Brandgefahr durch E-Autos und Ladestationen versichern? Symbolfoto: Reinhard Thrainer via Pixabay

Feuergefahr durch E-Autos und Ladestationen in Tiefgaragen: zahlt die Gebäudeversicherung?

Die Gebäudeversicherung und die Gefahr brennender E-Fahrzeuge: Viele Fragen

Zahlt die Gebäudeversicherung den Schaden, wenn ein E-Auto in der Tiefgarage brennt? Wie ist es mit der Feuerversicherung, wenn in der Tiefgarage oder direkt am Gebäude eine Ladestation eingerichtet wird? Steigen die Versicherungskosten?

Diese Fragen sind zurzeit sehr aktuell. Inzwischen haben erste Tiefgaragen die Zufahrt für E-Autos einschließlich von Hybridfahrzeugen gesperrt, so im fränkischen Kulmbach und im schwäbischen Leonberg. Die Begründung: Brandschutz.

Nach dem Brand eines E-Autos in der Tiefgarage kann das Gebäude abbruchreif sein

Stromer bzw. Hybridfahrzeuge geraten nicht häufiger in Brand als Autos mit Verbrennungsmotor. Das sagen zumindest die Statistiken, auch wenn für wirklich tragfähige Aussagen noch zu wenig Zahlen vorliegen.

Aber: Wenn es passiert, dann bringt sie am ehesten ein technischer Defekt beim Ladevorgang zum Brennen. Lithium-Ionen-Akkus sind gefährdet, wenn sie überladen werden oder Temperaturen von 180 Grad Celsius oder mehr ausgesetzt sind. Brennt die Batterie erst einmal, dann dauert der Autobrand in der Regel viel länger als bei herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen.

Wenn der Akku Feuer fängt, hat die Feuerwehr ein Problem – der Immobilieneigentümer ebenfalls

Wenn der Akku eines E-Autos brennt, kann die Feuerwehr mit normalem Löschschaum nicht mehr viel ausrichten. In der Regel bleibt nur, den Wagen ausbrennen zu lassen – was mehrere Tage dauern kann. Viele Tiefgaragen sind zu niedrig und verwinkelt, um brennende E-Fahrzeuge mit dem nötigen Sicherheitsabstand ins Freie ziehen zu können. Außerdem entwickeln sich je nach Batterietyp giftige Gase.

Wenn das Brandgeschehen sich über Tage hinzieht und Stahlträger, tragende Wände und andere bauliche Elementen lange Zeit sehr hohen Temperaturen ausgesetzt sind, kann das die Bausubstanz komplett schädigen. Schlimmstenfalls ist die Statik des Gebäudes bedroht, der Abriss oder die Komplettsanierung die zwingende Folge.

Die Alternative: Große Mengen an Löschwasser

Als Alternative kann die Feuerwehr ganze Schwimmbecken an Löschwasser einsetzen, um die Batteriezellen zu kühlen, wenn der Zugang möglich ist. Das hat aber ebenfalls Folgen. Wenn Tausende von Litern Wasser durch die Tiefgarage fließen, sind ebenfalls Schäden vorprogrammiert.

Immerhin gibt es bereits Brandbekämpfungsmittel, die speziell für brennende Akkus entwickelt wurden: Löschlanzen werden in den Akku gerammt und sorgen dafür, dass das Wasser direkt die betroffenen Zellen kühlt. Das verringert den Wasserverbrauch erheblich. Es ist aber keinesfalls immer einfach, die Fahrzeugbatterie eines brennenden Wagens mit einer solchen Löschlanze zu erreichen.

Anforderungen der Sachversicherer

Bisher halten sich die Anforderungen der Sachversicherer noch im Rahmen. Die Versicherungsgesellschaften decken das Risiko der Akku-Brände in der Gebäudeversicherung bzw. Feuerversicherung mit ab. Eigene Deckungen oder Zusatzbausteine sind nicht erforderlich. Ladeeinrichtungen, ihre Umgebung und der bauliche Zustand müssen allerdings in Ordnung sein.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft hat seine Anforderungen zu „Ladestationen für Elektrostraßenfahrzeuge“ im Merkblatt 3471 zusammengestellt. Es befasst sich sowohl mit Ladesäulen wie mit Wallboxen bzw. dem Laden über Haushaltsstrom, für E-Autos, Elektroroller und E-Bikes.

Überraschendes enthält das Merkblatt nicht. Selbst für Ladestationen in Mittel- und Großgaragen werden die Ladebetriebsart 4 (mit fest installierten Säulen) sowie ein angemessener zusätzlicher Überspannungsschutz nur empfohlen. Solange es bei Installation und Betrieb der Ladesäulen sachgerecht zugeht, wird die Versicherung Brandschäden wohl übernehmen müssen.

Wichtig: Gefahrenhöhung melden

Neu eingerichtete Ladestationen sollten Sie dem Versicherer als Gefahrerhöhung melden. Sonst verweigert der womöglich später die Regulierung von Schäden. Ein Anruf bei acant genügt: Wir kümmern uns um die Kommunikation mit der Versicherungsgesellschaft.

Die Versicherer sehen, dass das Risiko wächst

E-Autos waren lang genug reine Exoten. Inzwischen steigen die Zahlen rasant, es gibt immer mehr Hybrid- und E-Fahrzeuge. Gleichzeitig entwickelt sich die Batterietechnik weiter, der Ladevorgang wird schneller. Der gerade vorgestellte Hyundai Ioniq 5 hat eine Batteriespannung von 800 Volt und soll in 10 Minuten auf 80 Prozent laden.

