Kurzarbeit und betriebliche Altersvorsorge, Symbolfoto: Philippe Ramakers via Pixabay

Arbeitgeber: Kurzarbeit ist eine Bewährungsprobe für Ihre betriebliche Altersvorsorge

Kurzarbeit – Stresstest für Vorsorgevereinbarungen zur betrieblichen Altersvorsorge

2020, das Jahr der Corona-Krise, ist auch zum Jahr der Kurzarbeit geworden. Die erweist sich in vielen Betrieben als Stresstest Verträge zur betrieblichen Altersvorsorge (betrAV). Die kollektiven oder individuellen Vorsorgevereinbarungen mit den Arbeitnehmern und die Verträge mit der Versicherung müssen sich auch jetzt bewähren, in der besonderen Situationen des Bezugs von Kurzarbeitergeld (KuG).

Wenn das Unternehmen in der Krise Kurzarbeit anmelden muss, gilt das Hauptaugenmerk vielleicht nicht der betrieblichen Altersvorsorge. Aber wenn Arbeitnehmer ohnehin weniger Einkommen haben und sich um ihren Job sorgen, braucht es keinen weiteren Konfliktstoff. Deshalb zahlt es sich aus, wenn sich nun das Kleingedruckte in der Vorsorgevereinbarung bewährt.

Typische KuG-Stolpersteine für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der betrieblichen Altersvorsorge

Ein paar typische Fallen , die sich aus der betrieblichen Altersvorsorge während Kurzarbeit ergeben können:

  • Leistet der Arbeitnehmer Beiträge per Entgeltumwandlung? Dann wird beim Bezug von Kurzarbeitergeld weniger umgewandelt: Kurzarbeitergeld darf als Lohnersatzleistung nicht dafür herangezogen werden.
  • Zahlt der Arbeitgeber einen Zuschuss zur Entgeltumwandlung? Dann ist bei Kurzarbeit maßgeblich, ob die  Höhe des Zuschusses vom Entgelt des Arbeitnehmers abhängt. Wenn ja, sinken die Einzahlungen des Arbeitgebers und damit auch die Anwartschaft des Mitarbeiters. Wenn nein, zahlt der Arbeitgeber auch in der Krise volle Vorsorgezuschüsse.
  • Bei Kurzarbeit Null sinkt auch die Entgeltumwandlung auf null. Dann stellt sich die Frage, was die Vorsorgevereinbarung in diesem Fall regelt. Sind für diesen Fall Eigenbeiträge des Mitarbeiters vorgesehen? Wie bezahlt er die?
  • Überhaupt: Kann die betriebliche Altersvorsorge während der Kurzarbeit beitragsfrei gestellt werden, damit der Mitarbeiter entlastet ist? Und welche Folgen hat das, wie viel Versicherungsschutz bleibt in der beitragsfreien Phase erhalten?
  • Was gilt, wenn die Kurzarbeit vorbei ist – werden dann die Beiträge nachgezahlt? Bei betrAV-Produkten mit Zusatzdeckung für Berufsunfähigkeit kann bei Wiederaufnahme der Beitragszahlung eine neue Gesundheitsprüfung anfallen. Was, wenn es dabei Probleme gibt?

Die Liste lässt sich fortsetzen, aber man sieht bereits: Der betrAV-Teufel lauert im Kurzarbeits-Detail.

Wir von acant sagen Ihnen, was in Ihren Vorsorgevereinbarungen steht. Kostenlos.

Als Versicherungsmakler mit Schwerpunkt Unternehmenskunden ist betriebliche Altersvorsorge für uns ein vertrautes Thema.

Wenn Sie wissen möchten, ob sich in den Vorsorgevereinbarungen Ihres Unternehmens mögliche Probleme verbergen, dann rufen Sie uns doch einfach an. Wir sehen uns Ihre Versicherungsverträge genau an und beraten Sie – kostenlos, versteht sich. Sie erreichen uns über das Kontaktformular oder unter 030 863 926 990.

Geschäftsführerhaftung für IT-Sicherheit - Symbolbild, Foto: Myriam Zilles auf Pixabay

Geschäftsführerhaftung: GmbH-Geschäftsführer haften für versäumte IT-Sicherheit. Versichern schützt.

Für IT-Sicherheitsversäumnisse im Unternehmen haften Sie als GmbH-Geschäftsführer schneller, als Ihnen lieb sein kann. Persönlich, mit Ihrem privaten Vermögen.

Dieser Beitrag fasst im Überblick zusammen:

  • warum das Gewährleisten von IT-Sicherheit zu den Pflichten von GmbH-Geschäftsführern gehört,
  • wie schnell ein Cyber-Angriff zu immensen Schäden führt und
  • warum die Haftung dafür in vielen Fällen an der Geschäftsführung der GmbH hängen bleibt.

Dagegen können Sie sich versichern. Das sollten Sie auch tun – mit einer Cyberversicherung für Ihr Unternehmen, und einer D&O-Police, die Ihre Managerhaftpflicht deckt.

Der Beitrag erklärt ausführlich, warum das nicht aus der Luft gegriffen ist. Sie können uns auch direkt nach Versicherungsschutz für Cyberangriffe und Geschäftsführer-Haftung fragen: 030 863 926 990

IT-Sicherheit – die Achillesferse der Unternehmen

Unternehmen bieten Cyberkriminellen eine große Angriffsoberfläche. Das gilt auch für mittelständische und kleinere Unternehmen. Opfer eines gezielten oder zufälligen Cyberangriffs zu werden, ist heute Betriebsrisiko.

Schließlich kommen überall Rechner und Smartphones zum Einsatz, werden E-Mails geschrieben, werden Buchungen per Software erledigt und Bestell- oder Kundendaten abgespeichert. Maschinen, Fahrzeuge und Gebäudetechnik sind zunehmend vernetzt. Mitarbeiter nutzen Firmengeräte häufig auch privat. Umgekehrt hängt in Home-Office-Zeiten das Firmennetzwerk nicht selten von der Sicherheit privater WLAN-Router ab.

Ein erfolgreicher digitaler Angriff kostet das Unternehmen viele Nerven, eine Menge Zeit und vor allem sehr viel Geld. Der Schaden kann schnell existenzbedrohend sein – das ist keine Übertreibung. Systemausfälle dauern in der Regel Tage und Wochen, oft sogar Monate – bis dahin ist nur eingeschränkter Geschäftsbetrieb möglich. Jeder Kunde, Mitarbeiter oder Außenstehende, von dem personenbezogene Daten entwendet wurden, muss benachrichtigt, gegebenenfalls auch entschädigt werden. Auch der Notfalleinsatz von IT-Spezialisten, Anwälten und Experten von Krisen-PR ist nicht umsonst. Weitere Kostenrisiken: Schadenersatzklagen, verlorene Kunden, ein beschädigtes Image.

