Standard-Vertragsklauseln EU Datenschutz, Symbolfoto: Adrian Malec via Pixabay

Neue Standard-Vertragskauseln der EU zum Datenschutz: Haftung versichert?

Datenschutz: Neue Standard-Vertragsklauseln für Datenaustausch

Schon seit Ende Juni gelten neue Standard-Vertragsklauseln der EU für den Datenaustausch mit Staaten außerhalb der EU, wenn diese keinen angemessenen Datenschutz gewährleisten.

Diese Musterklauseln machen es möglich, dass EU-Unternehmen (also auch deutsche) personenbezogene Daten in Drittstaaten verarbeiten, dorthin transferieren oder dort speichern lassen. Und zwar auch in solchen Drittstaaten, deren Datenschutzrecht weniger streng ist als die in der EU gültige Datenschutzgrundverordnung (DSGVO). Das gilt zum Beispiel für die USA. Die Klauseln sollen gewährleisten, dass EU-Bürger auch dort ihre Datenschutzrechte wahrnehmen können.

Wenn ein Unternehmen einen Online-Service nutzt, bei dem personenbezogene Daten auf einem US-Server gespeichert werden können, muss der Vertrag mit dem Geschäftspartner Datenschutzbestimmungen gemäß EU-Standardvertragsklauseln enthalten. Sonst liegt ein DSGVO-Verstoß vor. Und die sind teuer.

Welcher Zeitrahmen gilt für die Übernahme der neuen Standard-Vertragsklauseln?

Die alten Versionen der Standard-Vertragsklauseln dürfen nur noch eine Weile verwendet werden. Spätestens am September 2021 müssen bei neu abgeschlossenen Verträgen über Datenaustausch oder Datenspeicherung die neuen Standardklauseln eingesetzt werden. Und ab dem 27. Dezember 2022 müssen alle Verträge, die bislang die alten Klauseln enthalten, auf die neuen Versionen umgestellt sein.

Was bedeutet das praktisch?

Unternehmer, die einen Cloud-Provider, einen Newsletter-Versender, ein Online-Marketing-Tool oder ähnliche Online-Services nutzen, sollten genau hinschauen. Speichert der Anbieter alle Daten in einem EU-Staat? Dann ist die Sache problemlos. Das Gleiche gilt für Länder, deren Datenschutz-Vorschriften dem Schutzniveau der DSGVO „angemessen“ sind. Aktuell sind etwa Südkorea, Kanada, Großbritannien, Japan und die Schweiz auf dieser Liste.

Für andere Länder sollten die Standard-Datenschutzklauseln der EU Teil des Vertrags werden. Das ist allerdings auch kein Allheilmittel: Das Unternehmen muss trotzdem sichergehen, dass der Datenschutz auch in der Realität gewährleistet wird. Es muss eine Risikoprüfung durchführen. Und es darf selbstverständlich nur personenbezogene Daten verarbeiten, speichern oder weitergeben, wenn die betreffende Person eingewilligt hat oder sonst eine Rechtsgrundlage besteht. Das gilt aber generell, nicht nur beim Datentransfer aus der EU heraus.

Das Risiko

Ein Problem ergibt sich, wenn das Datenschutzniveau dort, wo der Server steht, niedriger liegt als bei der DSGVO. Das ist auch in den USA der Fall. Dort haben beispielsweise staatliche Dienste sehr weitgehende Zugriffsmöglichkeiten. Mit den Standard-Vertragsbedingungen garantiert der Geschäftspartner, dass er trotzdem für angemessenen Datenschutz sorgt.

Datenschutzrecht ist eine komplexe Sache. Für internationales Datenschutzrecht gilt das erst recht. Ein Verstoß kann hohe Kosten verursachen. Allein die Bußgelder können bis zu zwei Prozent vom Jahresumsatz ausmachen. Dazu kommen aufwändige Hinweispflichten. Man muss alle Betroffenen informieren. Und jeder von Ihnen kann Schadenersatz verlangen.

Das Risiko ist keine Theorie. Es muss auch nicht erst zu einer Datenschutzverletzung kommen, damit man das Unternehmen in die Bredouille gerät. Schon jetzt verschicken die Landesdatenschutzbehörden Fragebögen an Unternehmen. Darin verlangen sie konkrete Auskunft darüber, welche Dienstleister man nutzt und wo diese die Daten speichern. Das berichtet die Anwaltskanzlei FPS, die zudem eine Checkliste zu den EU-Standardvertragsklauseln vorbereitet hat.

Abhilfe: Verträge prüfen lassen – und sich vor allem versichern!

Geht es bei Geschäftsbeziehungen mit Firmen im Nicht-EU-Ausland in irgendeiner Form um den Transfer personenbezogener Daten? Dann kann es ratsam sein, selbst bei kleineren Aufträgen die vorgelegten Standard-Verträge mit Blick auf den Datenschutz prüfen zu lassen. Grundsätzlich gilt: Anbieter, die die Speicherung und Verarbeitung innerhalb der EU garantieren, vermindern das Datenschutzrisiko enorm.