Umgekehrt kann der Eigentümer des Gebäudes kaum kontrollieren, ob an der Ladestation auf dem Parkdeck oder direkt vor der Tür nur Fahrzeuge in einwandfreiem technischem Zustand aufgeladen werden. Derzeit kommt noch dazu, dass in vielen Gebäudeobjekten wegen Corona weniger Betrieb ist und ein Brand vielleicht später bemerkt wird.

Probleme für Eigentümer sind absehbar

Der Problemkomplex „E-Autos/Ladestationen/Brandrisiko/Versicherung“ dürfte weiter aktuell bleiben. Immobilieneigentümer, Eigentümergemeinschaften, Hausverwaltungen und Gewerbemieter sollten die Lage im Auge zu behalten.

  • In Eigentümergemeinschaften droht Konfliktpotential. Zum einen haben Eigentümer seit Dezember 2020 einen Anspruch darauf, auf eigene Kosten eine Ladevorrichtung einzubauen (§ 20 WEG). Andererseits kann das schnell zu Streit führen, wenn Miteigentümer ein erhöhtes Brandschaden-Risiko ins Feld führen, oder deshalb später einmal die Versicherungsprämien steigen. Außerdem kann die WEG zwar nicht verhindern, dass eine Ladestation eingebaut wird, sie kann aber über die Ausführung der Baumaßnahme bestimmen. Die E-Mobilität könnte also ein Streitpunkt bei der nächsten Eigentümerversammlung werden.
  • Für Vermieter gilt ähnliches: Mieter einschließlich von Gewerbemietern haben einen Anspruch darauf, auf eigene Kosten Ladestationen für E-Autos einzurichten (§ 554 BGB). In dem Fall muss der Vermieter schauen, dass der Versicherungsschutz das Brandrisiko angemessen abdeckt.
  • Wo es machbar ist, gehören Ladestationen ins Freie, in angemessener Distanz zum Gebäude und allem, was im Brandfall für teure Schäden gut ist. Im Moment ist das Versichern von Ladestationen zwar noch kein Problem. Doch in einigen Jahren kann es sich mit Blick auf die Versicherungsprämien auszahlen, wenn man jetzt schon vorausdenkt.

Wir von acant werden das Thema auf jeden Fall weiter verfolgen. Schließlich sind wir Spezial-Versicherungsmakler für technische Risiken. Wenn Sie Fragen oder Anmerkungen dazu haben, freuen wir uns über Ihre Rückmeldung: 030 863 926 990.

Private Cyberversicherung, Symbolfoto: stokpic via Pixabay

Private Cyberversicherung: Schutz vor Cyber-Angriffen und Online-Abzocke im Privatbereich

Inzwischen gibt es auch die private Cyberversicherung. Für derzeit etwa 60 bis 120 Euro im Jahr schützten solche Versicherungen vor den Gefahren, die bei der privaten Internet-Nutzung drohen.

Davor schützt Sie eine private Cyberversicherung:

  • Abzocke beim Online-Shopping? Der Verkäufer schickt die Ware wird nicht, oder nur wertloses bzw. beschädigtes Zeug? Dann erstattet die Versicherung den Schaden.
  • Falscher Käufer, wenn Sie selbst etwas verkaufen? Der Käufer tritt mit gestohlener Identität auf, Sie versenden die Ware, aber die Bezahlung bleibt aus? Die private Cyberversicherung kommt dafür auf.
  • Kriminelle haben Ihren Bankzugang, Ihre Kreditkartendaten oder Ihr PayPal-Konto gekapert, zum Beispiel durch Phishing? Die Versicherung unterstützt sie bei der sofortigen Sperrung und übernimmt die Kosten für die Wiederbeschaffung der Karten bzw. Zugänge. Vor allem ersetzt sie Schäden durch den Missbrauch Ihrer Konten, Karten oder Zahlungszugänge.
  • Hacker attackieren bzw. Viren beschädigen Ihre Hardware, Software oder Smart-Home-Technik? Die Versicherung ersetzt den entstandenen Schaden.
  • Die Technik streikt oder es gibt eine Havarie? Eine 24-Stunden-Hotline bietet Support bei Hardware- und Software-Problemen an. Dabei helfen IT-Experten, indem sie auch durch Remote-Zugriff die Probleme direkt auf ihrem Rechner beheben.
  • Datenverlust durch Festplattenfehler oder andere Probleme? Die Versicherung zahlt Programme und Experten zur Wiederherstellung von Daten. Außerdem gehört zu den Versicherungsleistungen ein eigener Cloudspeicher zur Datensicherung. Im besten Fall macht er die Wiederherstellung überflüssig, Sie müssen nur das Backup einspielen.
  • Böse Post vom Anwalt, wegen unbefugter Nutzung fremder Fotos oder Texte? Die Forderung ist versicherbar, dafür gibt es einen Zusatzbaustein.
  • Schadenersatzforderungen, weil Sie unabsichtlich Viren oder Trojaner weitergeleitet haben? Auch für solche Ansprüche gegen Sie gibt es einen Versicherungsbaustein.
  • Identitätsdiebstahl und Rufschädigung? Jemand ist in Ihrem Namen online unterwegs und bringt Sie in Verruf? Die Versicherung kümmert sich um die Löschung oder Sperrung der Postings, Beiträge und Kommentare.
  • Cybermobbing und Belästigung übers Internet: Wenn Sie beschimpft oder belästigt werden oder böswillige Menschen sich für Sie ausgeben, ist das eine immense psychologische Belastung. Die Versicherung ermöglicht schnelle psychologische Beratung und eine Beratung vom Anwalt.