Der IT-Branchenverband Bitkom fand heraus, dass drei von vier deutschen Unternehmen Opfer von Datendiebstahl, Industriespionage oder Sabotage wurden. Er geht von einer Schadenssumme von 100 Mrd. Euro jährlich aus.

Das Gewährleisten von IT-Sicherheit ist Chefsache

IT-Sicherheit ist ein Thema, mit dem sich die Unternehmensführung beschäftigen muss. Natürlich muss der Chef oder die Chefin nicht selbst eine Firewall installieren. Aber sie müssen den Aufgabenbereich in qualifizierte Hände legen und zudem überwachen, ob die IT-Abteilung, der Administrator oder ein externen Dienstleister sich tatsächlich um angemessene digitale Sicherheit kümmern.

Das liegt auch im Eigeninteresse der Geschäftsführung. In einer GmbH oder UG (haftungsbeschränkt) führen Pflichtverletzungen schnell in die persönliche Haftung. Zu diesen Pflichten gehört der Schutz vor Cyberangriffen. GmbH-Geschäftsführer und AG-Vorstände tragen die Verantwortung dafür, dass die Gesellschaft funktionierende Lösungen für diese Bedrohung etabliert. Das gilt unabhängig davon, ob sie persönlich Interesse an digitaler Technologie haben.

Geschäftsführerhaftung: Wurde das IT-Sicherheitsthema versäumt, haftet der GmbH-Geschäftsführer

Kann die Geschäftsführung nach einer Cyber-Attacke nicht beweisen, dass sie für angemessene Vorkehrungen gesorgt hat, dann droht ihr die persönliche Haftung gegenüber der Gesellschaft oder Dritten, unter anderem für …

  • Schäden des Unternehmens z. B. durch beschädigte Geräte oder Waren, verdorbene Vorräte und den Lohn für untätige Mitarbeiter
  • Umsatzeinbußen durch die Betriebsunterbrechung: Maschinen stehen still, der Online-Shop ist nicht erreichbar etc.
  • Schadenersatz für geschädigte Kunden, Lieferanten oder Geschäftspartner sowie Vertragsstrafen für Verzögerungen, Nichterfüllung etc.
  • Schadenersatz für den Verlust personenbezogener Daten: Unternehmen, die personenbezogene Daten verarbeiten (und das sind so gut wie alle, man denke nur an Kunden- und Arbeitnehmerdaten), haften für materielle und immaterielle Schäden aus nicht DSGVO-konformer Verarbeitung
  • Kosten für das Neuinstallieren oder Wiederhochfahren der Systeme, für Forensik, Krisenmaßnahmen und Krisenberater (wie Anwälte und PR-Fachleute)
  • Schäden durch Imageverlust oder abgewanderte Kunden, auch solche Schäden sind grundsätzlich schadenersatzpflichtig, selbst wenn sie schwerer zu beziffern sind

Fragen zur Haftung für Schäden durch Cyberangriffe

Eine schwere IT-Sicherheitsverletzung beschert der GmbH außerplanmäßige Kosten. Das senkt den Gewinn und den Wert der Anteile. Wie wahrscheinlich ist es, dass die GmbH-Gesellschafter das auf sich beruhen lassen?

Der Geschäftsführer ist von vornherein in einer ungünstigen Situation, denn er muss die Verschuldensvermutung widerlegen, die das BGB ihm aufbürdet. Ohne ordnungsgemäß dokumentierte IT-Maßnahmen wird ihm dieser Nachweis schwer gelingen.

Haftung per AGB ausschließen?

Lässt sich die Haftung der Gesellschaft gegenüber Kunden und Geschäftspartnern nicht durch Allgemeine Geschäftsbedingungen ausschließen, so dass der Rückgriff auf den Geschäftsführer gar nicht erst notwendig wird?

Leider nein: Verhindert ein Cyberangriff, dass die Lieferung nicht vollständig oder fristgerecht erfolgt oder vertrauliche Informationen verloren werden, hilft kein Verweis auf AGB-Klauseln zum Haftungsausschluss vereinbart. Kann das funktionieren? Die vertragsgemäße Lieferung stellt ebenso wie die Vertraulichkeit eine wesentliche Vertragspflicht dar und kann nicht vertraglich abbedungen werden.

Arbeitnehmer in Haftung nehmen?

Vielleicht hat ein Arbeitnehmer den verhängnisvollen Dateianhang unvorsichtigerweise geöffnet. Den Mitarbeiter für sein Fehlverhalten persönlich haftbar zu machen, ist jedcoh ebenso wenig erfolgversprechend, Die Haftung von Arbeitnehmern ist auf fahrlässiges Handeln beschränkt. Und selbst dann wird bei mittlerer Fahrlässigkeit der Schaden in der Regel quotiert – ein Teil wird also dem Arbeitgeber zugewiesen.

Bei grober Fahrlässigkeit mag der Arbeitnehmer voll haftbar sein, doch selbst dann setzt die Rechtsprechung des Bundesarbeitsgerichts enge Grenzen. Ansprüche aus Haftung über ein Jahresgehalt des Mitarbeiters hinaus sind kaum möglich. Gemessen an den Kosten eines Cyberangriffs ist das ein Tropfen auf den heißen Stein.

Externen IT-Dienstleister haftbar machen?

Selbst wenn die IT-Dienstleistungen von externen Unternehmen eingekauft wurden, ist es schwierig, nach einem Cyberangriff einen Schadenersatzanspruch gegenüber dem Dienstleister durchzusetzen. Der Dienstleister haftet für die IT-Leistung, die er als Hauptleistung erbringt. Sie muss jedoch nicht zwangsläufig dem Stand der Technik entsprechen. Selbst wenn die installierte Technik versagt, ein Virus von der Antivirensoftware nicht erkannt wurde oder Hacker eine Server-Sicherheitslücke fanden: Gehörte es zur Hauptleistung, solche Angriffsflächen auszuschließen? Das scheitert vermutlich schon am Budget, den ein derart umfassender Auftrag erfordert hätte.

Die Geschäftsführerhaftung ist die einfachste Weg zum Schadenersatz

Schadenersatzansprüche aus einem Cyberangriff bleiben daher meist am GmbH-Geschäftsführer hängen, sowohl die Haftung gegenüber dem Unternehmen als auch gegenüber Dritten.