Ein zweiter, wichtiger Punkt sind geeignete Haftpflichtversicherungen. Die Gewährleistung des Datenschutzes ist eine Rechtspflicht. Damit ist die Haftpflicht gedeckt, wenn das Unternehmen in Haftung genommen wird. Voraussetzung ist natürlich, dass es seine Haftpflicht versichert hat, und dass der Datenschutzverstoß nicht vorsätzlich oder grob fahrlässig erfolgt ist. Eine Cyber-Versicherung und eine Rechtsschutzversicherung können zusätzliche Kosten auffangen: Eigenschäden beispielsweise und Anwalts- bzw. Gerichtskosten. Gleiches gilt für eine Manager-Haftpflichtversicherung.

Decken Ihre betriebliche Versicherungen die Datenschutz-Risiken ab?

Wie steht es um den Versicherungsschutz Ihres Unternehmens in Sachen Datenschutzverletzung? acant prüft Ihre Versicherungsverträge und kontrolliert, wie weit die Deckungen reichen.

Das ist selbstverständlich kostenlos. Haben Sie Interesse? Nehmen Sie Kontakt auf!

Überschwemmungsschaden am Auto Symbolbild: Nick_H via Pixabay

Classic Car voll Wasser? Soforthilfe bei Überschwemmungsschäden am Auto

Oldtimer im Hochwasser: ein absoluter Alptraum

Ein Alptraum für alle, die Oldtimer, Youngtimer, Classic Cars oder andere besondere Autos lieben: der Wagen steht vermeintlich sicher in der Garage. Dann kommt eine Flutwelle wie aus dem Nichts, überschwemmt Garage und Auto, das Wasser steigt bis zum Dachhimmel. Vor einigen Wochen wurde dieser Alptraum für viele Oldtimer-Freunde in Deutschland Wirklichkeit.

Tipps für „oldtimer-rettende Sofortmaßnahmen“

Diplom-Ingenieurin Laura Kukuk und TÜV-Sachverständiger Norbert Schroeder sind Experten für Oldtimer-Fahrzeugtechnik. Sie wissen, was Oldtimer-Besitzer am Tag nach der Überschwemmung tun sollten – und was nicht.

Wenn Innenraum und Motor mit nassem Schlamm verkrustet sind und in jedem Winkel und in jedem Kabel modrige Nässe sitzt, kann überstürztes Handeln den Schaden verschlimmern. Deshalb nicht einfach Spannung anlegen, Sitzpolster abbürsten oder gar versuchen, den Wagen anzulassen. Besser:

  • sämtliche Schäden auf Fotos bzw. per Video ausführlich dokumentieren
  • Batterie abklemmen
  • das Auto aus der feuchten Umgebung herausholen, wenn es in einer durchnässten Garage oder Werkstatt steht. Die Luftfeuchtigkeit sorgt sonst für weitere Schäden. Aber Vorsicht bei der Bergung des Wagens!
  • einen Gutachter beauftragen, der sich mit Oldtimern bzw. Classic Cars auskennt und auch die Schäden feststellt, die nicht sofort ins Auge stechen.

Ausführliche Hinweise finden sich in dem Interview mit den beiden Experten, den unser auf die Versicherung von Classic Cars spezialisierte acant-Kooperationspartner OCC veröffentlicht hat: „Totalschaden nach Flutkatastrophe? Gutachter: So retten Sie Ihren Oldtimer“

Doch Vorsicht: Die Bilder in dem Artikel sind nichts für schwache Nerven …

Ist Ihr Classic Car richtig versichert?

Besitzen Sie selbst ein Auto, das finanziell wie emotional großen Wert hat? Dann lassen Sie es nicht unterversichert oder fehlversichert!

Wir von acant sorgen zusammen mit OCC dafür, dass Ihr Prunkstück eine oldtimer-gerechte Kfz-Versicherung bekommt. Rufen Sie uns einfach an, wir beraten Sie kostenlos und ausführlich: 0176 1031 8791

Bitcoin versichern - geht das? Symbolbild: Icons8_team via Pixabay

Bitcoin versichern, oder andere Kryptowährungen – geht das?

Kann man Bitcoin versichern, oder Guthaben in anderen Kryptowährungen? Dieser Frage hören wir bei acant inzwischen häufiger.

Guthaben in Kryptowährungen sind gefährdet

Gerade ist es mal wieder passiert: Ein Hacker stahl in den USA Kryptowährungen im Wert von rund 600 Millionen Dollar. Betroffen war die auf den Transfer bzw. den Tausch von Kryptowährungen spezialisierte Plattform Poly Network: Der Dieb hatte die Sicherheitssysteme geknackt und kaperte Guthaben der Kryptowährungen Ethereum, BSC (Binance) und Polygon. Später gab er die Guthaben wieder zurück – im Gegenzug wurde ihm eine Belohnung in Höhe von einer halben Million Dollar versprochen.

Gleiches ist auch schon oft genug mit Bitcoin passiert. In Nordkorea gibt es Medienberichten zufolge ganze Abteilungen staatlich kontrollierter Hacker, die sich auf illegale Blockchain-Operationen – sprich Diebstahl – spezialisiert haben. So tragen sie dazu bei, das Regime zu finanzieren.

Selbst ohne Diebe kann ein Bitcoin-Guthaben verloren gehen. Wenn die Schlüssel auf einer Festplatte liegen, drohen Hardware-Schäden oder unabsichtliches Überschreiben. Besonders spektakulär ist der Fall des virtuellen Bitcoin-Millionärs Stefan Thomas: Ihm gehört eine Festplatte mit Bitcoins im Wert eines neunstelligen Dollarbetrags. Was ihm fehlt, ist das Festplatten-Passwort, denn das hat er vergessen. Noch zwei Eingabeversuche erlaubt die Sicherungssoftware der Platte. Dann ist die Höchstzahl an Fehlversuchen erreicht, das Sicherheitsprogramm löscht die Daten auf der Festplatte.