Wichtig:

Es gibt mehr als ein Angebot zur privaten Cyber-Versicherung, die Deckung und die Kosten sind unterschiedlich. Außerdem kann es sein, dass Sie für manche der Risiken bereits eine Versicherung haben, weil beispielsweise Ihre Haftpflichtversicherung oder Rechtsschutzversicherung solche Schäden abdeckt. Welches Versicherungsangebot für Sie passt, finden wir am besten gemeinsam heraus.

Zu teuer?

Als Versicherungsexperten empfehlen wir von acant die Versicherung gegen private Cyber-Gefahren.

Wenn Sie der Gedanke an die jährliche Versicherungsprämie von 60 bis 120 Euro zögern lässt: Denken Sie an die Kosten für eine einmalige Beratung beim Anwalt oder eine einmalige Unterstützung durch einen IT-Notfall-Experten. Der Schaden durch E-Commerce-Betrüger oder Passwortdiebe ist meist noch teurer. So gesehen ist das Geld schnell wieder drin.

Es geht um private Internetnutzung – nicht ums Home Office

Die Versicherung deckt nur Schäden, die im Rahmen der privaten Internetnutzung entstehen. Wenn Sie sich bei Arbeit im Home Office einen Trojaner einfangen, der dann das Firmen-Netzwerk infiziert, dann muss Ihr Arbeitgeber sich an seine Cyber-Versicherung wenden. (Hoffentlich hat er die auch.)

Fragen? Wir von acant haben Zeit für Sie

Wenn Sie Fragen zur privaten Cyber-Versicherung haben, oder wissen wollen, wie Versicherungsschutz fürs Home Office aussieht, dann nehmen wir uns gerne Zeit für Sie.

acant ist ein Versicherungsmakler speziell für Cyber-Risiken. Wir legen Wert auf ausführliche Beratung – ohne Fachchinesisch, direkt zu Ihrem Bedarf und Ihrer Situation. Rufen Sie uns an (030 863 926 990) oder schreiben Sie uns eine kurze Nachricht.

IT-Sicherheit im Home Office: Praxistipps

Home Office ist für Arbeitgeber nicht unproblematisch

Home Office heißt die Parole der Stunde. Die Corona-Situation ist nun einmal, wie sie ist. Allerdings sehen viele Arbeitgeber das mit gemischten Gefühlen. Ihre Skepsis betrifft nicht nur Mitarbeiter, die sich ohne den äußeren Rahmen schlecht motivieren und strukturieren. Ein mindestens ebenso großes Problem ist die Daten- und IT-Sicherheit.

Wenn die Mitarbeiter im Home Office arbeiten, steigt für den Betrieb das Risiko von IT-Sicherheitsverletzungen:

  • Ohne die soziale Kontrolle im Büro sinkt die Schwelle, neben der Arbeit mal eben auf zwielichtige Seiten zu gehen. Mit dem Risiko, sich dort Malware einfangen.
  • Ein isolierter Arbeitnehmer ist leichter angreifbar. Schließlich kann man bei Computerproblemen, unklaren E-Mail-Anhängen, verdächtigen Anfragen etc. im Büro die Kollegen um Rat fragen. Im Home Office liegt die Hürde höher.
  • Im privaten Umfeld können Außenstehende schnell Einblick oder Zugriff auf Hardware und Daten des Betriebs erhalten: beispielsweise Partner, Kinder, Besucher etc.
  • Wenn zuhause private Geräte oder das private WLAN genutzt werden, bedroht jede ihrer Sicherheitslücken das Firmennetz.

Weil auch wir von acant dazu immer wieder gefragt werden, haben wir hier einige hilfreiche Inhalte rund um „Sicherheit im Home Office“ zusammengestellt – Arbeitshilfen, kurze und lange Videos sowie Checklisten.

Mit am wichtigsten: Eine Cyber-Versicherung, die das Home Office abdeckt

Eine Cyber-Versicherung schützt vor den finanziellen Schäden durch Trojaner und Hacker, vor Datenschutzverstößen und IT-Sicherheitsverletzungen. Doch längst nicht jede Police deckt auch Schäden ab, die beim Arbeiten im heimischen Wohnzimmer entstanden sind.

Bei manchen Policen ist dieses Risiko mitversichert. Andere Versicherer verlangen zumindest eine Mitteilung über die Risikoerhöhung. Und wieder andere schließen IT-Sicherheitsverletzungen, die im Homeoffice entstehen, komplett aus der Deckung aus.

Wir von acant prüfen kostenlos, ob Home Office zum Deckungsumfang Ihrer Cyber-Versicherung gehört. Bei Bedarf kümmern wir uns auch um die Mitteilung an den Versicherer, um eine nötige Deckungserweiterung oder um eine bessere Police. Rufen Sie uns an (030 863 926 990) oder schreiben Sie uns (zum Kontaktformular).

Tipps für eine Sicherheitsrichtlinie zum Home Office

Die entscheidenden Punkte für eine betriebliche Sicherheitsrichtlinie zur Arbeit von zuhause aus hat das BSI (Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik) zusammengefasst.

Die PDF-Broschüre umfasst vier Seiten: Regelungen für Telearbeiter / Sicherheitsrichtlinie für die Telearbeit.

IT-Sicherheit im Home Office: Webinar-Mitschnitt

Die IHK Oberbayern hat den Mitschnitt eines mehr als einstündigen Webinars zum Thema „IT-Sicherheit im Homeoffice“ bei Youtube eingestellt. Dozent ist der IT-Sicherheitsexperte Florian Hansemann. Dafür muss man sich natürlich Zeit nehmen. Im Gegenzug erhält einen umfassenden Einblick ins Thema.