Maßstab für die Geschäftsführerpflichten bzw. die Geschäftsführerhaftung ist auch in puncto IT die „Sorgfalt eines ordentlichen und gewissenhaften Geschäftsleiters“ (§ 43 Abs. 2 GmbHG).

Eine Pflicht ergibt sich zudem aus dem Aktiengesetz (§ 91 Abs. 2 AktG). Es verlangt vom Vorstand, „geeignete Maßnahmen“ zur Risikoerkennung und -vermeidung. Die Rechtsprechung geht von einer „Ausstrahlungswirkung“ aus und überträgt diese Leitungspflicht auf GmbH-Geschäftsführer: diese müssen ebenfalls für Organisationsstandards sorgen, die eine Bestandsgefährdung des Unternehmens vermeiden. Cyberangriffe bedeuten eine Bestandsgefährdung.

Ein Organisationsverschulden und damit eine Pflichtverletzung durch mangelnde IT-Sicherheitsvorsorge kann sich aus weiteren Vorschriften ergeben:

  • § 109 TKG schreibt für Telekommunikationsanbieter technische Schutzmaßnahmen vor
  • § 13 Abs. 7 TMG verpflichtet Anbieter von Telemedien zu Maßnahmen gegen unerlaubten Zugriff, zum Schutz personenbezogener Daten und zum Verhindern von Störungen durch äußere Angriffe.
  • § 8a BSIG enthält Vorgaben zur Sicherheit in der Informationstechnik für Betreiber Kritischer Infrastrukturen.
  • § 25a Abs. 1 Nr. 5 KWG macht Finanzdienstleistern und Kreditinstituten Auflagen zur Geschäftsorganisation und schreibt ein Risikomanagement-System vor.
  • Art. 24 DSGVO verlangt eine IT nach dem Stand der Technik. Daraus folgt zugleich die Verpflichtung, dies durch eine sorgfältige und vollständige Dokumentation nachzuweisen.

IT-Risiken als Haftungsfalle: Handlungsempfehlungen für GmbH-Geschäftsführer

  • Zunächst muss das Cyber-Risiko des Unternehmens analysiert werden. Es geht um ganz konkrete Szenarien: Mit welcher Wahrscheinlichkeit sind welche Art von Sicherheitsverletzungen möglich, welche Konsequenzen und Kosten ergeben sich?

    Für diese Aufgabe benötigen Sie Ihre IT-Verantwortlichen. Ideal ist ein Experte speziell für IT-Sicherheit mit Zertifizierung nach ISO 27001. Weil Risikomanagement weit über Technologie hinausgeht, sollen Sie auch uns einbeziehen. Wir von acant sind als Versicherungsmakler auf Cyberrisiken spezialisiert und kennen die Schadensszenarien aus der Praxis. Schließlich haben wir regelmäßig damit zu tun.

  • Ein zweiter, wichtiger Schritt zur Abwehr der persönlichen Haftung: Sie müssen eine umfassende, aussagekräftige Dokumentation sicherstellen: dazu gehört der Ist-Zustand, die relevanten Bedrohungsszenarien und die Vorsorge- und Schutzmaßnahmen, die ergriffen werden. Zu diesen Maßnahmen gehört auf jeden Fall ein professionelles Datensicherungskonzept und ein praxistauglicher Notfallplan.

  • Dritter Schritt sind betriebliche Versicherungen. Einschlägig sind Cyberversicherungen, Vertrauensschadenversicherungen, Elektronik- oder Maschinenversicherungen sowie Deckungen für Rechtsschutz und Betriebshaftpflicht. Welche dieser Versicherungen zu konkreten Risiken des Unternehmens und des Geschäftsführung passen und betriebswirtschaftlich sinnvoll sind, hängt vom Einzelfall ab.

    Das Versichern des Unternehmens ist solides Risikomanagement. Schließlich weisen Sie Sie damit die Sorgfalt der Geschäftsführung bei der Abwehr von IT-Bedrohungen nach. Nicht wenige Juristen halten den Abschluss einer Cyber-Versicherung durch die Geschäftsführung für verpflichtend.
  • Das persönliche Element der Vorsorge ist eine D&O-Versicherung: diese deckt als Absicherung für den GmbH-Geschäftsführer dessen Geschäftsführerhaftung.

Bei diesen Schritten können wir von acant Sie und Ihr Unternehmen unterstützen. Genau dafür sind wir als Spezialmakler für Cyberrisiken und Geschäftsführerhaftung da. Rufen Sie uns an (030 863 926 990) oder schreiben Sie uns eine Nachricht.

Vorbereitet auf mögliche Cyber-Angriffe? Drei Grundregeln für kleinere Unternehmen

Schon mit ein paar Grundregeln sind auch kleinere Unternehmen im Fall eines Cyber-Angriffs viel besser vorbereitet. Für Cyber-Risiken gilt nichts anderes als für das Feuer-Risiko: Es kann jeden treffen, aber nicht überall entstehen die gleichen Schäden, denn das hängt von der Vorbereitung ab. Wenige, einfache Schritte können viel ausmachen.

(Wohlgemerkt: Es geht hier nicht um Technik – Firewalls, Intrusion Detection und ähnliches mehr. Sondern um das Vorbereitet-sein des Unternehmens, als Organisation.)

Was im Brandfall gilt …

Wie viel Schaden droht, wenn in einem Betrieb Feuer ausbricht? Dafür ist entscheidend, ob der Betrieb vorbereitet ist. Funktionieren die Feuerlöscher, wurden keine Brandschutztüren zugestellt? Fühlt sich gleich der erste Mitarbeiter, der den Brand bemerkt, für den Anruf bei der Feuerwehr zuständig? Kennen alle die Fluchtwege, und wissen sie, wo die Notausknöpfe und Unterbrechungsschalter in Werkstätten und Produktionshallen sind? Solche kleinen Dinge können viel Schaden verhindern.

… ist im Cyber-Angriffsfall nicht anders

Im Fall einer Cyber-Attacke auf die Unternehmens-IT gilt das Gleiche: Ein paar Verhaltensregeln können bereits einen guten Teil des Schaden eindämmen.