Kann man Bitcoin versichern?

Die kurze Antwort lautet: Eine Sachversicherung für Bitcoin, die den Verlust oder Diebstahl ersetzt, gibt es derzeit nicht. Das liegt schon daran, dass die Versicherer das Risiko schlecht kalkulieren können. Schließlich hängt der von der Kursentwicklung ab. Der rechtliche Status und der offizielle Wert sind unklar, da Bitcoin, Ethereum & Co. keine offiziellen Zahlungsmittel sind und anders als Devisenguthaben oder Wertpapiere keinen Bilanzierungsvorschriften unterliegen. Aus Sicht eines Sachversicherers tauchen Bitcoin-Guthaben im zu versichernden Bestand, d. h. dem Vermögen des Unternehmens, nicht als bestimmter Wert auf.

Außerdem drohen im Fall eines Massendiebstahls wie bei Poly Network sehr umfangreiche Versicherungsfälle auf einen Schlag. Solche Risiken lassen Sachversicherer ebenfalls zurückschrecken.

Das Fazit: Es gab zwar frühere Ankündigungen von Bitcoin-Versicherungsprodukten. Entsprechende Angebote kamen nicht auf den Markt.

Eine Vertrauensschadenversicherung oder Cyberversicherung kann bei der Aufklärung helfen

Besser sind die Aussichten auf eine Deckung des Schadens bei dem Verdacht, dass eigene Mitarbeiter oder Beauftragte Bitcoin-Guthaben gestohlen oder veruntreut haben. Hat das Unternehmen eine Vertrauensschadenversicherung oder eine Cyber-Versicherung, kann der Versicherer die Kosten der forensische Aufklärung übernehmen. Experten für IT-Forensik können den Weg zu den Tätern weisen, von denen man die Guthaben mit etwas Glück zurückholen kann. Natürlich hängt der Anspruch von den Versicherungsbedingungen der Police ab.

Haben Sie Fragen zum Versicherungsschutz Ihrer digitalen Werte?

Wenn es um Versicherungen für digitale Werte und Versicherungsschutz vor digitalen Risiken geht, kennen wir von acant uns aus. Wir sind schließlich Spezialmakler für Cyberrisiken aller Art.

Fragen Sie uns einfach – wir beraten Sie gerne und kostenlos. Und wenn sich etwas nicht versichern lässt, wie zum Beispiel Bitcoin, dann sagen wir Ihnen das ganz klar.

Frank Schwandt: TÜV-zertifzierter Fachberater für Cyber-Risiken.

Versicherungsmakler – und TÜV-zertifizierter Fachberater für Cyber-Risiken

Qualifikation nachgewiesen: Fachberater für Cyber-Risiken mit TÜV-Zertifikat

Vor einiger Zeit bin ich von Berlin nach Essen gefahren, um meine Qualifikation als Fachberater prüfen zu lassen. Der TÜV Rheinland hat meine Kenntnisse in Sachen Cyber-Sicherheit und digitalen Risiko-Exponierung von Unternehmen eingehend geprüft.

Es ging um die Unterthemen:

  • Täterprofile moderner Cyberkrimineller
  • Gesetzeslage und Unternehmenshaftung bei Cyber-Kriminalität
  • Leistungen und Vorteile von Cyberversicherungen
  • Lösungsorientierte Beratung statt reiner Produktverkauf
  • Identifikation, Analyse und Bewertung von Cyberrisiken
  • Anwendung eines Softwaretools zur Versicherungs-Summenermittlung
  • IT-Sicherheitskonzepte nach VdS, BSI und ISO 27001
  • Grundlagen des IT-Risk-Management nach ISO 31000

Um ehrlich zu sein: ich bin stolz, dass ich meine Qualifikation auf diesen Fachgebieten unter Beweis stellen konnte. Dafür habe ich vom TÜV Rheinland die Zertifizierung als Fachberater erhalten, als Nachweis meiner Eignung für die gezielte Beratung von Unternehmen zum digitalen Risiko-Management.

Oder wie es der TÜV selbst formuliert: „Fachberater für Cyber-Risiken mit TÜV Rheinland geprüfter Qualifikation weisen mit der Zertifizierung nach, dass sie für die fachliche Beratung gewerblicher Versicherungsnehmer umfassend vorbereitet und zur Identifikation und Kommunikation unternehmerischer Cyber- und IT-Risiken nach dem Grundsatz Lösungsorientierung statt Produktorientierung befähigt sind.“

Frank Schwandt ist TÜV-zertifizierter Fachberater für Cyber-Risiken (Urkunde)

Cyber-Versicherungen gibt’s inzwischen überall – qualifizierte Risiko-Beratung nicht

Es geht dabei nicht nur um Titel und Eitelkeiten. Ich freue mich über das TÜV-Zertifikat meiner Fachkenntnisse, weil es den besonderen Anspruch von acant bestätigt: Wir sind kompetente Fach-Versicherungsmakler zu Cyber-Risiken von Unternehmen jeder Größe und Branche.

Ransomware und/oder Datenschutzverstöße können jedes Unternehmen treffen, das ist inzwischen allgemein bekannt. Wann haben Sie das letzte Mal von Ransomware, Hackern und Datendiebstahl gehört – heute, gestern oder vorgestern?