Tipps vom Mittelstand-Kompetenzzentrum

Die „Mittelstand 4.0-Kompetenzzentren“ sollen die Digitalisierung in Deutschland voranbringen. Dafür gibt es 26 dieser Kompetenzzentren mit unterschiedlichen regionalen oder Branchen-Schwerpunkten. Viele bieten Tipps oder auch Seminare rund ums Heimbüro an. Hier einige Inhalte vom Berliner Mittelstand 4.0-Kompetenzzentrum „Gemeinsam Digital“: Arbeitsrecht und Home Office – in knapp vier Minuten die wichtigsten Grundlagen:

Tipps für Videokonferenzen prägnant zusammengefasst:

Außerdem gibt es von Gemeinsam Digital zwei nützliche Checklisten:

Zum Schluss

Homeoffice-Arbeit erhöht objektiv das betriebliche Risiko. Deshalb ist betriebliches Risikomanagement gefordert. Kernstück sind Versicherungen: für Cyberschäden, Vertrauensschaden, Haftpflicht, Rechtsschutz etc.

Als Spezialmakler sorgen wir von acant dafür, dass Ihr Unternehmen den optimalen Schutz bei geringstmöglichen Kosten erhält: Sprechen Sie uns an.

IT-Sicherheitschecks zum Selbermachen - Symbolbild: Methawee Krasaeden via Pixabay,

Schnelltests mit begrenztem Nutzen: IT-Sicherheitscheck zum Selbermachen

IT-Sicherheitscheck im Internet: in wenigen Minuten die Bedrohung ausloten?

Corona-Schnelltests können zu einem falschen Gefühl der Sicherheit führen. Nur bei Wiederholung sind die Ergebnisse zuverlässig. Bei einem IT-Sicherheitscheck zum Selbermachen besteht ein ähnliches Risiko. Es gibt immer mehr davon im Internet. Als erste Orientierung sind sie in Ordnung. Eine belastbare Analyse der eigenen IT-Sicherheit innerhalb von Minuten liefern sie allerdings nicht. Das liegt in der Natur der Sache.

Natürlich kann man allgemeine Grundsätze für eine gute IT-Sicherheit abfragen: Software und Hardware auf aktuellem Stand? Profis für IT-Sicherheit zuständig? Mitarbeiter geschult? Notfallpläne vorbereitet? Sicherheitstechnologie installiert? Etc. etc. Aber ob das vor Ort wirklich umgesetzt wird und funktioniert, muss man schon genauer prüfen.

Hier vergleich ich alles … ach, wirklich?

Das Ganze erinnert mich an die Vergleichsplattformen, auf denen man neben Krediten oder DSL-Verträgen auch Versicherungen aller Art vergleichen kann. Hauptgesichtspunkt sind die Kosten. Natürlich kann man den Vertrag dann auch gleich abschließen. Der Plattformbetreiber erhält dafür Provision.

Betriebliche (und die meisten privaten!) Versicherungen kann man aber nicht sinnvoll vergleichen, indem man nur auf den Endpreis schaut. Die Versicherungsbedingungen sind wichtig. Anders als bei der privaten Kfz-Versicherung sind sie bei einer Betriebshaftpflicht-Versicherung nicht einfach standardisiert. Und das ist das Problem.

Deshalb sind auch Vergleichsplattformen nur zur ersten Orientierung sinnvoll, wenn überhaupt. Sonst hat man zwar ruckzuck eine Versicherung. Die eigene Tätigkeit ist aber möglicherweise von der Deckung ausgeschlossen. Oder die Sachversicherungsleistung ist auf den Zeitwert begrenzt. Vielleicht unterliegt das entscheidende Risiko einem Sublimit, das die Versicherung praktisch wertlos macht. Oder, oder, oder … während man sich abgesichert glaubt.

Gute Beratung ist ihr Geld wert

Natürlich ist das mehr Aufwand. Zunächst muss man jemand finden, der sich auskennt und objektiv berät. Zeit muss man ebenfalls investieren. Der Berater muss sich schließlich ein klares Bild der konkreten Gegebenheiten machen. Im Gegenzug kann man sich dafür auf die Analyse und die Handlungsempfehlungen verlassen.

Wenn es um Versicherungen geht, sind wir von acant Ihre Ansprechpartner: Wir schreiben Beratung groß und kennen den Versicherungsmarkt ganz genau. Wenn es um die IT-Sicherheit Ihres Betriebs geht, sind IT-Security-Experten die richtige Adresse. Wir können Ihnen gern gute Berater empfehlen.

IT-Sicherheitscheck: eine kleine Übersicht

Nach all den Worten der Warnung hier nun einige Tools für den IT-Sicherheits-Selbstcheck:

  • Verband der Sachversicherer: VdS-Quickchecks – diese Checks zur IT-Sicherheit, zum Datenschutz und zur Sicherheit von Produktionsanlagen sind vergleichsweise nützlich, weil sie ins Detail gehen. Außerdem spiegeln sie die Erfahrung mit Risikoeinschätzungen wieder.
  • Sicherheitstool Mittelstand: SiToM: Hier kann man ein „Projekt“ anlegen, das sich de facto als große Checkliste entpuppt. Immerhin sind die Fragen vergleichsweise detailliert.
  • Transferstelle IT-Sicherheit im Mittelstand: Sec-O-Mat. Dieses Tool soll dabei helfen, einen Aktionsplan auszuarbeiten.
  • Deutschland sicher im Netz: DsiN-Sicherheitscheck.
Der IT-Sicherheitscheck von DsiN fragt nach einer Cyber-Versicherung. (Screenshot)
Immerhin: Der IT-Sicherheitscheck von DsiN fragt nach einer Cyber-Versicherung.