  • Grundregel für alle: reagieren – nicht warten. Die Mitarbeiter müssen aktiv werden, wenn es Anzeichen für einen Cyberangriff gibt. Der komische Dateianhang führt beim Bürorechner zu eigenartigem Verhalten? Ausschalten, vom Netz trennen, umgehend Bescheid sagen!
    DIe Mitarbeiter sollten geistig auf die Möglichkeit von Cyberangriffen vorbereitet sein. Das Bewusstsein für die digitale Gefahr muss Teil der Unternehmenskultur werden.
  • Klären, wer für IT-Notfälle zuständig ist. In größeren Unternehmen ist klar, wen man bei einem möglichen Trojaner-Befall anruft. Dort gibt es eine IT-Abteilung mit – hoffentlich – fertigen Notfallplänen. In kleineren Unternehmen gibt es vielleicht keinen eigenen Administrator. Gibt es einen externen Dienstleister für IT-Notfälle, und wissen alle, wie man ihn erreicht?
  • Eine funktionierende Datensicherung einrichten. Von einem Moment zum anderen alle- Personal-, Kunden-, Buchhaltungs-, Produktionsdaten etc. weg? Dann stehen auch kleinere Unternehmen vor dem Nichts, ohne Zugriff auf ihre geschäftlichen Informationen. Für eine niedrige vierstellige Summe bekommt man ein solides Backup-System für ein kleineres Unternehmen eingerichtet. Daran zu sparen ist wie auf Feuerlöscher zu verzichten. Mehr im Beitrag „Wie kann Datensicherung vor Ransomware schützen?

Natürlich ersetzen diese Regeln nicht eine professionell gemanagte und installierte IT-Security. Aber sie ergänzen sie um einen wichtigen Aspekt.

Vorbereitet sein – und versichern!

Brandschutzmaßnahmen und eine Feuerversicherung schließen sich nicht aus. Im Gegenteil. Das Gleiche gilt für die Bedrohung durch Cyber-Risiken, denn eine Cyber-Versicherung gehört zum Vorbereitet sein dazu.

Der Unterschied ist eher, dass die Wahrscheinlichkeit einem Cyber-Angriffs deutlich höher liegt als das Risiko einer Brandkatastrophe.

Haben Sie Fragen oder Anmerkungen? Rufen Sie uns an: +49 (0)30 863 926 990

D&O-Versicherung prüfen - Symbolfoto: analogicus via Pixabay

Corona-Krise und Insolvenz-Sonderregeln: Geschäftsführer-Haftpflicht jetzt versichern oder verlängern

D&O-Versicherung für Geschäftsführer: Schutz vor Schadenersatz aufgrund persönliche Haftung für Pflichtversäumnisse

D&O-Versicherungen schützen Organe von Kapitalgesellschaften vor persönlicher Haftung: Geschäftsführer, Vorstände, Aufsichtsratsmitglieder und andere Mitglieder der Unternehmensführung sowie Prokuristen leitende Angestellte. Abgeschlossen werden sie allerdings in der Regel von der Gesellschaft. Der Versicherungsfall tritt ein, wenn Schadenersatzansprüche gegen den Geschäftsführer geltend gemacht werden – z. B. von der Gesellschaft selbst, weil der Geschäftsführer ihr gegenüber für Pflichtverletzungen haftet.

Besonders für AG-Vorstände und GmbH-Geschäftsführer ist das Haftungsrisiko sehr groß: sie sollten in jedem Fall gegen Schadenersatzansprüche aufgrund von Pflichtverletzungen versichert sein. Die D&O-Police kann der letzte Anker sein, der den privaten Ruin verhindert. Das ist keine Übertreibung.

Die Gefahr, mit dem gesamten Privatvermögen zu haften, ist vielen Geschäftsführen nicht wirklich bewusst. Doch nicht nur grob fahrlässige oder vorsätzliche Führungsversäumnisse führen in die Haftung. Grundsätzlich genügt ein einfacher Fehler.

Insolvenzverschleppung beispielsweise ist strafbar und begründet  Schadenersatzansprüche gegen den Geschäftsführer, Das gilt auch dann, wenn dem Geschäftsführer die rechnerische Überschuldung des Unternehmens gar nicht bekannt war.
Die derzeitige Aussetzung der Insolvenzantragspflicht ändert wenig am Risiko, durch eine Insolvenz in Haftung zu geraten, im Gegenteil. Doch dazu gleich mehr. Vorher lohnt sich ein Blick auf die Lage auf dem Markt für D&O-Versicherungen.

Corona-Krise und Marktprobleme: D&O-Versicherungen werden teuer und schwieriger zu bekommen

Ein Versicherungsprodukt, das Schadenersatzforderungen gegen Geschäftsführer deckt, lohnt sich für die Versicherer vor allem dann, wenn es der Wirtschaft gut geh. Dann fallen weniger Haftungsfälle an als in der Krise.

Da ist es kein Wunder, dass es auf dem Markt für diese Management-Haftpflichtversicherungen zurzeit keine Schnäppchen mehr gibt. Im Gegenteil, die Gesellschaften fahren das Geschäft eher zurück. Das war lange anders, die Versicherer waren bei Prämien und Konditionen vergleichsweise großzügig. Nun wird gegengesteuert. Manche Versicherungen bieten gar keine D&O-Versicherungen mehr an. Zumindest steigen die Prämien, besonders bei größeren Unternehmen.

Trotzdem: Jetzt erst recht

Dennoch sollten Geschäftsführer und Vorstände gerade jetzt aktiv werden und dafür sorgen, dass ihre Gesellschaft ihnen Versicherungsschutz besorgt oder bestehende Policen verlängert. Schließlich ist aktuell das Risiko besonders groß, in einer Haftungssituation zu enden. Die wirtschaftlichen Aussichten bleiben mittelfristig unsicher. Daran ändern kurze konjunkturelle Zwischenhochs wenig.

  • Für Geschäftsführer, die bisher keine D&O-Deckung haben, lautet der Rat: Jetzt abschließen. Das Produkt wird teurer, das Angebot wird immer kleiner, Warten verschlechtert die Position als Versicherungsnehmer.

  • Für bereits versicherte Geschäftsführer und Vorstände gilt: Ja, die Prämie wird teurer, wenn die Verlängerung ansteht. Noch wichtiger ist allerdings der Versicherungsschutz selbst. Denn viele Versicherer nehmen Änderungen vor, Deckungsausschlüsse kommen dazu. Eine genaue Prüfung der Versicherungsbedingungen ist wichtig. Wo die Konditionen stimmen, sollte eine vorzeitige Verlängerung der Police angestrebt werden.

  • Wichtig ist auch das Vertragsverhältnis zwischen dem Geschäftsführer und der Gesellschaft. Ist die GmbH verpflichtet, für den Geschäftsführer eine D&O-Versicherung abzuschließen? Ist ein bestimmter Deckungsumfang vereinbart? Und ist auch die Haftung nach einem Ausscheiden als Organ festgelegt? Das ist wichtig, aufgrund des „Claims-made“-Prinzips – dazu gleich mehr.
In jedem Fall können wir von acant helfen. Einer der Schwerpunkte von uns ist das Vermitteln von Versicherungsschutz für die persönliche Haftung des Managements: Geschäftsführung, Vorstand und Aufsichtsorgane. Wir kennen den Markt sehr genau und wissen, wie die besten Optionen am Markt aussehen.