Dass Cyber-Versicherungen Schutz bieten und zur Vorsorge genauso wichtig sind wie technische IT-Sicherheitsmaßnahmen, ist mittlerweile ebenfalls akzeptiert.

Aber: Diese Popularisierung des Themas bringt eigene Gefahren mit sich. Versicherungsschutz gegen Hacker, Trojaner und Datenschutzverletzungen gibt es inzwischen an jeder Ecke. Doch eine Cyber-Versicherung ist etwas anderes als eine Kfz-Versicherung fürs Privatauto, die man von der Stange kaufen kann. Cyber-Versicherungsschutz muss genau zum Unternehmen und seinen individuellen Risiken passen. Sonst zahlt man Prämien, steht im Ernstfall aber ohne Deckung dar. Oder man zahlt für Deckungen, die man gar nicht braucht.

Solche Fehlversicherungen kommen nicht vor, wenn acant Ihrem Unternehmen die Cyber-Versicherung vermittelt. Wir sind ein Versicherungsmakler, der sich durch Fachkompetenz und Beratung auszeichnet. Wir kennen den Versicherungsmarkt, wir wissen, welche Cyber-Policen Ihr Unternehmen wirklich schützen, und wir vermitteln nur Versicherungsprodukte, die Ihnen nützen.

Dass dies nicht nur leere Worte sind, hat mir der TÜV nun schwarz auf weiß bestätigt – mit meiner Zertifizierung als Fachberater für Cyber-Risiken. Das ist der Grund, warum ich mich darüber freue.

Datenschutzversto? Bußgeld versichern - Symbolbild: Steve Buissinne via Pixabay

Eine Versicherung gegen Datenschutzverstöße

Zack, Datenschutzverstoß, Bußgeld: Geht im Geschäftsalltag ganz schnell

Vor kurzem hat Dagmar Hartge, die Brandenburgische Landesdatenschutzbeauftragte, ihren Tätigkeitsbericht 2020 veröffentlicht. Der Bericht liefert viele Beispiele dafür, wie schnell ein Unternehmen ins Visier der Datenschützer gerät. Die Folge ist dann häufig ein Bußgeld, das wehtut.

Einige Beispiele:

  • Ein Kreditvermittler schickt einem potenziellen Kreditnehmer eine abschlägige E-Mail. Darin nennt er dessen negative Schufa-Werte. Weil die E-Mail nicht komplett verschlüsselt ist, moniert der Abgelehnte einen Datenschutzverstoß. Die Landesdatenschutzbeauftragte sieht es genauso: Der Kreditvermittler wird offiziell verwarnt.
  • Ein Immobilienmakler soll ein Haus an Käufer vermitteln. In den Werbeunterlagen veröffentlicht er Fotos, die er vom Eigentümer bekommt. Darunter sind auch Fotos einer Einliegerwohnung. Die Mieter sehen eine Datenschutzverletzung. Auch dafür gibt es eine Verwarnung.
  • Ein anderes Immobilienunternehmen macht Drohnen-Fotos von Objekten, die es verkaufen will. Dummerweise sind auch Teile der Nachbargrundstücke abgebildet. Deren Eigentümer beschweren sich. Die Landesdatenschutzbeauftragte übt Druck aus, bis das Immobilienunternehmen die Fotos von der Website nimmt.
  • Ein Wirt benutzt die Kontaktdaten-Liste seiner Gäste, die er wegen Corona führen muss, um ihnen Werbung zu schicken. Das darf er aber nicht – Bußgeld.
  • Eine Ballettschule veröffentlicht auf Facebook Bilder, auf denen die Mädchen beim Tanzen zu sehen sind. Die Eltern wurden nicht um Erlaubnis gefragt. Ergebnis: Ein Bußgeld in vierstelliger Höhe.
  • Günstiger kommt eine Arzthelferin davon, die sich in einen Patienten der Praxis verliebt. Sie kontaktiert ihn über die Telefonnummer in der Patientendatei. Auch das ist ein Datenschutzverstoß. Immerhin ist ihr Bußgeld nur dreistellig.
  • Ein Tourismus-Unternehmen lässt seine Datenbank mit Kunden und Gastgebern ungesichert im Netz. Als das Landesamt vorstellig wird, bleiben trotz erster Korrekturen Sicherheitslücken. Das Unternehmen muss sich auf ein Bußgeld einstellen.

Datenschutzverstoß? Diese Kosten übernimmt Ihre Cyber-Versicherung

  • Manche Cyber-Versicherungen versichern DSGVO-Bußgelder, soweit dies gesetzlich erlaubt ist. (Natürlich nicht bei Vorsatz.)
  • Beim Vorwurf eines Datenschutzverstoßes braucht man den Anwalt. Und auch schon vorher: Dann, wenn man herausfinden will, ob ein Datenschutzverstoß vorliegt, über den man die Behörden informieren muss. Die Kosten für beides sind als Teil der Cyber-Deckung versicherbar.
  • Viele Cyber-Versicherungen haben selbst spezialisierte Anwälte unter Vertrag, die im Notfall direkt helfen.
  • Nach einem Datenschutzverstoß haben die Betroffenen Anspruch auf Schadenersatz. Solche Forderungen decken Cyber-Versicherungen ebenfalls.
  • Wenn der Geschäftsführer dafür haften soll, dass der Datenschutzverstoß möglich war, deckt eine D&O-Versicherung (Manager-Haftpflichtversicherung) die Schadenersatzforderung .
  • Viele Cyber-Versicherer stellen Fachleute für Krisen-PR. Sie helfen bei einem Datenschutz-Gau, Imageschäden zu minimieren.

acant hilft beim Eindämmen der DSGVO-Risiken

Datenschutz ist eine gute Sache. Für Unternehmen wird er allerdings schnell zum Glatteis. Es gibt einfach zu viele Möglichkeiten, im Geschäftsalltag gegen Datenschutzbestimmungen zu verstoßen.