Sprechen Sie uns an

Rufen Sie uns an, wenn Sie Fragen oder Anmerkungen haben: 030 863 926 990. Oder schreiben Sie uns eine Nachricht. Sie können auch gern einen Kommentar hinterlassen.

Cyber-Versicherung hilft Vereinspräsident nach Datenschutzskandal - Symbolbild: Chiraphat Phaungmala via Pixabay

Stabile Abwehr: ein Bundesligaverein, ein Datenschutzskandal und eine Cyber-Versicherung

Bei uns geht es um Versicherungen, nicht um Fußball. Die internen Querelen beim Bundesligaverein VfB Stuttgart sind aber auch aus Versicherungsmakler- Perspektive interessant. Im Mittelpunkt des Konflikts steht nämlich ein – vermutlich – handfester DSGVO-Verstoß. Eine Cyber-Versicherung spielt ebenfalls eine wichtige Rolle.

Rudelbildung: Offene Eskalation zwischen dem Vorstandschef und dem Aufsichtsratsvorsitzenden

Seit Beginn dieser Saison spielt der VfB Stuttgart als Aufsteiger wieder erste Bundesliga. Bisher sehr erfolgreich. Trotzdem gibt es großen Ärger. Thomas Hitzlsperger, Vorstandvorsitzender der fürs Profigeschäft zuständigen Aktiengesellschaft VfB AG, hat Claus Vogt, seinen Aufsichtsratsvorsitzenden und Präsidenten des VfB e. V. , offen angegriffen.

Ein „tiefer Riss“ gehe durch den Verein, zwischen dem Aufsichtsratsvorsitzenden einerseits und „dem gesamten Vorstand der AG und zahlreichen Gremienmitgliedern aus Präsidium, Aufsichtsrat und Vereinsbeirat sowie Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern“ andererseits. „Der Profilierungswunsch eines Einzelnen“ bedrohe die Existenz des VfB. Jetzt will Hitzlsperger selbst e.V.-Präsident werden.

Hintergrund: Der Umgang mit einem massiven DSGVO-Verstoß

Konflikte zwischen Vorstand und Aufsichtsrat gibt es in vielen AGs. Eine derart klare Grätsche hat trotzdem Seltenheitswert. Hauptauslöser des Konflikts ist der Umgang mit einer massiven Datenschutzaffäre, zu der es offenbar von 2016 bis 2018 kam. In dieser Zeit versuchte die Vereinsführung, die Mitglieder von der Ausgliederung des Profigeschäfts in besagte AG zu überzeugen. Rechtzeitig vor der entscheidenden Mitgliederversammlung wurde eine externe PR-Agentur beauftragt. Ihr Job: Guerilla-Marketing bei Facebook & Co. Dazu soll sie aus der Vereinszentrale personenbezogene Daten von Mitgliedern samt Telefonnummern und E-Mailadressen erhalten haben, insgesamt mehr als 200.000 Datensätze.

Es sah nach einem klaren Datenschutz-Verstoß aus. 2020 berichtete der Kicker. Der VfB-Kommunikationschef wurde beurlaubt. Der Landesdatenschutzbeauftragte startete eine Untersuchung. Vogt beauftragte die Berliner Kanzlei Esecon mit eigenen Nachforschungen. Dieses Mandat sei jedoch „ohne Ausschreibung, ohne Kostenschätzung und ohne Projektplan“ erteilt worden und habe zu „ausufernden Kosten“ geführt, so Hitzlsperger. Nun müsse die AG den Verein unterstützen, um ihn vor der Zahlungsunfähigkeit zu bewahren.

Zahlungsunfähig wegen einer Datenschutz-Aufklärung? Nicht, wenn die Cyber-Versicherung einspringt

Die Honorare von Esecon für die Aufklärungsarbeit rund um den DSGVO-Verstoß sollen sich auf 400.000 Euro belaufen – bisher. Viel Geld für einen Verein. Er darf ja, anders als die ausgegliederte AG, keine Gewinne anstreben, und nur begrenzt Rücklagen bilden.

Trotzdem konnte VfB-Präsident Vogt gegen Hitzlspergers Vorwurf mit einem entscheidenden Argument punkten: Die Kosten sind offenbar gedeckt durch eine Cyber-Versicherung, die der Verein mit der Allianz abgeschlossen hat. Die Versicherungssumme soll eine mittlere sechsstellige Summe betragen. Die Aufklärung von Datenschutzverstößen gehört bei einer Cyber-Versicherung in der Regel zu den versicherten Leistungen. Eine gute Cyber-Versicherung schützt nicht nur vor Schäden durch Viren und Trojaner, sondern auch durch DSGVO-Verstöße.

Cyber-Versicherung: Risikomanagement fürs Unternehmen, Absicherung für den Manager

Wie der Machtkampf beim VfB Stuttgart ausgeht, muss sich erst noch zeigen. Aber zwei Dinge stehen bereits fest:

  • Die Folgekosten eines größeren Datenschutzverstoßes können eine Organisation die Existenz kosten. Umgekehrt kann eine Cyber-Versicherung die Existenz retten – wenn man sie hat.
  • Wer als Führungskraft beizeiten eine Cyber-Versicherung abschließt, kann später damit punkten, dass er seiner Sorgfaltspflicht nachgekommen ist und vorgesorgt hat.

Wir von acant vermitteln seit vielen Jahren schwerpunktmäßig Cyber-Versicherungsschutz für Unternehmen, Vereine und andere Organisationen. Wir wissen, worauf es ankommt und wie Sie sich maßgeschneidert absichern. Rufen Sie uns an: 030 863 926 990.