Die Sache mit der „Claims-made“-Deckung

Ein wichtiger Aspekt von D&O-Versicherungen: Die Regulierung basiert auf dem „Claims-made“-Prinzip. Das bedeutet: Entscheidend ist nicht der Versicherungsschutz zu dem Zeitpunkt, als die Pflichtverletzung begangen wurde, sondern zum Zeitpunkt der Geltendmachung.

Beispiel: Im August 2020 durchläuft die GmbH eine Krise, es wird jedoch keine Insolvenz angemeldet. Im März 2021 kommt es doch zum Insolvenzantrag. Im Mai 2021 fordert der Insolvenzverwalter vom früheren Geschäftsführer Schadenersatz für Zahlungen der GmbH von August bis März. Begründung: Der Insolvenzantrag hätte schon im August, spätestens September 2020 gestellt werden müssen.

Sollte er damit Recht bekommen, dann gelten für die Regulierung der Forderung die Versicherungskonditionen vom Mai 2021. Welche D&O-Versicherungsvertrag im August 2020 galt, ist nicht ausschlaggebend.

Und genau deshalb ist es wichtig, die Entwicklung der Versicherungsbedingungen der eigenen Managerhaftpflicht genau im Auge zu behalten. Außerdem ist es wichtig, die einschlägige Rechtsprechung zu kennen, etwa zur Möglichkeit des Insolvenzverwalters, bestehende D&O-Policen zu kündigen.   Wir können Ihnen sagen, wie weit Ihr Versicherungsschutz konkret reicht.

Verlängerte Aussetzung der Insolvenzantragspflicht: eher Zusatzrisiko als Freibrief für Geschäftsführer

Die Regierung hat auf die Corona-Krise schon im März mit der befristeten Aussetzung der Insolvenzantragspflicht für GmbH-Geschäftsführer reagiert. Das galt zunächst bis Ende September. Jetzt wurde beschlossen, diese Regelung bis Jahresende zu verlängern.

Allerdings ist das nicht der Freibrief in Sachen Insolvenzrisiko, als der er oft verkauft wird. Trotz Insolvenzreife auf den Insolvenzantrag verzichten, das geht auch derzeit nur unter zwei Bedingungen:

  1. Das Unternehmen ist aufgrund der Pandemie insolvenzreif geworden. Das wird widerlegbar vermutet, wenn es nicht schon zum 31.12. 2019 insolvenzreif war.
  2. Eine Sanierung des Unternehmens hat reale Aussicht auf Erfolg.

Besonders der zweite Punkt kann später zur Haftungsfalle werden. Denn der GmbH-Geschäftsführer muss möglicherweise später nachweisen, dass er im Jahr 2020 nicht leichtfertig vom Insolvenzantrag Abstand genommen hat. Dafür muss zum Beispiel einen soliden, ausgearbeiteten, umsetzbaren Sanierungsplan existieren. Kann der Geschäftsführer die Sanierungsperspektive trotz Insolvenzreife nicht mit konkreten Zahlen und Informationen belegen, droht ihm nachträglich doch noch eine Anklage wegen Insolvenzverschleppung.

Und das bedeutet: die Gefahr der persönlichen Haftung mit dem Privatvermögen wird sehr konkret. Und damit die Frage, ob Versicherungsschutz besteht.

Wie bekommen Sie ihr persönliches Risiko in den Griff? Gemeinsam finden wir die optimale Lösung

Als Spezialmakler für Geschäftsführerhaftung vermitteln und optimieren wir seit vielen Jahren Versicherungen für die Manager-Haftpflicht. Wir finden auch für Ihre konkrete Situation die optimale Versicherungslösung. Sprechen Sie uns an.

Umsatzsteuersenkung: Bei Steuerrechtsproblemen hilft die Rechtsschutzversicherung, Symbolfoto Gerd Altmann via Pixabay

Umsatzsteuersenkung? Eine gute Rechtsschutz-Versicherung umfasst Steuerrechtsschutz

Deckt Ihre Rechtsschutzversicherung auch Umsatzsteuer-Ärger?

Die Senkung der Umsatzsteuer-Sätze hat für viele Unsicherheiten und Probleme gesorgt – und zeigt außerdem, wie sinnvoll eine gut betreute betriebliche Rechtsschutzversicherung ist: dann umfasst die Police auch Steuerrechtsschutz und Steuerstrafrechtsschutz.

Dass die „Mehrwertsteuer“ von Juli bis zum Jahresende vorübergehend abgesenkt wurde, sorgt in vielen Fällen für Komplikationen: etwa bei langfristigen Servicevereinbarungen, Abonnements sowie Lizenz– und Rahmenverträgen, bei Vorauszahlungen, Abschlagsrechnungen, späteren Zusatzleistungen und ähnlichem mehr.

Das genaue Abgrenzen von Einzelleistungen oder Lieferungen und mögliche Rechnungsstornos schaffen – trotz der offiziellen Ausführungen – jede Menge möglicher Fehler-Quellen. Dummerweise können Umsatzsteuer-Irrtümer drastische Folgen haben. Es drohen Änderungsbescheide, gegen die man vorgehen muss, vielleicht sogar ein Bußgeld und im schlimmsten Fall ein Steuerstrafverfahren.

In Ihrer betrieblichen Rechtsschutzversicherung sollten Steuerrecht und Steuerstrafrecht „drin“ sein

Die gute Nachricht: In einer zeitgemäßen Rechtsschutzversicherung sind die Kosten von Rechtsstreitigkeiten rund um die Umsatzsteuer vermutlich versichert. Je nach Police besteht sogar Strafrechtsschutz.

  • Ihr Unternehmen muss gegen einen Änderungsbescheid mit Umsatzsteuer-Nachforderungen klagen? Anwalts- und Prozesskosten sind in der Regel gedeckt.
  • Müssen Sie sich gegen Bußgeldforderungen wegen Umsatzsteuerverkürzung zur Wehr setzen? Auch das ist im Rahmen des Ordungswidrigkeiten-Rechtsschutzes mitversichert.
  • Dem Geschäftsführer oder Vorstand wird Hinterziehung von Umsatzsteuer vorgeworfen? Das ist ihm Rahmen von Strafrechtsschutz bzw. Steuerstrafrechtsschutz versicherbar.
  • Ein Kunde fordert Entschädigung, weil ihm fehlerhaft Umsatzsteuer berechnet wurde und kein Vorsteuerabzug möglich ist? Die Abwehr solcher zivilrechtlichen Ansprüche sollte in der Rechtsschutzversicherung gedeckt sein.