Dieses finanzielle Risiko lässt sich durch eine Cyber-Versicherung weitgehend eindämmen, genauso wie die Schäden durch Hacker und Trojaner. acant ist als Spezialmakler für Cyber-Policen der richtige Ansprechpartner.

Wir finden die Versicherung, die Sie und Ihr Unternehmen optimal schützt. Schreiben Sie uns oder rufen Sie uns an: 030 863 926 990

Digitalprämie Berlin Symbolfoto: Alexas_Fotos via Pixabay

Digitalprämie Berlin: bis zu 17.000 Euro Zuschuss für die Digitalisierung Ihres Unternehmens

Die Digitalprämie: Geld für Digitalisierung

Sind Sie selbstständig oder haben Sie ein Unternehmen? Liegt der Sitz in Berlin? Dann können Sie je nach Größe einen nicht-rückzahlbaren Zuschuss von der Investitionsbank Berlin bekommen:

  • 7.000 Euro für Solo-Selbstständige und Betriebe bis 10 Mitarbeiter
  • 17.000 Euro für Unternehmen von 11 bis 249 Beschäftigten

Wofür kann der Zuschuss genutzt werden?

Das Geld lässt sich für Digitalisierungsvorhaben aller Art verwenden.

Ein guter Einsatzzweck ist professionelle IT-Sicherheit mit spezieller Hardware und Software, um das Unternehmensnetzwerk gegen unbefugte Zugriffe abzusichern. Oder Sie legen sich damit ein leistungsfähiges, verlässliches System zur Datensicherung zu, als Vorsorgemaßnahme gegen Ransomware-Attacken.

Sie können die Prämie aber auch für andere Digitalisierungsprojekte nutzen, zum Beispiel ein zeitgemäßes Kassensystem, ein Dokumentenmanagement-System, oder für eine neue Datenbanklösung.

Auch Beratungen etwa zur IT-Sicherheit, zur digitalen Strategie oder zur Begleitung von Digitalisierungsvorhaben sind förderfähig. Dagegen schließt die Förderung Betriebssysteme, Office-Software, Einzelplatz-Computer, normale Drucker und ähnliche allgemeine Hardware und Software aus.

Bei uns hat es problemlos funktioniert

Wir von acant haben den Zuschuss ebenfalls beantragt und anstandslos bekommen – die Sache ist empfehlenswert.

Falls Sie einen kompetenten IT-Dienstleister benötigen, um ein Förderprojekt im eigenen Haus umzusetzen: Wir empfehlen gern geeignete Anbieter, die wir persönlich kennen.

Weitere Informationen zur Digitalprämie gibt es bei der IBB Berlin. Dort kann man auch die genaue Förderrichtlinie herunterladen (PDF; 728 KB).

E-Auto braucht spezielle Kfz-Versicherung. Symbolbild: Markus Distelrath via Pixabay

Kfz-Versicherung fürs E-Auto: Eine spezielle Elektroautoversicherung ist wichtig

Ein Elektroauto braucht eine besondere Versicherung

Sind Sie gerade dabei, auf ein E-Auto umzusteigen? Dann lohnt es sich, bei der Kfz-Versicherung genauer hinzuschauen.

Eine sinnvolle Versicherung fürs Elektroauto deckt auf jeden Fall die besonderen Aspekte der Elektromobilität ab:

  • Versicherungsschutz für den Akku ist wichtig. Wenn die Batterie nach einem Unfall beschädigt ist, sollte die Versicherung das bezahlen.
  • Überspannungsschäden am Auto während des Ladevorgangs sollten versichert sein. (Die sollten zwar eigentlich nicht auftreten – aber Versicherungen braucht man ja genau für Dinge, die nicht auftreten sollten.)
  • Außerdem sollten das Ladekabel, Adapter, mobile Ladegeräte oder Wallboxen mitversichert sein.
  • Zu einer guten E-Auto-Versicherung gehört auch eine Cyber-Deckung, die Schäden durch Hacker-Angriffe aufs Auto übernimmt.
  • Sinnvoll ist gerade bei E-Autos Mobilitätsschutz (Schutzbrief). Damit bekommen Sie schnell Hilfe, wenn Sie mit einer Panne oder mit leerem Akku liegenbleiben.

Natürlich sollte die Elektroauto-Versicherung auch alle weiteren Punkte abdecken, die eine gute Kfz-Versicherung ausmachen: eine Allgefahrendeckung, Fahrerschutz (für Personenschäden des Fahrers), freie Werkstattwahl, den Selbstbehalt, den man möchte, und Ähnliches mehr.

acant vermittelt die perfekte Versicherungen für Ihr E-Auto oder Ihre elektrische Flotte

Wie immer: Rufen Sie uns an oder schreiben Sie uns eine Nachricht. Wir von acant kennen auch den Markt für E-Auto-Versicherungen und sorgen dafür, dass Sie genau die Kfz-Versicherung bekommen, die für Sie passt: mit optimalem Schutz, ohne dass Sie draufzahlen.