Oldtimerversicherung für Liebhaber-Kfz, Foto: Free-Photos via Pixabay

Oldtimer, Youngtimer, Classic Car? acant hat die besondere Kfz-Versicherung für Ihr Liebhaberfahrzeug

Ende November ist wieder Stichtag für den Wechsel der Kfz-Versicherung. Diese Chance sollten besonders die Halter und Besitzer von Liebhaberfahrzeugen nutzen.

Oldtimer und Classic Cars haben eine Kfz-Versicherung für Liebhaberfahrzeuge verdient

Wir von acant sind als Versicherungsmakler auf technische Risiken spezialisiert – und dazu gehört für uns auch Ihr Oldtimer. Den versichern wir nicht irgendwie, sondern mit einer maßgeschneiderten Kasko-Versicherung für Liebhaberfahrzeuge.

Dabei sparen Sie gegenüber einer regulären Kfz-Versicherung, denn die Versicherungsprämie berücksichtigt, dass die Besitzer von Classic Cars mit ihren Fahrzeugen sehr viel rücksichtsvoller umgehen als Autobesitzer generell: die Fahrleistung liegt niedriger, der Oldtimer ist in der Regel sicher untergebracht und wird besonders sorgfältig gewartet. Und kaum ein Oldtimer-Besitzer pflegt einen Fahrstil, mit dem er einen Unfall in Kauf nimmt.

Deshalb ist eine Liebhaberfahrzeug-Versicherung im Vergleich zur regulären Kfz-Versicherung für Alltagsautos meist besonders günstig.

Youngtimer? Wechseln Sie von der „normalen“ Kfz-Versicherung zu einer Versicherung für Liebhaberfahrzeuge

Das Versichern in einer speziellen Liebhaberfahrzeug-Versicherung ist auch bei Youngtimern z. B. mit Baujahr aus den 90er Jahren möglich, die oft noch in einer klassischen, auf Neuwagen ausgerichteten Kfz-Versicherung sind. Gerade für die Halter solcher Fahrzeuge kann sich der Wechsel zu einer Oldtimer-Versicherung lohnen – dadurch sinken die Prämien in der Regel deutlich.

Mit der Versicherung Ihres Youngtimers als Liebhaberfahrzeug sparen Sie unter dem Strich Geld.

Eine Liebhaberfahrzeug-Versicherung berücksichtigt den wahren Wert Ihres Oldtimers oder Classic Car

Eine normale Kfz-Versicherung ist auf Neuwagen ausgerichtet. Sie ersetzt den Zeitwert – und der sinkt bei „normalen“ Autos, je älter das Fahrzeug ist. Selbst wenn der Wert nach einiger Zeit aufgrund der Seltenheit steigt, kann höchstens der ursprüngliche Neuwert ersetzt werden. Das ist dann oft ein DM-Betrag, der in Euro umgerechnet in keinem Bezug zum Marktwert Ihres Oldtimers steht.

Dieses System ergibt für Besitzer von wirklichen Classic Cars keinen Sinn. Ihr Fahrzeug ist ja gerade aufgrund seines Alters etwas Besonderes und damit wertvoll.

Außerdem berücksichtigt ein durchschnittlicher Marktwert nicht den Wiederherstellungswert Ihres ganz besonderen Fahrzeugs – der Aufwand, mit dem Sie das Fahrzeug restauriert haben. Mit einer Kasko-Police für Liebhaberfahrzeuge lässt sich auch das angemessen versichern, wenn ein Wertgutachten vorliegt.

Die Versicherungssumme der Kfz-Versicherung ihres Oldtimers oder Youngtimers sollte dessen wahren Wert widerspiegeln – die Prämien dagegen Ihre besondere Pflege und Fürsorge!

Nicht nur für Liebhaber-Autos

Als Liebhaberfahrzeuge können Sie nicht nur Ihren Classic Car versichern, sondern auch klassische Motorräder, Lastwagen, Transporter, Traktoren …

Fragen Sie uns – wir von acant finden die optimale Kfz-Kaskoversicherung für Ihr Liebhaberfahrzeug: 0176 1031 8791

Kurzarbeit und betriebliche Altersvorsorge, Symbolfoto: Philippe Ramakers via Pixabay

Arbeitgeber: Kurzarbeit ist eine Bewährungsprobe für Ihre betriebliche Altersvorsorge

Kurzarbeit – Stresstest für Vorsorgevereinbarungen zur betrieblichen Altersvorsorge

2020, das Jahr der Corona-Krise, ist auch zum Jahr der Kurzarbeit geworden. Die erweist sich in vielen Betrieben als Stresstest Verträge zur betrieblichen Altersvorsorge (betrAV). Die kollektiven oder individuellen Vorsorgevereinbarungen mit den Arbeitnehmern und die Verträge mit der Versicherung müssen sich auch jetzt bewähren, in der besonderen Situationen des Bezugs von Kurzarbeitergeld (KuG).

Wenn das Unternehmen in der Krise Kurzarbeit anmelden muss, gilt das Hauptaugenmerk vielleicht nicht der betrieblichen Altersvorsorge. Aber wenn Arbeitnehmer ohnehin weniger Einkommen haben und sich um ihren Job sorgen, braucht es keinen weiteren Konfliktstoff. Deshalb zahlt es sich aus, wenn sich nun das Kleingedruckte in der Vorsorgevereinbarung bewährt.