Wichtig: Ob Ihre Rechtsschutzpolice all das tatsächlich abdeckt, können wir gern für Sie ermitteln. Wir prüfen Ihren Versicherungsvertrag kostenlos und unverbindlich.

Übrigens: Eine Rechtsschutzversicherung kann die Finanzierungskosten senken

Wenn das Unternehmen auch für mögliche Rechtsstreitigkeiten vorgesorgt hat, dann kann das Kreditkosten senken. Angesichts verbreiteter Liquiditätsschwierigkeiten werden solche Aspekte besonders wichtig. Mehr dazu steht im Beitrag: „Wenn die Hausbank nach Rechtsschutzversicherungen fragt„.

Ist in Ihrer Rechtsschutzversicherung Steuerrecht und Steuerstrafrecht mit drin?

Als Fachmakler für Unternehmen können wir von acant Ihnen alle Fragen zum Unternehmensrechtsschutz beantworten. Außerdem prüfen wir Ihre Rechtsschutzversicherung und alle anderen Policen kostenlos und unverbindlich. Sie erreichen uns unter 030 863 926 990.

Versicherungssumme - Daumenregel, Symbolbild: Luisella Planeta Leoni via Pixabay

Versicherungssumme bestimmen: Daumenregel für Unternehmen

Sinnvolle Versicherungssumme: In welcher Höhe sollen wir das versichern?

Bei Sachversicherungen wie einer Maschinenversicherung oder Gebäudeversicherung lässt sich die sinnvolle Höhe der Versicherungssumme relativ leicht bestimmen. Der wichtigste Parameter sind die Gestehungskosten, also die Anschaffungs- bzw. Baukosten bzw. der Wiederbeschaffungswert

Schwieriger wird es bei Versicherungen wie der Cyberversicherung, einer Haftpflicht- oder Vertrauensschadenversicherung. Sie sichern abstraktere Risiken ab. Natürlich kann man prinzipiell auch hier durch ausgefeilte Kostenrechnung die optimale Versicherungssumme bestimmen. Aber dafür benötigt man dann sehr detaillierte Zahlen. Entscheidende Faktoren sind unter anderem die Bonität, der Umsatz, die geschäftliche Prognose oder auch der Wert der Marke.

Versicherungshöhe: Die bewährte Daumenregel

Trotzdem sollte es nicht nur vom Bauchgefühl abhängen, in welcher Höhe Cyberschäden, Pflichtverletzungen eigener Mitarbeiter oder andere Risiken dieser Art versichert werden. Zum Glück gibt es eine Daumenregel in Form von zwei Leitfragen, mit denen man sich einem sinnvollen Versicherungswert recht gut annähern kann:

„Angenommen, ein solcher Schaden tritt ein – plötzlich, unvorhergesehen und unversichert.

  • Bis zu welcher Höhe würde Ihr Unternehmen den Schaden dann aus eigenen Mitteln begleichen wollen bzw. können?“
  • Ab welcher Höhe droht Ihrem Unternehmen dadurch die Insolvenz?

Auf diese Fragen finden Geschäftsleute in der Regel recht schnell eine konkrete Ziffer als „Hausnummer“. Damit weiß man dann, in welchem Rahmen sich die Deckung ungefähr bewegen sollte.

Schadenshöhe, Schadenswahrscheinlichkeit und Risikobereitschaft

Natürlich ist das Ganze nur ein Teil der Versicherungsentscheidung. Für eine sinnvolle betriebliche Versicherung muss zudem klar sein, wie wahrscheinlich ein Schadensereignis ist. Außerdem geht es auch um die grundsätzliche Strategie des Unternehmens: Wie viel Risiko möchte man akzeptieren?

Es ist nicht unsere Aufgabe als Versicherungsmakler Versicherungskunden zu einem bestimmten Kurs zu erziehen. Risiko ist immer Teil des Geschäfts, wie viel man in Kauf nehmen möchte, bestimmt die Unternehmensführung. Unser Job ist es, die Versicherungsprodukte zu finden, die individuell am besten zum Kunden passen:

  • die individuelle Risikokultur seines Unternehmens
  • sein konkretes Risikoprofil (welche Bedrohungen sind überhaupt relevant?),
  • die Schadenshöhe, ab der eine Deckung gewünscht oder benötigt wird.

Haben Sie Fragen?

Wir nehmen uns Zeit für Sie: Telefon 030 863 926 990 oder per Kontaktformular.

IT-Sicherheit und die Vertrauensschaden-Versicherung

Vertrauensschäden versichern: Schutz vor krummen Touren von innen

Eine Vertrauensschadenversicherung deckt den Vertrauensbruch von innen ab. Genauer: Das Unternehmen versichert sich gegen Schäden aus unerlaubten Handlungen von Unternehmensangehörigen und anderen Vertrauensträgern und Vertretern.

Einige typische Beispiele:

  • Ein Mitarbeiter späht die Zugangsdaten der Personalbuchhalterin aus und nutzt sie, um die Erstattung für seine Spesenabrechnungen zu manipulieren.
  • Eine scheinbare Flirt-Bekanntschaft wird auf den Prokuristen angesetzt. Sie bringt ihn dazu, entgegen den Sicherheitsvorschriften Dateien von ihr auf seinem Firmen-Tablet zu öffnen. Kriminelle erhalten so Zugriff auf die Firmendaten.
  • Als Reaktion auf seine Kündigung löscht ein IT-Administrator sämtliche Daten auf den Servern der Entwicklungsabteilung einschließlich der Backups. Die notwendigen Zugriffsrechte besitzt er.
  • Ein Außendienstmitarbeiter auf Dienstreise lässt sich abends im Strip-Club den Firmen-Laptop mit sensiblen, wichtigen Daten stehlen.

Eine Vertrauensschadenversicherung schützt auch gegen IT-basierten Missbrauch

Eine Vertrauensschadenversicherung deckt digitale wie analoge Unterschlagungen, Sachbeschädigungen, Sabotagehandlungen und andere unerlaubte Handlungen von Unternehmensangehörigen und -vertretern ab, die das Unternehmen finanziell schädigen.