Hinweise zur Cyberversicherung auf dem Golfplatz Wall.

acant auf dem Golfplatz – für ein besseres Handicap

Hinweise zur Cyberversicherung auf dem Golfplatz Wall - Werbung für acant Versicherungsmakler auf der Golfanlage Wall - Handicap verbessern.

acant auf dem Golfplatz in Wall

Darüber freuen wir uns besonders: acant ist jetzt auf der Golfanlage in Wall präsent. Dieser Golfplatz liegt einen Katzensprung von Berlin entfernt mitten im grünen Brandenburg, zwischen Neuruppin und Oranienburg.

Dort tun Golferinnen und Golfer in wunderschöner Umgebung etwas für ihr Golf-Handicap. An mehreren Abschlägen finden sich Hinweise auf das große Handicap für Unternehmen im Digital-Zeitalter: Die Bedrohung durch Hacker, Trojaner und Datenschutzverstöße.

Hinweise zur Cyberversicherung auf dem Golfplatz Wall.Handicap verbessern!

Handicap optimieren

Ein Handicap von – 36 oder besser bekommt man im Golf nur durch viel Üben. In Sachen IT-Security ist es einfacher: Dort lässt sich das Sicherheits-Handicap im Handumdrehen optimieren. Und zwar mit einer passgenauen Cyber-Versicherung vom Versicherungsmakler acant. Sowohl für das Unternehmen wie für privat.

Was sowohl für die Entwicklung im Golf wie das Absichern von IT-Risiken gilt: bei einem vertrauenswürdigen Pro ist man in besten Händen.

Eine Cyber-Versicherung, bei der man draufzahlt oder die entscheidenden Risiken nicht deckt? Das ist wie ein heftiges Break direkt am Loch – die Sache geht mit großer Wahrscheinlichkeit daneben.

Aber nicht mit uns! Wir von acant sind seit vielen Jahren Spezialmakler für Cyber-Versicherungen. Deshalb wissen wir genau, mit welcher Cyber-Police Sie unter Par abschließen – auch finanziell.

Haben Sie Fragen zur Cyber-Versicherung? Rufen Sie einfach an: 030 863 926 990.

elektronische Patientenakte, Symbolfoto: Bokskapet via Pixabay

Elektronische Patientenakte: Ärzte als Hochrisikogruppe beim Datenschutz?

Die elektronische Patientenakte soll die Digitalisierung im Gesundheitswesen forcieren

Bundesgesundheitsminister Spahn treibt die Pläne zur raschen Digitalisierung im Gesundheitswesen voran. Das Patientendaten-Schutzgesetz ist seit kurzem in Kraft. Es bringt die elektronische Patientenakte (ePA), das E-Rezept und eine einheitliche Infrastruktur für den Datenaustausch im Gesundheitswesen (Telematik-Infrastruktur, TI).

Die Digitalisierung ist sinnvoll und überfällig. Wenn Versicherte direkten Überblick über ihre Arbeitsunfähigkeiten, Behandlungen, Impfungen, Krankenhausaufenthalte, Vorsorgetermine und Rezepte haben, ist das positiv. In anderen Ländern existieren die Voraussetzungen dafür schon längst. Es gibt keinen Grund, warum der Datenaustausch zwischen Ärzten, Kliniken, Versicherern und Apotheken nicht digital stattfinden sollte. Dass Patienten selbst kontrollieren, wer Zugriff auf Befunde, Diagnosen und andere Daten hat, ergibt Sinn.

Das Problem ist das Datenschutzrisiko. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber rät laut „Deutschland sicher im Netz“ von der Nutzung der elektronischen Patientenakte ab. Außerdem will er die Krankenkassen verpflichtend anweisen, die ePA-Apps gesetzeskonform zu gestalten. Dummerweise ist das technisch offenbar erst ab 2022 möglich.

Ärzte müssen die elektronische Patientenakte auf Wunsch ausfüllen.

Die gesetzlichen Krankenkassen müssen seit Jahresbeginn ihren Versicherten die elektronische Patientenakte bereitstellen, zum Beispiel per App fürs Smartphone. Die privaten Krankenversicherungen sind erst ab 2022 dazu verpflichtet. Ärzte, Therapeuten, Apotheken etc. haben die ePA mit Daten zu befüllen, wenn der Patient es wünscht.

Das Problem: Bislang kann der Versicherte nicht „granular“ vorgeben, welchem Arzt er welche Informationen zugänglich macht. Das ist zwar vorgeschrieben, soll aus technischen Gründen jedoch erst nächstes Jahr kommen. Im Moment sieht damit im Zweifel auch der Zahnarzt, dass die Patientin letztes Jahr einen Schwangerschaftsabbruch hatte oder der Patient in psychiatrischer Behandlung ist.

Auch im Praxisalltag dürfte es neue datenschutzrechtliche Risiken geben – etwa dann, wenn die Mitarbeiterin an der Rezeption dem älteren Patienten hilft, die App zu bedienen. Oder wenn Hacker versuchen, an dieser Nahtstelle den Datenaustausch abzuschöpfen oder die App zu kompromittieren.