Typische KuG-Stolpersteine für Arbeitgeber und Arbeitnehmer in der betrieblichen Altersvorsorge

Ein paar typische Fallen , die sich aus der betrieblichen Altersvorsorge während Kurzarbeit ergeben können:

  • Leistet der Arbeitnehmer Beiträge per Entgeltumwandlung? Dann wird beim Bezug von Kurzarbeitergeld weniger umgewandelt: Kurzarbeitergeld darf als Lohnersatzleistung nicht dafür herangezogen werden.
  • Zahlt der Arbeitgeber einen Zuschuss zur Entgeltumwandlung? Dann ist bei Kurzarbeit maßgeblich, ob die  Höhe des Zuschusses vom Entgelt des Arbeitnehmers abhängt. Wenn ja, sinken die Einzahlungen des Arbeitgebers und damit auch die Anwartschaft des Mitarbeiters. Wenn nein, zahlt der Arbeitgeber auch in der Krise volle Vorsorgezuschüsse.
  • Bei Kurzarbeit Null sinkt auch die Entgeltumwandlung auf null. Dann stellt sich die Frage, was die Vorsorgevereinbarung in diesem Fall regelt. Sind für diesen Fall Eigenbeiträge des Mitarbeiters vorgesehen? Wie bezahlt er die?
  • Überhaupt: Kann die betriebliche Altersvorsorge während der Kurzarbeit beitragsfrei gestellt werden, damit der Mitarbeiter entlastet ist? Und welche Folgen hat das, wie viel Versicherungsschutz bleibt in der beitragsfreien Phase erhalten?
  • Was gilt, wenn die Kurzarbeit vorbei ist – werden dann die Beiträge nachgezahlt? Bei betrAV-Produkten mit Zusatzdeckung für Berufsunfähigkeit kann bei Wiederaufnahme der Beitragszahlung eine neue Gesundheitsprüfung anfallen. Was, wenn es dabei Probleme gibt?

Die Liste lässt sich fortsetzen, aber man sieht bereits: Der betrAV-Teufel lauert im Kurzarbeits-Detail.

Wir von acant sagen Ihnen, was in Ihren Vorsorgevereinbarungen steht. Kostenlos.

Als Versicherungsmakler mit Schwerpunkt Unternehmenskunden ist betriebliche Altersvorsorge für uns ein vertrautes Thema.

Wenn Sie wissen möchten, ob sich in den Vorsorgevereinbarungen Ihres Unternehmens mögliche Probleme verbergen, dann rufen Sie uns doch einfach an. Wir sehen uns Ihre Versicherungsverträge genau an und beraten Sie – kostenlos, versteht sich. Sie erreichen uns über das Kontaktformular oder unter 030 863 926 990.

Umsatzsteuersenkung: Bei Steuerrechtsproblemen hilft die Rechtsschutzversicherung, Symbolfoto Gerd Altmann via Pixabay

Umsatzsteuersenkung? Eine gute Rechtsschutz-Versicherung umfasst Steuerrechtsschutz

Deckt Ihre Rechtsschutzversicherung auch Umsatzsteuer-Ärger?

Die Senkung der Umsatzsteuer-Sätze hat für viele Unsicherheiten und Probleme gesorgt – und zeigt außerdem, wie sinnvoll eine gut betreute betriebliche Rechtsschutzversicherung ist: dann umfasst die Police auch Steuerrechtsschutz und Steuerstrafrechtsschutz.

Dass die „Mehrwertsteuer“ von Juli bis zum Jahresende vorübergehend abgesenkt wurde, sorgt in vielen Fällen für Komplikationen: etwa bei langfristigen Servicevereinbarungen, Abonnements sowie Lizenz– und Rahmenverträgen, bei Vorauszahlungen, Abschlagsrechnungen, späteren Zusatzleistungen und ähnlichem mehr.

Das genaue Abgrenzen von Einzelleistungen oder Lieferungen und mögliche Rechnungsstornos schaffen – trotz der offiziellen Ausführungen – jede Menge möglicher Fehler-Quellen. Dummerweise können Umsatzsteuer-Irrtümer drastische Folgen haben. Es drohen Änderungsbescheide, gegen die man vorgehen muss, vielleicht sogar ein Bußgeld und im schlimmsten Fall ein Steuerstrafverfahren.

In Ihrer betrieblichen Rechtsschutzversicherung sollten Steuerrecht und Steuerstrafrecht „drin“ sein

Die gute Nachricht: In einer zeitgemäßen Rechtsschutzversicherung sind die Kosten von Rechtsstreitigkeiten rund um die Umsatzsteuer vermutlich versichert. Je nach Police besteht sogar Strafrechtsschutz.

  • Ihr Unternehmen muss gegen einen Änderungsbescheid mit Umsatzsteuer-Nachforderungen klagen? Anwalts- und Prozesskosten sind in der Regel gedeckt.
  • Müssen Sie sich gegen Bußgeldforderungen wegen Umsatzsteuerverkürzung zur Wehr setzen? Auch das ist im Rahmen des Ordungswidrigkeiten-Rechtsschutzes mitversichert.
  • Dem Geschäftsführer oder Vorstand wird Hinterziehung von Umsatzsteuer vorgeworfen? Das ist ihm Rahmen von Strafrechtsschutz bzw. Steuerstrafrechtsschutz versicherbar.
  • Ein Kunde fordert Entschädigung, weil ihm fehlerhaft Umsatzsteuer berechnet wurde und kein Vorsteuerabzug möglich ist? Die Abwehr solcher zivilrechtlichen Ansprüche sollte in der Rechtsschutzversicherung gedeckt sein.

Wichtig: Ob Ihre Rechtsschutzpolice all das tatsächlich abdeckt, können wir gern für Sie ermitteln. Wir prüfen Ihren Versicherungsvertrag kostenlos und unverbindlich.

