherung bestimmte Deckungselemente umfassen.
    Ganz wichtig sind beispielsweise Kreditkarten-Risiken und andere Payment-Formen.
    Zentral sind außerdem Dienstleistungen Dritter (Rückwirkungsschäden). Sonst reißt ein Ausfall beim Hosting-Anbieter oder Payment-Dienstleister den Shop-Betreiber gleich mit in die Krise.
  • Für Shop-Betreiber ist individuell passender Rechtsschutz von Bedeutung. Sie werden besonders häufig zur Zielscheibe von Abmahnungen und Klagen. Beim Verkauf an Verbraucher sorgt das Fernabsatzrecht schnell für juristischen Ärger. Dazu kommen mögliche Probleme mit Marken- und Wettbewerbsrecht sowie der DSGVO, auch beim Verkauf an Unternehmenskunden.
  • Grundsätzlich ist auch die Produkthaftpflicht ein Thema. Diese Versicherung ist nicht cyber-spezifisch. Hersteller und Händler haften generell für von ihnen in Verkehr gebrachte Waren.
  • Wer im Internet verkauft, ist von seinem guten Ruf besonders abhängig. Deshalb sind Reputationsschäden, etwa durch gezielt ausgestreute Negativbewertungen, eine echte Gefahr. Auch solche Risiken sind versicherbar, z. B. durch eigene Reputationsschutzbriefe oder durch entsprechende Versicherungsbausteine in der Cyber-Versicherung.
  • Von einer Versicherung gegen Vertrauensschäden profitieren Shop-Besitzer ebenfalls. Sie deckt Schäden durch Betrug, Sabotage und ähnliches ab, wenn die Drahtzieher im eigenen Haus sitzen. Auch der Vertrauensbruch durch Kunden und Geschäftspartner ist versicherbar.

Onlineshop-Versicherung: Von der Stange ist oft für die Tonne

Es gibt zwar immer mehr Branchen-Angebote für eine Cyber-Versicherung. Längst sind auch spezielle Online-Shop-Versicherungen auf dem Markt. Sie bündeln Deckung für Cyberrisiken, die Produkthaftpflicht, eine Sachversicherung für das Warenlager und Rechtsschutz.

Trotzdem: Wer seinen Online-Shop ohne Beratung und „von der Stange“ versichert, zahlt mit großer Wahrscheinlichkeit entweder zu viel – oder er bekommt zu wenig für sein Geld.

  • Die Cyber-Versicherung ist nach wie vor kein standardisiertes Produkt. Die verschiedenen Angebote unterscheiden sich teilweise sehr.
  • Das wird man allerdings erst bemerken, wenn man „unter die Haube“ schaut. Wer allein nach Preis kauft, kauft blind. Das gilt auch bei Cyber-Versicherungen.
  • Weil eine Cyberversicherung und erst recht eine spezielle Shop-Versicherung unterschiedliche Deckungen zusammenschnürt, hat man bestimmte Risiken schnell doppelt versichert. So entstehen unnötige Kosten. Vielleicht ist das Warenlager schon in der Inhaltsversicherung des Betriebs eingeschlossen?
  • Die Auswahl passender Versicherungsangebote setzt voraus, dass man deren Deckung, den eigenen Versicherungsbedarf und die bestehenden Versicherungen des Unternehmens genau analysiert. Das ist exakt unsere Arbeit als Versicherungsmakler.

Den Online-Shop versichern: Mit uns finden Sie die optimale Versicherung

Wir von acant sind Profis und kennen den Versicherungsmarkt. Übrigens sind wir auch Profis im Beraten. Natürlich kostet Sie die Beratung nichts.

Lassen Sie sich unterstützen, bevor Sie mit irgendeiner Police aus dem Internet scheinbar Geld sparen, die im Ernstfall nicht weiterhilft. Sie erreichen uns unter 030 863 926 990 oder unter info@acant.de.