Wer trägt das Datenschutz-Risiko?

Das Risiko für die Heilberufe liegt auf der Hand. Fehler werden dem niedergelassenen Arzt und seinen Mitarbeitern angelastet werden. Das gilt auch dann, wenn der Patient missverständlich kommuniziert oder mögliche Mängel der Infrastruktur Datenverluste begünstigen.

Der Praxis-Inhaber ist dafür verantwortlich, dass das Datenschutzniveau in der Praxis sowohl technisch wie organisatorisch gewahrt bleibt. Er muss eine angemessene IT-Sicherheit gewährleisten, dafür sorgen, dass stets die notwendigen Einwilligungen vorliegen und keine unbefugten Mitarbeiter Zugriff erhalten. Dafür haften die Ärztin oder der Therapeut.

Noch ist die ePA in der Testphase – aber an die Versicherung sollten Ärzte und Therapeuten schon jetzt denken

Bis jetzt ist die ePA noch in der Testphase. Ab dem zweiten Halbjahr 2021 sollen dann alle Patienten die entsprechenden Apps nutzen können, und alle Arztpraxen die Akten auf Wunsch elektronisch ausfüllen. Ab 2022 werden weitere Nachweise digitalisiert, zum Beispiel der Mutterpass oder das Zahnarzt-Bonusheft.

Für Ärzte, Therapeuten und alle anderen, die am Austausch von Patientendaten über die Telematik-Infrastruktur im Gesundheitswesen mitwirken dürfen/müssen, gibt es eine klare Empfehlung: rechtzeitig eine passende Cyber-Versicherung für niedergelassene Praxen abschließen, die auch Datenschutzverstöße abdeckt. Fragen Sie uns nach den Einzelheiten: Wir von acant sind Spezialmakler für Cyber-Versicherungen und kennen uns mit der Deckung von Datenschutzrisiken aus.

Patientendaten sind für Datendiebe sehr, sehr wertvoll

Man kann nicht oft genug darauf hinweisen: Patientendaten sind für Hacker wie Goldstaub. Ein eindrückliches Beispiel war der Diebstahl von 40.000 digitale Patientenakten in Finnland – mit Adressdaten und den Notizen der behandelnden Psychotherapeuten.

Und selbst, wenn es nicht so schlimm kommt: Selbst ein Fehler im Praxisalltag kann direkt zu einem Datenschutzverstoß und damit zu einem Bußgeld-Verfahren führen. DSGVO-Bußgelder sind von empfindlicher Höhe – bis zu zwei Prozent vom Jahresumsatz sind möglich.

Haben Sie Fragen zur Cyber-Versicherung speziell im Gesundheitswesen? Rufen Sie uns einfach unter 030 863 926 990 an oder schreiben Sie uns eine kurze Nachricht.

Brandgefahr durch E-Autos und Ladestationen versichern? Symbolfoto: Reinhard Thrainer via Pixabay

Feuergefahr durch E-Autos und Ladestationen in Tiefgaragen: zahlt die Gebäudeversicherung?

Die Gebäudeversicherung und die Gefahr brennender E-Fahrzeuge: Viele Fragen

Zahlt die Gebäudeversicherung den Schaden, wenn ein E-Auto in der Tiefgarage brennt? Wie ist es mit der Feuerversicherung, wenn in der Tiefgarage oder direkt am Gebäude eine Ladestation eingerichtet wird? Steigen die Versicherungskosten?

Diese Fragen sind zurzeit sehr aktuell. Inzwischen haben erste Tiefgaragen die Zufahrt für E-Autos einschließlich von Hybridfahrzeugen gesperrt, so im fränkischen Kulmbach und im schwäbischen Leonberg. Die Begründung: Brandschutz.

Nach dem Brand eines E-Autos in der Tiefgarage kann das Gebäude abbruchreif sein

Stromer bzw. Hybridfahrzeuge geraten nicht häufiger in Brand als Autos mit Verbrennungsmotor. Das sagen zumindest die Statistiken, auch wenn für wirklich tragfähige Aussagen noch zu wenig Zahlen vorliegen.

Aber: Wenn es passiert, dann bringt sie am ehesten ein technischer Defekt beim Ladevorgang zum Brennen. Lithium-Ionen-Akkus sind gefährdet, wenn sie überladen werden oder Temperaturen von 180 Grad Celsius oder mehr ausgesetzt sind. Brennt die Batterie erst einmal, dann dauert der Autobrand in der Regel viel länger als bei herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen.

Wenn der Akku Feuer fängt, hat die Feuerwehr ein Problem – der Immobilieneigentümer ebenfalls

Wenn der Akku eines E-Autos brennt, kann die Feuerwehr mit normalem Löschschaum nicht mehr viel ausrichten. In der Regel bleibt nur, den Wagen ausbrennen zu lassen – was mehrere Tage dauern kann. Viele Tiefgaragen sind zu niedrig und verwinkelt, um brennende E-Fahrzeuge mit dem nötigen Sicherheitsabstand ins Freie ziehen zu können. Außerdem entwickeln sich je nach Batterietyp giftige Gase.

Wenn das Brandgeschehen sich über Tage hinzieht und Stahlträger, tragende Wände und andere bauliche Elementen lange Zeit sehr hohen Temperaturen ausgesetzt sind, kann das die Bausubstanz komplett schädigen. Schlimmstenfalls ist die Statik des Gebäudes bedroht, der Abriss oder die Komplettsanierung die zwingende Folge.