Übrigens: Eine Rechtsschutzversicherung kann die Finanzierungskosten senken

Wenn das Unternehmen auch für mögliche Rechtsstreitigkeiten vorgesorgt hat, dann kann das Kreditkosten senken. Angesichts verbreiteter Liquiditätsschwierigkeiten werden solche Aspekte besonders wichtig. Mehr dazu steht im Beitrag: „Wenn die Hausbank nach Rechtsschutzversicherungen fragt„.

Ist in Ihrer Rechtsschutzversicherung Steuerrecht und Steuerstrafrecht mit drin?

Als Fachmakler für Unternehmen können wir von acant Ihnen alle Fragen zum Unternehmensrechtsschutz beantworten. Außerdem prüfen wir Ihre Rechtsschutzversicherung und alle anderen Policen kostenlos und unverbindlich. Sie erreichen uns unter 030 863 926 990.

Drohnenführerschein machen, Symbolbild: LoggaWiggler via Pixabay

Drohnenführerschein mit Flugtraining – vom Versicherungs-Dienstleister

Nicht jeder, der Drohnen fliegen lässt, macht das nur zum Spaß. Inzwischen gibt es mehr als genug Drohnen, die kommerziell eingesetzt werden: zum Überprüfen von Leitungen, Gebäudeteilen oder Grundstücken beispielsweise, oder als flankierende Maßnahme im Sicherheitsbereich.

Deshalb ist auch die „VdS Schadensverhütung“ aktiv geworden: Die Dienstleistungstochter des Gesamtverbandes der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) bietet Drohnenführerschein-Kurse an.

Schließlich braucht in Deutschland jeder, der eine Drohne von mehr als 2 KG Gesamtgewicht fliegt, einen „Kenntnisnachweis gemäß § 21d LuftVO“. Der VdS-Lehrgang zum „Drohnen-Operator“ bietet zusätzlich zur Theorie-Schulung auch individuelles Flugtraining am Quadrocopter oder Octocopter.

Der Anbieter hofft, dass die Weiterbildung vor Ort bis zu den Terminen im September wieder möglich ist. Auf der VdS-Website gibt es weitere Infos.

Lehrreiche Cyber-Attacke, Symbolbild: klimkin via Pixabay

Lesetipp: „Lehrreiche Attacke“

Mittelständler berichtet offen über eine Ransomware-Attacke

Ein mittelständisches Unternehmen aus dem Raum Stuttgart wird im Herbst 2019 Opfer eines Trojaners: die Erpresser-Software „Paymer“ verschlüsselt sämtliche Daten im Unternehmensnetzwerk. 2.500 Mitarbeiter haben keinen Zugriff auf ihre Rechner und Daten mehr. Die Festnetzanschlüsse sind tot. Der komplette Betrieb kommt abrupt zum Erliegen. Zwei Wochen dauert es, bis die Produktion wieder anlaufen kann. Bis das Unternehmen aus dem Gröbsten heraus ist, vergehen drei Monate. Der Geschäftsführer vergleicht die Attacke später mit einem Großbrand.

Soweit ist all das nichts Besonderes, geradezu Alltag. Dass Schadsoftware Unternehmen lahmlegt und für enorme Schäden sorgt, gehört zur Tagesordnung.

Besonders ist dieser Fall allerdings aus zwei Gründen:

  • Das betroffene Unternehmen, die Pilz GmbH & Co. KG, bietet Lösungen rund um Automatisierung und Maschinensicherheit an, einschließlich von Sensorik, Antriebs- und Steuerungstechnik. Motto: „The spirit of safety“. Da ist eine erfolgreiche Attacke natürlich besonders delikat.
  • Trotzdem: Anders als die meisten Betroffenen in solchen Fällen macht Pilz die Cyber-Erpressung öffentlich – und kooperierte sogar mit Journalisten, die über den Vorfall und die Reaktion des Unternehmens berichteten. Das Unternehmen setzt wirklich auf Transparenz, es blieb nicht beim Wording.

Eine Ransomware-Angriff aus der Innenperspektive

Herausgekommen ist der Artikel „Lehrreiche Attacke“ im Wirtschaftsmagazin brand eins. Spannende Lektüre und ein echter Lesetipp.

Aus Schaden klug werden: Beim nächsten Mal durch eine Cyber-Versicherung geschützt sein

Was im Artikel allerdings unter den Tisch fällt, ist der Aspekt der Cyber-Versicherung. Die ist genau dafür gedacht, die Folgen solcher Katastrophen abzufedern.

Eine Cyber-Versicherung bezahlt nicht nur die Schäden, die aus der Betriebsunterbrechung, durch Schadenersatzforderungen und ähnliches mehr entstehen. Die Versicherer helfen auch mit konkreten Dienstleistungen: Sie stellen und/oder bezahlen Fachpersonal, das bei der Ermittlung der Schäden, dem Aufspüren der Ursachen und der Datenrettung hilft. Berater für die Krisen-PR und Anwälte für die dringenden Rechtsfragen haben die meisten Cyber-Versicherer ebenfalls im Angebot.

Fazit: Eine Cyber-Versicherung als dritter Sicherungsring

Bei Pilz wurden die Firewalls deutlich verstärkt. Außerdem wurde das Firmennetz komplexer und kleinteiliger gestaltet. Damit der nächste Trojaner, wenn er denn doch zuschlägt, nur noch begrenzten Schaden und keinen virtuellen Flächenbrand mehr anrichten kann.

Solche Lehren sind wichtig und richtig. Organisatorische und technische Schutzmaßnahmen werden jedoch erst durch eine Cyber-Versicherung als dritten Schutzring komplett. Eine Versicherung ist weder für technische Pannen noch für menschliche Schwächen anfällig – und hilft dann, wenn die anderen Schutzvorkehrungen versagt haben.

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