Da Unternehmen im Regelfall für Pflichtverletzungen ihrer Arbeitnehmer gegenüber Dritten haften, sind mit den Vertrauensschäden auch Schadenersatzforderungen von Außenstehenden gedeckt: beispielsweise die Ansprüche von Kunden, deren Daten von einem Mitarbeiter entwendet und anschließend missbraucht wurden.

Die Beispiele oben waren etwas tendenziös. Bei allen ging es um digitale Daten oder Hardware. Aber dieser Punkt ist wichtig: Vertrauensschadenversicherungen helfen bei Schäden, die zwar mit der Unternehmens-IT zu tun haben, in der es aber keinen unerlaubten Eingriff in die IT gab.

Der Mitarbeiter, der seinen eigenen Zugriff zum Firmennetz nutzt, um das Unternehmen zu schädigen, der sich sein Passwort stehlen lässt oder weitergibt, außerdem Fälle von CEO Fraud, all das wird eine Cyber-Versicherung nicht unbedingt decken. Es fällt in der Regel aber unter die Vertrauensschadenversicherung.

Vertrauensschadenversicherung: Schutz vor Wirtschaftskriminalität

Eine betriebliche Vertrauensschadenversicherung schützt vor vielen Fällen von Wirtschaftskriminalität. Und zwar auch dann, wenn bei der unerlaubten Handlung keine Hackerangriffe oder sabotiert wurden und auch keine IT-Fehlfunktion für Pannen sorgte.

Damit ist die Vertrauensschaden-Police eine wichtige Ergänzung zur Cyber-Versicherung. Allerdings muss man dabei genau hinschauen:

  • darauf, welchen Risiken das Unternehmen tatsächlich ausgesetzt ist,
  • auf das Kleingedruckte in den Versicherungsverträgen
  • auf die effektiven Kosten für den gesamten Versicherungsschutz bzw. darauf, wie sich beide Versicherungstypen in konkreten Fall kostensparend kombinieren lassen

Als Spezialmakler für IT-Risiken können wir von acant Ihr Unternehmen dabei zielgerichtet und kompetent beraten. Ein Anruf genügt: 030 863 926 990

Betriebsschließungsversicherung, Symbolbild leeres Hotel von Valentin J-W from Pixabay

Urteil zur Betriebsschließung: Der Versicherer muss zahlen

Ein neues Urteil zum Versicherungsrecht stärkt Versicherungskunden den Rücken und bekräftigt ihre Ansprüche – das finden wir von acant sehr gut!

Versicherungsnehmer-freundliches Urteil zur Betriebsschließungsversicherung

Die Betriebsschließungsversicherung haben wir erst vor kurzem erwähnt: in Zeiten, in denen viele Betriebe aufgrund der Pandemie geschlossen bleiben, ist sie ein wichtiges Thema.

Ein aktuelles Thema ist sie allerdings auch im Versicherungsrecht. Zum Beispiel diskutieren die Juristen darüber, ob der Versicherer auch dann zahlen muss, wenn ein Betrieb durch allgemein verfügte Maßnahmen zur Virus-Bekämpfung praktisch lahmgelegt wurde, auch wenn er theoretisch noch hätte öffnen können.

Nun hat das Landgericht Mannheim den Versicherungsnehmern den Rücken gestärkt. Wir als Versicherungsmakler begrüßen diese Entscheidung pro Versicherungskunde sehr, auch wenn die Rechtslage damit noch nicht endgültig geklärt ist.

Keine touristischen Übernachtungen, Hotel zu – trotzdem kein Versicherungsfall „Betriebsschließung“?

Ein Hotelbesitzer betreibt zwei Hotels in Berlin und ein Hotel in Hamburg, jeweils mit Restaurant. Aufgrund des Epidemie-Maßnahmen schließt er alle drei Häuser: Touristen darf er ab ca. Mitte März nicht mehr übernachten lassen. Geschäftsreisende übernachten schon vor der Pandemie kaum bei ihm. Und seine Hotelgastronomie eignet sich nicht für reinen Verkauf „to go“.

Der Hotelbetreiber meldet sich bei seinem Versicherer – doch der will nicht zahlen. Er findet gleich mehrere Begründungen für die Weigerung:

  • Es hätte keine Schließung für genau diese Hotels vorgelegen, nur eine Allgemeinverfügung für alle Hotels.
  • Außerdem hätten die Häuser ja offen bleiben können, nur eben nicht für Touristen.
  • Und schließlich habe der Versicherungsvertrag Fälle von Covid-19/SARS-CoV-2 gar nicht umfasst. Der Virus sei bei Vertragsabschluss noch nicht im Infektionsschutzgesetz aufgeführt gewesen.

Doch diese Ablehnungsgründe überzeugten die Richter keineswegs. Sie befanden, dass die gegebenen Einschränkungen faktisch wie eine Betriebsschließung zu sehen seien. Deshalb bestehe Anspruch auf die Versicherungsleistung.

Versicherungsbedingungen gelten so, wie ein Versicherungskunde sie normalerweise versteht

Das Urteil bedeutet keineswegs, dass alle Rechtsfragen zur Betriebsschließungsversicherung nun abschließend geklärt sind. Aber für Versicherungskunden ist es ein klares, positives Signal. Die Kammer hat erneut einen wichtigen Grundsatz der Rechtsprechung im Versicherungsrecht bekräftigt:

„Maßstab der Auslegung ist, wie ein durchschnittlicher Versicherungsnehmer ohne versicherungsrechtliche Spezialkenntnisse die jeweilige Klausel bei verständiger Würdigung,
aufmerksamer Durchsicht und Berücksichtigung des erkennbaren Zusammenhangs verstehen muss.“

LG Mannheim, 29.04.2020 – 11 O 66/20

Einfacher ausgedrückt: Versicherungsklauseln gelten so, wie ein normaler Mensch sie versteht. Und deshalb war in diesem Fall die durch Maßnahmen gegen das Corona-Virus verursachte Schließung mitversichert.

Neues Urteil zum Versicherungsrecht? Wir von acant verfolgen die Rechtsprechung genau

Wir von acant haben genau im Blick, was sich im Versicherungsrecht tut. Schließlich sind solche Entscheidungen für uns als Versicherungsmakler wichtig.

  • Zum einen haben wir damit ein wichtiges Argument in der Hand, wenn wir irgendwann für einen unserer Kunden mit einer Versicherungsgesellschaft über die Versicherungsleistung sprechen.
  • Zum zweiten achten wir darauf, welche Versicherungsgesellschaft sich wie verhält, wenn es um Schadensregulierung geht. Auch wenn alle Versicherer gewinnorientierte Unternehmen sind: es gibt durchaus Unterschiede in Stil und Verhalten. Und die fließen in unsere Beratung mit ein.