Die Alternative: Große Mengen an Löschwasser

Als Alternative kann die Feuerwehr ganze Schwimmbecken an Löschwasser einsetzen, um die Batteriezellen zu kühlen, wenn der Zugang möglich ist. Das hat aber ebenfalls Folgen. Wenn Tausende von Litern Wasser durch die Tiefgarage fließen, sind ebenfalls Schäden vorprogrammiert.

Immerhin gibt es bereits Brandbekämpfungsmittel, die speziell für brennende Akkus entwickelt wurden: Löschlanzen werden in den Akku gerammt und sorgen dafür, dass das Wasser direkt die betroffenen Zellen kühlt. Das verringert den Wasserverbrauch erheblich. Es ist aber keinesfalls immer einfach, die Fahrzeugbatterie eines brennenden Wagens mit einer solchen Löschlanze zu erreichen.

Anforderungen der Sachversicherer

Bisher halten sich die Anforderungen der Sachversicherer noch im Rahmen. Die Versicherungsgesellschaften decken das Risiko der Akku-Brände in der Gebäudeversicherung bzw. Feuerversicherung mit ab. Eigene Deckungen oder Zusatzbausteine sind nicht erforderlich. Ladeeinrichtungen, ihre Umgebung und der bauliche Zustand müssen allerdings in Ordnung sein.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat seine Anforderungen zu „Ladestationen für Elektrostraßenfahrzeuge“ im Merkblatt 3471 zusammengestellt. Es befasst sich sowohl mit Ladesäulen wie mit Wallboxen bzw. dem Laden über Haushaltsstrom, für E-Autos, Elektroroller und E-Bikes.

Überraschendes enthält das Merkblatt nicht. Selbst für Ladestationen in Mittel- und Großgaragen werden die Ladebetriebsart 4 (mit fest installierten Säulen) sowie ein angemessener zusätzlicher Überspannungsschutz nur empfohlen. Solange es bei Installation und Betrieb der Ladesäulen sachgerecht zugeht, wird die Versicherung Brandschäden wohl übernehmen müssen.

Wichtig: Gefahrenhöhung melden

Neu eingerichtete Ladestationen sollten Sie dem Versicherer als Gefahrerhöhung melden. Sonst verweigert der womöglich später die Regulierung von Schäden. Ein Anruf bei acant genügt: Wir kümmern uns um die Kommunikation mit der Versicherungsgesellschaft.

Die Versicherer sehen, dass das Risiko wächst

E-Autos waren lang genug reine Exoten. Inzwischen steigen die Zahlen rasant, es gibt immer mehr Hybrid- und E-Fahrzeuge. Gleichzeitig entwickelt sich die Batterietechnik weiter, der Ladevorgang wird schneller. Der gerade vorgestellte Hyundai Ioniq 5 hat eine Batteriespannung von 800 Volt und soll in 10 Minuten auf 80 Prozent laden.

Umgekehrt kann der Eigentümer des Gebäudes kaum kontrollieren, ob an der Ladestation auf dem Parkdeck oder direkt vor der Tür nur Fahrzeuge in einwandfreiem technischem Zustand aufgeladen werden. Derzeit kommt noch dazu, dass in vielen Gebäudeobjekten wegen Corona weniger Betrieb ist und ein Brand vielleicht später bemerkt wird.

Probleme für Eigentümer sind absehbar

Der Problemkomplex „E-Autos/Ladestationen/Brandrisiko/Versicherung“ dürfte weiter aktuell bleiben. Immobilieneigentümer, Eigentümergemeinschaften, Hausverwaltungen und Gewerbemieter sollten die Lage im Auge zu behalten.

  • In Eigentümergemeinschaften droht Konfliktpotential. Zum einen haben Eigentümer seit Dezember 2020 einen Anspruch darauf, auf eigene Kosten eine Ladevorrichtung einzubauen (§ 20 WEG). Andererseits kann das schnell zu Streit führen, wenn Miteigentümer ein erhöhtes Brandschaden-Risiko ins Feld führen, oder deshalb später einmal die Versicherungsprämien steigen. Außerdem kann die WEG zwar nicht verhindern, dass eine Ladestation eingebaut wird, sie kann aber über die Ausführung der Baumaßnahme bestimmen. Die E-Mobilität könnte also ein Streitpunkt bei der nächsten Eigentümerversammlung werden.
  • Für Vermieter gilt ähnliches: Mieter einschließlich von Gewerbemietern haben einen Anspruch darauf, auf eigene Kosten Ladestationen für E-Autos einzurichten (§ 554 BGB). In dem Fall muss der Vermieter schauen, dass der Versicherungsschutz das Brandrisiko angemessen abdeckt.
  • Wo es machbar ist, gehören Ladestationen ins Freie, in angemessener Distanz zum Gebäude und allem, was im Brandfall für teure Schäden gut ist. Im Moment ist das Versichern von Ladestationen zwar noch kein Problem. Doch in einigen Jahren kann es sich mit Blick auf die Versicherungsprämien auszahlen, wenn man jetzt schon vorausdenkt.

Wir von acant werden das Thema auf jeden Fall weiter verfolgen. Schließlich sind wir Spezial-Versicherungsmakler für technische Risiken. Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen dazu haben, freuen wir uns über Ihre Rückmeldung: 030 863 926 990.