Wir von acant kümmern uns im Versicherungsfall um die Regelung des Schadens und verhandeln mit den Versicherern. Dabei stehen klar auf Seite unserer Kunden. Und wir kennen uns im Versicherungsrecht sehr genau aus.

Haben Sie Fragen? Sprechen Sie uns einfach an.

Übeprüfungunsmandat - mit Versicherungen Kosten sparen - Symbolbild: OpenClipart-Vectors via Pixabay

Überprüfungsmandat: an Versicherungen sparen – mit Überlegung

Bei einem Überprüfungsmandat nehmen wir von acant Ihre betrieblichen Versicherungen unter die Lupe und schauen, wo Ihr Unternehmen Kosten sparen kann. Dabei gehen wir ebenso sachkundig wie konsequent vor. Das Ziel: Ihre Kostenbelastung zu senken, ohne den wirklich notwendigen Versicherungsschutz aufzugeben.

Das Überprüfungsmandat ist für Sie kostenlos und unverbindlich. Und zwar auch dann, wenn Ihr Unternehmen noch kein Kunde von acant ist. Sie erhalten Zugriff auf unser Versicherungs-Sachwissen und unsere Marktkenntnis als Versicherungsmakler, ohne dafür bezahlen zu müssen oder eine Verpflichtung einzugehen.

Versicherungen kosten Geld

Die Wirtschaft steckt branchenübergreifend in der Krise. Ein Hauptproblem vieler Unternehmen: fehlende Liquidität und ungewisse Perspektiven. Die Folge: akuter Druck zur Kostensenkung.

Es liegt nahe, auch bei den Versicherungen zu sparen. Allerdings ist das keine triviale Sache. Kosten reduziert man nur dann effektiv, wenn man beim Einsparen überlegt vorgeht. Unüberlegt gekündigte Versicherungen rächen sich durch erhöhte Kosten im Schadensfall, aber auch durch schlechtere Ratings und Finanzierungsbedingungen.

Betriebliche Versicherungen: Ist das existentiell, oder kann das weg?

Versicherungen sind mehr als ein „nice to have“-Element im Geschäftsleben. Als elementarer Bestandteil der Finanzplanung und des Risikomanagements sind bestimmte Deckungen unentbehrlich, weil existentiell für das Unternehmen. Andere Versicherungen und Versicherungsbestandteile sind tatsächlich verzichtbar. Es gilt, genau zu unterscheiden.

Und natürlich gehören auch die unverzichtbaren Versicherungsverträge auf den Prüfstand. Gibt es günstigere Angebote für die gleiche Versicherungsleistung? Kann die Deckungshöhe angepasst werden? Viele Versicherungsverträge umfassen Sublimits für bestimmte Risiken: auch das sind Stellschrauben, die man optimieren kann.

Überprüfungsmandat: Ihre betrieblichen Versicherungen auf dem Kosten-Prüfstand

Das Sparpotenzial bei den Versicherungen des Unternehmens lässt sich ohne präzises Sachwissen nicht realisieren. Genau dafür sind wir da. Als Versicherungsmakler übernimmt acant auch Überprüfungsmandate.

  • Wir schauen uns zuerst genau an, was Ihr Betrieb macht. Worin besteht die Tätigkeit und das Angebot? Welche Risiken hängen mit der Geschäftstätigkeit zusammen? Welche Risiken ergeben sich aus dem individuellen Firmenprofil (Größe, Standort, Marktsegment etc.)?
  • Anschließend analysieren wir Ihre bestehenden Versicherungsverträge: Was ist tatsächlich versichert und zu welchen Kosten? Was ist doppelt versichert? Und was ist gar nicht abgedeckt?
  • Schließlich bekommen Sie von uns Vorschläge, um Kosten einzusparen: Konkrete Vorlagen, welche Versicherungsverträge geändert oder gekündigt werden sollten, mit günstigeren Alternativen. Natürlich wickeln wir die Umsetzung für Sie ab. Aber Sie allein entscheiden.

Ein Überprüfungsmandat ist für Sie kostenlos und unverbindlich.

Selbst wenn Sie neue Policen abschließen (weil teurere gekündigt werden), zahlen nicht Sie die Courtage. Das übernimmt die Versicherungsgesellschaft, ohne Aufpreis für Sie.

Vielleicht werden auch gar keine neuen Verträge notwendig, weil sich bereits durch Neuverhandlung der bestehenden Policen Einsparungen erzielen lassen.

Für uns zählt die langfristige Perspektive – und Ihre Zufriedenheit

Warum sich Überprüfungsmandate für uns lohnen? Ganz einfach: Ein Versicherungsmakler wie acant vermittelt nicht einfach nur Policen. Wir betreuen und beraten die Versicherungsnehmer dabei. Das ist ein Schwerpunkt unserer Arbeit: Wir setzen auf eine langfristige Zusammenarbeit, am liebsten über Jahre hinweg.

Deshalb liegt uns daran, dass Sie das volle Sparpotenzial im Bereich Ihrer Versicherungen umsetzen können, ohne durch falsche Kostensenkung Nachteile zu erleiden. Schließlich leben wir davon, dass Sie finanzielle Schäden vermeiden.

Gern beantworten wir Ihre Fragen: Sie erreichen uns unter 030 863 926 990 oder unter info@acant.de.

Drohnenführerschein machen, Symbolbild: LoggaWiggler via Pixabay

Drohnenführerschein mit Flugtraining – vom Versicherungs-Dienstleister

Nicht jeder, der Drohnen fliegen lässt, macht das nur zum Spaß. Inzwischen gibt es mehr als genug Drohnen, die kommerziell eingesetzt werden: zum Überprüfen von Leitungen, Gebäudeteilen oder Grundstücken beispielsweise, oder als flankierende Maßnahme im Sicherheitsbereich.

Deshalb ist auch die „VdS Schadensverhütung“ aktiv geworden: Die Dienstleistungstochter des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bietet Drohnenführerschein-Kurse an.

Schließlich braucht in Deutschland jeder, der eine Drohne von mehr als 2 KG Gesamtgewicht fliegt, einen „Kenntnisnachweis gemäß § 21d LuftVO“. Der VdS-Lehrgang zum „Drohnen-Operator“ bietet zusätzlich zur Theorie-Schulung auch individuelles Flugtraining am Quadrocopter oder Octocopter.

Der Anbieter hofft, dass die Weiterbildung vor Ort bis zu den Terminen im September wieder möglich ist. Auf der VdS-Website gibt es weitere Infos.